Weihnachtsgeschenke, die sich die 90s-Kids gewünscht haben

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Game Boys und Spiele
Foto: Semsa Salioski

Wisst ihr vielleicht noch, was ihr euch als Kinder zu Weihnachten gewünscht habt? Auf der Wunschliste der 90s Kids standen auf jeden Fall Dinge wie ein Tamagotchi, ein Game Boy mit einem Pokémon-Spiel, leuchtende Sneakers, eine Playstation, ein Furby, ein Scooter, eine Baby Born-Puppe oder ein Diddl-Freundschaftsbuch.

Wie jeder weiß, steht das Weihnachtsfest vor der Tür. Die Einkaufszentren sind in dieser Woche deshalb so voll, wie der Tichy-Eissalon an einem heißen Sommertag im August. Elektronik- und Spielwarengeschäfte erleben gerade ihre Hochsaison. Großmütter, Großväter, Eltern, Schwager, Geschwister & Co. stürzen sich warm angezogen ins Gefecht des Weihnachtsshoppings. Alle suchen nach den passenden Geschenken für ihre Liebsten und wollen vor allem den Kindern, so wie jedes Jahr zu Weihnachten, eine Freude machen.

Weihnachtsgeschenke auch in meiner muslimischen Fam

Da meine Eltern wirklich schon immer alles Mögliche getan haben, um meinem Bruder und mir eine Freude zu machen, haben wir als Kinder jedes Jahr einen Weihnachtsbaum (bei uns Neujahrsbaum genannt) im Wohnzimmer stehen gehabt. Wir haben außerdem zusammen Weihnachtsfilme geschaut, den Christkindlmarkt besucht, Lebkuchen gegessen und sogar Weihnachtsgeschenke bekommen. US-Filme #kevinalleinzuhaus4eva und österreichische Kindergärten/Schulen haben uns Kinder eben ohne Zweifel geprägt. Bei einigen Verwandten und muslimischen Bekannten von mir, lief die Weihnachtszeit ebenfalls so ab. Logischerweise hatte das Ganze bei uns nichts mit der Religion zu tun. Es ging eher darum uns Kindern eine Freude zu machen. Meine Verwandten, besonders diejenigen, die in Wien aufgewachsen sind, hat es einfach nicht gejuckt, dass Weihnachten nicht „unser“ Fest war, obwohl andere sie dafür scharf kritisierten.

Ihr seid einfach damit groß geworden. Ihr wolltet es, also haben wir es gemacht, ganz einfach.“, sagt Mama zu mir, als ich heute noch einmal nachfrage. Sie meint außerdem: „Ob es richtig oder falsch ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, wir fanden es allerdings schön. Auch bei uns ist die Familie zur Weihnachtszeit und zum neuen Jahr zusammengekommen, genau wie an Bayram, so schlecht konnte es also nicht sein.“

 

Die Top 10 Geschenke auf die, die Kinder meiner Generation zur Weihnachtszeit sicher alle scharf waren

Ich darf also, wie ein echtes „Svabo-Kind“, mit einem Grinsen an Weihnachtsfeste mit Verwandten und Geschenken zurückdenken und endlich zum Hauptthema dieses Blogs kommen. Wuhuu! Welche Dinge in meiner Kindheit bestimmt bei vielen anderen Kinder verpackt unter den Weihnachtsbäumen lagen, werde ich euch nun verraten.

Tamagotchi

Bei diesem Spielzeug ging es darum, sich um ein Küken zu kümmern. Es war somit eine Art „Haustier“, aber eben in virtueller Form. Damit es überlebt, musste das Küken schlafen, trinken und essen. Außerdem entwickelte es nach und nach eine eigene Persönlichkeit. Ende der 90er Jahre bis in die ersten Jahre der 2000er, war das Tamagotchi auf der ganzen Welt wahnsinnig populär. Alle Kinder, die ich kannte hatten oder wollten unbedingt ein Tamagotchi. Ich persönlich habe mein Tamagotchi nicht verdient, da ich eine ziemlich schlechte Tamagotchi-Mama war. Mein Küken ist ständig gestorben, weil ich zu oft vergessen habe es zu füttern. Das von meinem großen Bruder hat natürlich immer länger gelebt, da er es, wenn er in der Schule war, meiner Mutter gegeben hat und sie sich fürsorglich darum gekümmert hat. #notfair Ja, meine Mutter verdient dafür wirklich einen Preis.

 

Tamagotchi
Pinterest

Game Boy

Der Game Boy zählt mit mehr als 118,69 Millionen verkauften Exemplaren weltweit zu den meistverkauften Konsolen der Geschichte. Spiele wie "Pokémon", "Wario Land" und natürlich "Super Mario" kannte und spielte einfach jeder auf seinem Game Boy. Vor allem Pokémon hat beim Thema „Welche Edition ist die bessere?“ für einige Diskussionen gesorgt. #teamblau #ihrso? By the way: Das Foto wurde heute gemacht. Mein Bruder und ich haben es einfach nicht übers Herz gebracht unsere geliebten Game Boys in den Müll zu werfen.

Game Boys und Spiele
Foto: Semsa Salioski

 

Scooter/Skateboard/Inline Skates

In meiner Kindheit sind außerdem alle mit bunten Scootern, Skateboards oder Inline Skates durch die Gegend geflitzt. Wir haben uns damals oft nur mit unseren Freunden getroffen, um zusammen ein bisschen um den Block zu fahren. Ich war eher ein Roller- und Inline Skate-Girl, da ich beim Skateboarden absolut versagt habe und fast immer auf die Schnauze geflogen bin. Aber gut, Scooter waren eh auch cool. Die Größe war verstellbar, also konnte man das Ding super mit seinen Geschwistern teilen. Da fällt mir was ein: Könnt ihr euch vielleicht auch noch an den Schmerz erinnern, wenn der Roller beim Stehenbleiben gegen den Knöchel geknallt ist? Ich könnte schwören, dass es noch immer weh tut.

Scooter
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Nintendo 64/ Playstation

Ja, auch hier gab es Krieg. Ich kann mich noch immer an die Diskussionen meiner Cousins erinnern. Zu Beginn der 2000er Jahre hatten unzählige Kinder ein Nintendo 64 oder eben eine Playstation zu Hause. #againwaswarbesser? Beim Nintendo waren die Spiele "Super Mario" oder "Mortal Kombat" ein Muss, bei der Playstation waren es wahrscheinlich "Final Fantasy" oder "GTA". Unser Nintendo 64 konnten mein Bruder und ich ebenfalls nicht einfach wegwerfen. Es chillt gut behütet in unserem Haus in Mazedonien und wird jeden Sommer gespielt. #mortalkombat4 #pokémonstadium #killerinstinctgold

Nintendo 64
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Baby Annabelle/Baby Born

Die meisten Mädchen von damals waren ohne Zweifel verrückt nach Baby-Puppen Es ist heute wahrscheinlich nicht anders, nur bekomme ich es vielleicht nicht mit. Auch bei diesen zwei Puppen wurden Teams gebildet, genau wie bei den Pokémon Editionen und den Spielkonsolen. Man hatte entweder eine Baby Annabelle oder eine Baby Born, nie beide! Ich persönlich fand Baby Born immer ein bisschen creepy. Meine Cousinen hatten alle eine. Sie war hart wie Stein und hat in ihre Windeln gemacht, wenn man sie mit dieser seltsamen Pulvermischung gefüttert hat. Baby Annabelles Geheule klang immerhin echt. Sie war außerdem viel weicher als die Baby Born, daher #teamannabelle 

Baby Born
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Furby

Die bunten Plüschtiere waren ziemlich beeindruckend. Sie konnten ihre Augen, Ohren und Münder bewegen. Sie waren talentierte Sänger und Tänzer. Auf ihrem Sprachchip waren erstaunliche 800 Wörter auf der jeweiligen Landessprache eingespeichert und sogar 200 Wörter auf ihrer eigenen erfundenen Furby-Sprache. Verdammt, sie konnten sogar krank werden und sich gegenseitig anstecken. Was für 1 Spielzeug! Persönliche Erfahrungen habe ich mit den Furbys allerdings nicht wirklich gemacht, da ich nur die billige Version aus dem Happy Meal hatte. Trotzdem gehören sie definitiv zu den Must-Haves der 90er und 2000er Jahre.

Furby
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L.A. Lights von L.A. Gear

Ab 1992 leuchtenden unsere Schuhe so hell wie die Sterne in der Nacht. Tja, der Kassenschlager von „L.A. Gear“ kam nämlich auf den Markt. Pro Jahr wurden über 5 Millionen L.A. Lights für Kinder verkauft. Insgesamt waren es ca. um die 100 Millionen. Mein Bruder hat die Leucht-Schuhe von meine Tante aus Amerika zugeschickt bekommen und sie vergöttert. Ich hatte einige Jahre später irgendeine Fake-Version, aber fand sie trotzdem richtig cool und wollte sie nicht mehr ausziehen. #oldschoolglow

L.A. Lights
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Diddl-Produkte

Die Kartoonfigur „Diddl“ wurde vom deutschen Grafiker Thomas Goletz für den Verkauf von Gebrauchsgegenständen kreiert. Im Laufe der Jahre erfand er weitere Figuren, wie zum Beispiel Diddlina oder Pimboli. Das Produktangebot breitete sich Ende der 90er bis Anfang der 2000er immer mehr aus. Zuerst verkaufte man Postkarten, Kalender, Blöcke oder Freundschaftsbücher. Als die Beliebtheit der Maus immer weiter anstieg, kamen Plüschtiere, Spieluhren, PC-Spiele, eine eigene Webseite und sogar eine Zeitschrift dazu. In meinem Bekanntenkreis waren vor allem die Sammelbilder, die Plüschtiere und die Freundschaftsbücher ein richtiger Hit. Man hat leidenschaftlich gerne Bilder getauscht und das Freundschaftsbuch mit in die Volksschule genommen, damit alle Freunde sich eintragen konnten. Do you remember?

Diddl
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Und, was war damals noch auf eurer Wunschliste?

 

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