Islamische Glaubensgemeinschaft hat einen neuen Präsidenten - Achtung Anfechtungsgefahr

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Olgun
Bild: APA/IGGIÖ

Ibrahim Olgun ist seit gestern neuer Chef der islamischen Glaubensgemeinschaft. Der 28-Jährige ist selbst in Österreich aufgewachsen, hat aber türkische Wurzeln. Man spricht, in seinem Fall, von einem Generationenwechsel.

 

Er möchte anders handeln

Nachdem Fuar Sanac am Wochenende seinen Rückzug bekannt gegeben hatte, wurde das Mitglied des mächtigen türkischen Verbandes Atib, Ibrahim Olgun, sein Nachfolger. Der gebürtige Österreicher ist selbst noch sehr jung und vertritt deswegen auch junge Muslime und Musliminnen in Österreich sehr gut. Nach seinem Theologie-Studium in Ankara kehrte Olgun wieder zurück nach Österreich und setze sich dann intensiv für den interreligiösen Dialog ein.  Der Nachfolger will anders handeln. Er möchte der muslimischen Community mehr Aufmerksamkeit schenken und mehr Raum für Kommunikation schaffen. Olgun möchte die Interessen und Bedürfnisse der Muslime einfach besser verstehen und repräsentieren.

 

Wahlanfechtung

Diese Wahl hat allerdings auch zu heftigen internen Turbolenzen geführt. Hassan Mousa, Vorsitzende der Arabischen Kultgemeinschaft in Österreich, spricht von einer „undemokratischen, gesetzeswidrigen Wahl“. Dadurch, dass Olgun Mitglied des mächtigen Verbandes Atib ist, führt dies zu einem extremen Ungleichgewicht zugunsten der türkischen Gemeinde innerhalb der Glaubensgemeinschaft, so Mousa. Auch soll der frisch gewählte Präsident zu jung für das Amt sein. Denn laut der IGGiÖ Verfassung sei ein Mindestalter von 35 Jahren erforderlich. Somit möchte der Vorsitzende die gesamte Wahl beim Bundeskanzleramt anfechten.

 

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