"Auf Dialogtour mit Heinisch-Hosek" oder "Wenn der Dialog zum Monolog wird"
Oft lesen wir, was die Politiker und Politikerinnen nicht alles tun, um mit den Bürgern und Bürgerinnen auf Tuchfühlung zu gehen. Insbesondere vor anstehenden Wahlen ist dieses Bedürfnis besonders ausgeprägt.
Wahlen stehen für die amtierende Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (was als Hoschek ausgesprochen wird) zwar nicht an. Dennoch fand am Donnerstag eine "Dialog-Tour " statt. Natürlich betonte sie, dass diese Dialog-Tour stattfindet obwohl zur Zeit kein Wahlkampf ansteht.
biber begleitete die Politikerin auf drei Stationen dieser Dialog-Tour.
1)Lugner-City, Running Sushi - Restaurant OKIRU, Gespräch mit Besitzerin Jie Li
"eine tolle Frau!"
Die Österreicherin japanischer Herkunft erzählte der Ministerin über ihren beruflichen Ausftieg in Österreich. Mit dabei war ein Übersetzer, da Frau Li nicht so gut Deutsch spricht. Eine dreiviertel Stunde wurde also bei frischem Sushi und anderem rohen Fisch über Frau Li's Karriere geredet. Heinisch Hosek zeigte sich gerührt von der "tollen Frau" und befragte sie zu ihrem Leben. Der Übersetzer nahm seine Aufgabe allerdings zu ernst, denn bis er die Frage übersetzt hatte, haben die Ministerin und ich schon längst vergessen, worum es ging.
Für die Frau Ministerin war das übrigens Running-Sushi Premiere. So verbindet man Berufliches mit dem Praktischen.
2)Lugner City, Lugner-Bühne, Heinisch- Hosek im Gespräch mit Passanten
Aufenthalt? Arbeitsbewilligung? Ein Gespräch genügt!
Die Abischt war gut, doch das Wetter funkte dazwischen. Die Ministerin lud zwar alle PassantInnen übers Mikro zu einem persönlichen Gespräch mit ihr auf die Bühne ein. Der Andrang blieb jedoch aus. Statt Menschentrauben standen herrenlose Fahrräder vor der Bühne. Auch die Menschen, die anfangs neugierig auf die Bühne schielten, waren bald verschwunden- außer einer Dame.
Diese war offensichtlich Migrantin und hatte ein Anliegen. Ihre Schwester hat Probleme mit der Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung. Gabriele Heinisch Hosek weiß zu helfen. Sie überreichte der schüchternen Frau ihre Karte und rät ihr, sie solle sie doch einfach anzurufen. Inzwischen werde sie sich informieren. Somit war das Problem innerhalb zwei Minuten "gelöst".
3)Forschungskindergarten.
Ein interessantes Projekt wurde der Frauenministerin präsentiert. Demnach soll in Kindergärten der Umgang der Kinder mit Sprachen im Hinblick auf die Muttersprache beobachtet werden.
Auch das war "ein spannendes Projekt".
Weiter ging es mit Frauenteerunden und Selbstverteidigungskursen für Migrantinnen, doch ab da ging der "Dialog", der tweilweise an einen Monolog erinnerte, ohne biber's Anwesenheit weiter.
So viel Spannung hat erstmal gereicht.
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Macht nichts, trotzdem.....
...Guter Beitrag! Den fand ich wirklich....SPANNEND!