Date in Translation, Teil 2 – Oder: Dating 1x1

Übersetzung für Blindverliebte

Neben Ghosting, Bread Crumbing und Benching gibt es noch einige typische Sätze, welche wir leider oft nicht so verstehen wollen, wie sie tatsächlich gemeint sind. Daher wurden ein paar von ihnen hier auf den Punkt gebracht. Vielleicht schenkt man ihnen ja jetzt ein wenig mehr Glauben…

Verlieb‘ dich bitte nicht in mich = Du scheinst mir nicht der/die Richtige. Ich möchte dich vielleicht treffen (vielleicht inklusive Sex), aber mehr nicht.

Ich will keine Beziehung = Ich will keine Beziehung (mit dir). Wenn mich jemand richtig vom Hocker haut, dann vielleicht...

Ich will momentan keine Beziehung = Ich will keine Beziehung (mit dir), aber ich möchte mir ein Türchen offen halten.

Ich bin nicht bereit für eine Beziehung = Ich bin nicht bereit für eine Beziehung (mit dir) / mein Gemütszustand ist (momentan) nicht geeignet für eine Beziehung (mit dir).

Ich hab‘ gerade viel zu tun = Ich habe kein 100 % iges Interesse an dir.

Meistens ist es leider so: Jeder, aber auch jeder, macht sich die Zeit um dich zu treffen, wenn er/sie dich toll findet und nicht riskieren will, dass dich eine andere Person ‚wegschnappt‘.

Es liegt nicht an dir, es liegt an mir = Es liegt NICHT an dir, es liegt tatsächlich an MIR (ihm/ihr).

Das heißt: Es ist nichts Persönliches. Du bist es einfach nicht, das Gefühl passt nicht.

Klartext

Man sollte stets ehrlich zueinander sein. Wenn es nicht „gefunkt“ hat, dann hat es eben nicht gefunkt. Das sollte klar und deutlich ausgesprochen werden. Es ist nicht fair die Zeit von jemandem zu verschwendet, der einen anhimmelt und Hoffnungen hat. „Momentan will ich keine Beziehung“, zu sagen, während man den anderen eigentlich gar nicht anziehend genug findet, ist feig und alles andere als fair.

Auch verschwendet man die Zeit von jemandem, von dem man weiß oder ahnt, dass er/sie Hoffnungen hat, indem man „rein freundschaftlich“ miteinander weiterhin den Kontakt pflegt. Wem willst du was vormachen? Du machst es doch nur für dein eigenes Ego und gibst es nicht zu! Klar findet man es toll gewollt und begehrt zu werden. Aber es ist nicht in Ordnung dem anderen gegenüber nicht die Karten offen auf den Tisch zu legen.

Eines müssen wir noch alle lernen: Wenn uns jemand ehrlich sagt, dass kein Interesse besteht, dann sollten wir unser Bestmöglichstes geben um das auf keinen Fall persönlich zu nehmen. Denn sehr oft hat das wirklich nichts mit unserer eigenen Person zu tun.

3 Tage-Regel

Die 3-Tages-Regel finde ich persönlich unnötig und kindisch. Wenn dir jemand gefällt, und man Nummern ausgetauscht hat, dann kann man sich am nächsten Tag auch ruhig melden. Nein, man wirkt nicht verzweifelt. Man vermittelt dem anderen lediglich, dass man an ihn/sie gedacht hat, und nicht drei Tage lang so tut, als ob man vergessen hat, ihn/sie überhaupt getroffen zu haben. Solche Spielchen sind unreif. Das gilt für beide Geschlechter.

Der erste Schritt

Und wenn wir schon dabei sind: Auch Frauen sollten sich öfter trauen Männer anzusprechen – generell. Wisst ihr eigentlich, wie viel Druck auf den Schultern der Männer lastet? Da wollen wir emanzipiert sein, und erwarten nach wie vor, dass man(n) uns hinterher ‚jagt‘ und läuft? Ich sag’s ja nur… Vielleicht mal eine Überlegung wert. Ich weiß, aller Anfang ist schwer. Aber Männer machen das schon seit Jahrhunderten, und den meisten fällt es noch immer nicht leicht. Weil es eben nicht leicht ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dies auf den ein oder anderen Mann Eindruck macht, erfrischend, und natürlich auch erleichternd für die Männerwelt ist.

Textnachricht = Missverständnisse

Oberste Regel: Wann immer es möglich ist miteinander zu telefonieren, ist diese Art der Kommunikation zu bevorzugen! Es gibt nichts, was mehr potenzielle Missverständnisse birgt als Textnachrichten.

Ganz böse sind Whatsappnachrichten. Denn die zusätzlichen Emoticons können oft dazu führen, dass das Schriftliche noch mehr verwirrt, verärgert, oder nervt.

Mit dem Geschriebenen kann man keine authentischen Gesichtsausdrücke und Körpersprache vermitteln, außerdem bleibt der Tonfall weg, welcher ein und dieselbe Sache komplett entgegengesetzt wirken lassen kann.

Gut sind Textnachrichten, wenn sie dazu dienen sich kurz und prägnant etwas auszumachen (Treffpunkt, Ort, Zeit). Auch nett sind getippte Worte, wenn man dem anderen kurz mitteilen will, dass man an ihn/sie denkt, ein Foto sendet wo man gerade ist/was man macht, oder um die Meinung fragt: „Rotes oder blaues Kleid/Hemd?“

Unnötig und eher zeitraubend sind Texte, durch die man stundenlang täglich hin und her schreibt, Romane verfasst, 58 Fragen stellt, und sich dann beim Treffen schweigend gegenüber sitzt, weil man sich zuvor eh schon alles geschrieben (und vielleicht aufgrund von Missverständnissen durch das Schreiben gestritten) hat.

 

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Daten! Und denkt vielleicht an den ein oder anderen Tipp, wenn die Sache auf bisherigem Wege noch nicht so gut geklappt hat  ;-)

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