"16 Tage gegen Gewalt" 2010
Am 25. November 2010 haben die "16 Tage gegen Gewalt" begonnen, eine internationale Kampagne für die Anerkennung von Frauenrechten als Menschenrechte. Aus diesem Anlass haben Frauenstadträtin Sandra Frauenberger und Polizeipräsident Dr. Gerhard Pürstl die Fahne der Menschenrechts-Organisation "Terre des Femmes" am Wiener Rathaus und der Bundespolizeidirektion Wien gehisst. Die Fahne mit dem Schriftzug "Frei leben ohne Gewalt" soll die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren.
Ausstellungen
Arkadenhof im Rathaus
In den Vitrinen im Arkadenhof des Rathauses sind bis 10. Dezember Informationen und Bilder zur Kampagne Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt, Informationen zum Gewaltschutz und zur Kampagne K.O. Tropfen ausgestellt.
"Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt" fordert Menschen auf, sich mit dem Thema "Gewalt gegen Frauen" auseinander zu setzen. Auch der eigene Standpunkt gegen Gewalt kann mit einem Foto und einem Spruch veröffentlicht werden. Bisher haben sich bereits über 1.400 Wienerinnen und Wiener beteiligt. Auch Prominente, wie Schauspieler Wolfgang Böck, Sängerin Christina Stürmer und Fußballer Ümit Korkmaz, unterstützen die Kampagne.
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien zeigt derzeit die Ausstellung Hinter der Fassade. Sie beleuchtet anhand einer nachgebauten Familienwohnung jenen Ort, an dem Gewalttaten stattfinden.
Bilanz der Wiener Frauenhäuser
Dass die Aktionstage nötig sind, zeigt die Bilanz der Frauenhäuser für 2009. 583 Frauen und deren 571 Kinder wurden 2009 in einem der vier Wiener Frauenhäuser stationär betreut. Sie mussten in ein Frauenhaus flüchten, weil sie in ihren eigenen vier Wänden häuslicher Gewalt ausgesetzt waren. Gegenüber 2008 war eine leichte Zunahme der Aufnahmezahlen zu verzeichnen.
Zusätzlich fanden in der ambulanten Beratungsstelle des Vereins Wiener Frauenhäuser 8.516 Beratungskontakte statt, davon 1.474 persönliche Kontakte. Hier erhalten die Frauen kostenlos - bei Bedarf auch anonym - Beratung und Begleitung zu Polizei und Gerichten.
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