Der Undercover-Babo ist zurück!

Der Enthüllungsjournalist Ashwien Sankholkar präsentiert am 22.9. im Rabenhoftheater sein erstes Buch. Der Alptraum von Karlheinz Grasser bekommt dabei Unterstützung vom Kabarettisten Florian Scheuba.


Ich kann mich noch ganz genau erinnern. Es muss 2010 gewesen sein, als ich seinen Namen das erste Mal hörte. Clemens Neuhold (jetzt beim Profil) hielt einen Workshop über Investigativjournalismus in unserer Redaktion. Und der Name Ashwien Sankholkar fiel dabei fast minütlich. Man schreibt keine Aufdeckergeschichte, indem man sich kurz zum PC setzt und seine Gedanken ordnet. "Man müsse überall die Saat ausstreuen und dann hellwach darauf warten, ob aus der Saat ein zartes Pflanzerl wird", sagte Neuhold und erwähnte dabei schon wieder Sankholkar.

In der Tat ist der 42-Jährige Wiener so etwas wie eine Koryphäe des österreichischen Undercover-Journalismus. Vor allem bei der Aufdeckung der Buwog-Affäre war Sankholkar die wichtigste Treibkraft und bekam dafür 2011 den "Alfred Worm Preis" für investigativen Journalismus. Seit einigen Jahren ist es still um ihn geworden und jetzt weiß ich auch warum. Der Aufdeckerjournalist schrieb an seinem Erstlingswerk "Der geplünderte Staat und seine Profiteure", das an diesem Freitag im Rabenhoftheater vorgestellt wird. Unterstützung bekommt er von Florian Scheuba.

Auf dieser Seite kannst du am Gewinnspiel teilnehmen. Verlost werden Eintrittskarten und das Buch selbst.
 

Bist du dir noch nicht sicher, ob du am Freitagabend zu einer Buch-Präsentation gehst? Das Mini-Interview wird deine letzten Zweifel ausräumen.

 

biber: Herr Sankholkar, warum sollte sich jemand, der wenig mit Politik am Hut hat, deine Buchpräsentation anschauen?

Sankholkar: Infotainment. Die Mischung aus News und Unterhaltung. Hardcore Skandale, von Burgtheater über Nationalbank bis zum Fall Karl-Heinz Grasser, werden pikant serviert - quasi: "mit scharf".

Wie passt Kabarettist Florian Scheuba zum Thema des Buches?

Ich bringe die Information, Florian das Entertainment. Ich kenne wenige Personen in Österreich, die sich mit Themen wie Buwog-Skandal, Pröll-Stiftung oder der Eurofighter-Affäre so auskennen wie er. Bewiesen hat er das bei der ORF-Produktion "Wir Staatskünstler". Der Abend bekommt so eine besondere Würze.

Welchen Rat würdest du motivierten Jungjournalisten mit auf den Weg geben, um einem Skandal auf die Schliche zu kommen?

Da fiele mir ganz viel ein. In Kürze. Kultiviert eure Leidenschaft für Journalismus. Das ist der Antrieb für Höchstleistungen. Trainiert eure Ausdauer in der Recherche. Das ist die Rettung bei Durststrecken, die leider unvermeidbar sind. Und das Wichtigste: Habt Spaß an der Arbeit. Der Rest ergibt sich von selbst.

 

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