#MannequinChallenge

 

Ob “Planking”, “Gangnam Style”, “Ice Bucket Challenge” oder “Biernominierung”: Social Media liebt Challenges und Nominierungen. Der neue Hype heißt “Mannequin Challenge”. Unter dem Hashtag #MannequinChallenge werden derzeit auf Instagram, Facebook & Co zahlreiche Videos gepostet.

 

Worum geht es?

 

Bei der “Mannequin Challenge” handelt es sich um einen neuen Internettrend, welcher Medienberichten zufolge von einer Schülerin aus Florida gestartet wurde. Sie habe mit einer Gruppe von Schulfreunden ein Video gedreht, in dem sich niemand bewegt hat. Schließlich veröffentlichten sie das Video mit dem Hashtag #MannequinChallenge und so wurde dieser neueste Trend gestartet. 

Es sieht aus, als würde man ein dreidimensionales Foto machen oder als stünde die Zeit still. Die Darsteller eines solchen Videos stehen in einer Pose, ohne sich dabei zu bewegen.  Ob in der Londoner U-Bahn, im Fitnessstudio von Borussia Dortmund, bei den Präsidentschaftswahlen in den USA, “Mannequin Challenge”-Videos wurden schon überall gedreht. Während es bei der “Ice Bucket Challenge”, die 2014 im Internet ein Hit war, um eine Nervenkrankheit ging, geht es in diesem Fall um keinen guten Zweck. Man wird auch nicht nominiert, um an dieser Challenge teilzunehmen. Es geht um nichts mehr, als dass Gruppen von Menschen sich nicht bewegen und ein Video davon drehen.

 

 

 

 

Promis nutzen den Trend zur Selbstdarstellung

 

Mannequin Challenge bei der Geburt? Machbar. Die Kardashians würden bekannterweise alles machen, um berühmter und kontroverser als alle anderen zu sein. Die Freundin von Rob Kardashian, Blac Chyna, hielt die Geburt ihres Kindes an, um an einem Mannequin Challenge Video teilzunehmen. 

Auch Politiker und Sportler haben diese Gelegenheit genutzt. Hillary Clinton posierte zusammen mit Jon Bon Jovi und schrieb unter dem Video: “Don’t stand still. Vote today”. Michelle Obama posierte im Weißen Haus mit Cleveland Cavaliers, dem NBA-Champion. Die Spieler von Borussia Dortmund drehten ein Video während ihres Krafttrainings. Kelly Rowland, Adele, Destiny’s Child, die Liste der Promis, die bei einer “Mannequin Challenge” mitgemacht haben, ist lang. 

 

 

Hot or not?

 

Ist die “Mannequin Challenge” ein nächster kurzlebiger Internetrend, an den sich niemand mehr in ein paar Wochen erinnern kann? Wahrscheinlich. Ist es schlecht, dass es solche Trends gibt? Das finde ich nicht. Wir werden tagtäglich mit schlechten und traurigen Nachrichten bombardiert. Bei all den Kriegen, politischen Katastrophen und unruhigen Zeiten ist etwas Spielerisches wie die “Mannequin Challenge” eine positive Sache. Plus: Jedes geteilte Video inspiriert andere Menschen dazu, zusammenzukommen und etwas Eigenes zu machen. In Zeiten wie diesen brauchen wir das Leben hier und da anzuhalten und es mit einem Augenzwinkern zu sehen. Ich finde es auch nicht schlecht, dass es sich dabei um keinen guten Zweck handelt. Die “Ice Bucket Challenge” wurde oft zur Selbstdarstellung missbraucht, weil es dabei eben um eine Nervenkrankheit ging. Bei der Mannequin Challenge geht es rein um den Spaß, woran es ja an und für sich nichts Falsches gibt. Spaß muss ja man schlussendlich auch haben. 

 

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