„Wir sind hungriger und schneller“

Bild aus dem biber Magazin

 

In „Wir kommen“ beschreibt ein junger türkischer Autor aus Linz, wie der Einfluss der Türken auf Europa und Österreich unaufhaltbar wächst – „egal ob ihr uns mögt oder nicht“. Ein Gespräch mit der österreichischen Antwort auf Thilo Sarrazin.

 

biber: „Das ist die dritte Türkenbelagerung – nur diesmal friedlich“, heißt es im Buch. Was meinst du?

Inan Türkmen: Die Eröffnung des Wiener Opernballs 2012 hat ein Austro- Türke choreografiert, das ist für mich Türkenbelagerung; der türkische Modedesigner Atil Kutoğlu, lebt und arbeitet in Wien; das ist für mich Türkenbelagerung; ein Türke, Attila Dogudan, der Do&Co gegründet hat: das ist Türkenbelagerung. Diese Einzelfälle werden immer mehr und aus Einzelfällen wird die Regel. Mit „Wir kommen“ meine ich nicht, dass eine weitere Million Türken nach Österreich oder Deutschland zieht, sondern dass der Einfluss der Türken und der Türkei auf Europa steigen wird – kulturell, politisch, wirtschaftlich.

Bist du die österreichische Antwort auf Thilo Sarrazin, der in „Deutschland schafft sich ab“ beschreibt, wie ungebildete Türken Deutschland unterwandern?

Ich hab’ sein Buch gelesen, und ich hab’ von ihm gelernt, zu provozieren. Das habe ich auch von Strache gelernt. Heute musst du provozieren, um gehört zu werden. Was mich von Sarrazin und Strache unterscheidet: Ich provoziere, aber ich beleidige nicht. Was Sarrazin macht, ist eine bodenlose Frechheit: 20 Millionen Muslimen die Schuld zu geben, die Europa angeblich schlechter und dümmer machen.

Du beschreibst eine Türkei, die wirtschaftlich viel stärker wächst, die jünger, stärker, hungriger, risikofreudiger ist als Europa. Müsste dein Buch nicht „Wir gehen“ heißen – zurück von Österreich oder Deutschland in die boomende Türkei?

Vollkommen richtig, viele austro-türkische oder deutsch-türkische Akademiker gehen zurück in die Heimat.  Das wird für Österreich zum Problem, denn Österreich ist ein altes Land und die Menschen werden immer älter. Die Bevölkerung der Türkei ist im Durchschnitt zehn Jahre jünger und wächst. Österreich braucht seine jungen, gut gebildeten Türken und Migranten. Wenn alle aus Österreich gehen, würden die Österreicher der Zeit nachweinen, als es noch überall Türken gab.

Kommst du oder gehst du?

Ich werde in die Türkei gehen, aber ich werde nach ein paar Jahren Studium in Istanbul wieder zurückkommen. Ich bin in Österreich verankert, hier ist meine Familie, hier sind meine Freunde. Aber ich verstehe alle, die zurückgehen in die Türkei, wo sie am Flughafen mit Rosen begrüßt werden.

Der Großteil der Wiener Türken ist nicht gut ausgebildet. Und wenn sie in die Türkei fahren, fühlen sich viele dort genauso wenig willkommen wie in Favoriten, weil auf sie, die Almanci (Deutschländer), herabgeblickt wird.

Das hat mein Cousin auch erlebt, als er in die Türkei fuhr. Wichtig ist: Wir dürfen nicht so schnell resignieren, nicht die Schule abbrechen und nur noch daheim oder im Park abhängen. Wir müssen  unsere Stärke, zwei Kulturen und zwei Sprachen zu kennen, ausnützen. Und Österreich muss schauen, dass es seine jungen Migranten stärker in die Wirtschaft einbindet.

Wer ist eigentlich „Wir“?

Ich bin in Linz mit allem, was das Minderheitenherz begehrt, aufgewachsen: Türken, Arabern, Bosniern, Tschetschenen, Serben. Wenn wir am Sonntag in Linz am roten Platz kickten, waren von 15 Leuten 14 Ausländer. Das ist mein „Wir“. Mein „Wir“ das sind außerdem alle jungen Migranten in Österreich, Deutschland oder der Türkei, die zwei Kulturen kennen, hungrig sind und Europa positiv verändern.

Wenn dich ein Amerikaner fragt: Türke oder Österreicher ...?

Türke. Ich bin kein Österreicher im klassischen Sinne. Ich mag es nicht, wenn jemand sagt: Du bist Österreicher. Aber ich bin eine Art Österreicher. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, ich feiere auch Weihnachten. Ich lebe in beiden Kulturen. Meine Zukunft sehe ich in Wien, ich bin ein riesengroßer Fan dieser Stadt.

Viele Österreicher sehen den Islam als größte Integrationshürde.

Bitte trennt endlich den Islam vom Islamismus! Wenn ein Türke arbeitet, gut Deutsch spricht, seine Steuern zahlt, fünf Mal am Tag betet; wenn seine Frau ohne Zwang ihr Kopftuch trägt: Dann lasst die Menschen doch bitte in Ruhe! Sie tun niemandem was!

Aber wir müssen auf jene aufpassen, die den Islam radikalisieren und junge Leute beeinflussen wollen. Bei diesen Islamisten muss man ansetzen, anstatt Leute anzumotzen, nur weil sie Kopftuch tragen.

Und die Politik muss aufhören, zu hetzen: Wenn du Tag für Tag an einer Bushaltestelle einsteigst, wo steht, „Daham statt Islam“, wenn dich dein neunjähriger Bruder nach der Volksschule fragt, „Abi (großer Bruder), was heißt scheiß Türke?“; wenn du im Linzer Café mit deinen Jungs türkisch redest und von 15 Gästen drehen sich 14 um, wenn dich alte Männer in der Straßenbahn ermahnen, du sollst „gfälligst Deitsch reden“, und selbst schlechter Deutsch sprechen als du, dann denkst du dir nur noch: „Geht’s noch?“ Kein Wunder, dass da junge Migranten sagen: „Als Schwarzkopf hab ich hier keine Chance.“

Du schreibst, die Türken werden sich in Europa durchsetzen und mit den Europäern vermischen – und du möchtest „dazu beitragen“.

Ich war bisher nur mit Österreicherinnen zusammen. Mit türkischen Mädels hatte ich bis jetzt nicht so gute Erfahrungen. Sie sind ein bissl stressig und wollen Drama. Ich bin ein lockerer Typ. Drei meiner Tanten haben Österreicher geheiratet, die Kinder sind extrem süß.

Für die Türkinnen bist du zu sehr Österreicher?

(Lacht) Das hab ich tatsächlich schon oft gehört. Eine hat mich mal abgeschossen, weil ich ihr zu westlich war.

 

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Inan Türkmen, 24, ist in Linz als Sohn türkischer Zuwanderer geboren. Sein Vater, ein kurdischer Alevit, arbeitet auf der Baustelle, seine Mutter begann als Putzfrau. Türkmen brach die Schule ab, machte „typische Ausländerjobs“, dann holte er die Matura nach. Derzeit studiert er Internationale Betriebswirtschaftslehre. Nach einem von vielen rassistischen Momenten in seinem Leben schrieb er sich mit „Wir kommen“ die Wut von der Seele.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Clemens Neuhold und Magdalena Possert (Foto)

 

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Bestätigung der Vorurteile

Dieser Mann bestätigt doch ganz genau die Vorurteile (sofern dies überhaupt Vorurteile sind) gegenüber "die Türken":


 ein Türke wird immer ein Türke bleiben, er sieht sich nicht als Österreicher, sondern bleibt auch in den nächsten Generationen der Türkei verhaftet,  mit all dem Nationalismus den die Türken leben.


 


 Bezüglich Trennung zwischen Islam und Islamismus möchte ich den derzeitigen türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zitieren, der 2008 öffentlich verkündete: "Es gibt keinen Islam und Islamismus. Es gibt nur einen Islam. Wer etwas anderes sagt, beleidigt den Islam"


 Was die türkische Politik in Europa plant (speziell durch die der türkischen Religionsbehörde unterstehenden Organisationen , wie Atib etc.) hat Erdogan auch öffentlich verkündet:


  "Die Demokratie ist nur der Zug auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten"


 


  Unter diesem Gesichtspunkt ist es verständlich, daß in den letzen Jahrzehnten Europa von türkischen Bürgern überschwemmt wurde.

Bestaetigung der Vorurteile

Er bestaetigt nicht die Vorurteile, er fuehrt sie ad absurdum.
Sehr gescheit und sehr lustig.
Gegen den Bierernst und gegen die Indoktrination. Bravo.

Ganz ehrlich: Dem geht es

Ganz ehrlich: Dem geht es doch nur ums Abkassieren. Mit so einem Buch kann er mehr Geld verdienen als mit einem gemäßigten, intelligenten, gut durchdachten Buch, das tiefer in die Materie eindringt und auch Lösungen anbietet.

 

"Österreich braucht seine gut ausgebildeten Türken und Migranten." Hier müsste man auf "bräuchte" korrigieren, denn gerade bildungspolitisch läuft da so viel falsch. Angesichts dessen, dass die zweite Generation schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat als die erste, wirkt so eine Aussage fast schon zynisch. Statt mit irgendwelchen Kampfparolen daherzukommen, sollte er lieber mal diesen Problemen auf den Grund gehen!

psychoanalyse 2

Sorry, ist mir was zwischen psyche und analyse gekommen  gekommen....

 

let's go on:

Eigentlich ist Türkmen nichts andres als Westenthaler/Hojac.

Hier wie dort jemand, der eigentlich zu der als überlegen imaginierten Mehrheit (der Deutschösterreicher, der Türken) nicht dazu gehört (als Slawe, als Kurde) und deshalb in völliger neurotischer Überreaktion umso vehementer behauptet ein echter (Türke/Österreicher) zu sein.

 

Also sein Minderwertigkeitskomplex als Kurde, der lieber ein echter stolzer Türke wäre, aber weiß,

dass er die Muttersprache nie ganz los wir, bringt ihn dazu, so ein Türkenstolzbuch zu schreiben.

 

Wenn er keinen Minderwertigkeitskomplex hätte, könnte er als Kurdo-Turkeo-Österreicher ja erkennen, dass man stolz sein kann, nur auf etwas was man selber zustande gebracht hat und dass Leute, die Nationalismus predigen und auf ihre Nationale Herkunft stolz sind, das meist nur deshalb nötig haben, weil sie selber, als einzelne Individuen in der Welt genau nichts zustande gebracht haben, worauf es sich lohnte stolz zu sein.

 

Also meine Erfahrung is:. die Türken machen sich meist dadurch unbeliebt, dass selbst viele, die hier aufgewachsen sind, diesen kranken, hohlen, übertriebenen Nationalstolz auf ein leeres Nichts betreiben.

(Und wenn man einmal gesehen hat, wie ein perverses Schulsystem  den Kindern in der Türkei einprügelt, dass nur ein Türke ein Mensch ist, versteht man manches...)

 

Statt hier abzuwiegeln und die Austrotürken auf ihre Menschlichkeit hinzuweisen, bei der wurscht ist, welche Sprache man spricht und welche Fahne man wedelt und zu welchem Gott man betet(wenn überhaupt), sondern nur zählt, wie man sich den Mitmenschen (allen Mitmenschen!! auch Mitfrauen!!!)gegenüber benimmt, hinzuweisen, schürt er den hohlen Türkenstolz.

 

Wie gesagt: Die Psychoanalyse sagt: Das ist nur Kompensation des Minderwertigkeitskomplexes eines assimilierten Kurden....

 

Ich wünsche Ihm, dass er eines Tages den Namen entdeckt, den seine Familie trug, bevor die Jungtürken sie "Türkmen" nannten, dass er ein bißchen Geschichte der Region, aus der seine Eltern stammen lernt, dass er begreift, in welch trauriger und bemitleidenswerten Form er ein Opfer des brutalen türkischen Nationbuildingprozesses wurde, die die immense ethnische und sprachliche und religiöse Vielfalt der KurdInnen und ArmenierInnen und TscherkesInnen und LazInnen und JüdInnen und GriechInnen etcetcauf das so jämmerlich uniforme und dummer Türkentum (eine Sprache, eine Religion, eine Nation) reduzierte.

 

Um den Preis vieler tausender Toter.

 

Wenn er diese Geschichtslektion gelernt haben wird, wird er vielleicht ganz relaxt hier leben können, Teil einer sehr bunten interkulturellen Vielfalt sein können, ohne die türkische Flagge als Ersatzphallus zu benötigen, ohne deren vermeintliche Macht er sich als kleines kurdisches Nichts fühlt.

 

Vielleicht aber bekommt er heute schon lobende Anrufe von der türkischen Botschaft, morgen darf er dann im Auftrag der türkischen Botschaft  KurdInnen aus der Wirtschaftskammer herausmobben und übermorgen wird er türkischer Botschafter in Berlin.

 

Er möge mir verzeihen, wenn spätestens dann mein Mitleid mit einem Opfer des aggressiven türkischen Nationalismus 

in Ekel und Feindschaft umschlagen wird. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

räusper

"ein kleines kurdisches Nichts" - pass auf deine Wortwahl auf.

Spekulation

Sorry, in dem Satz fehlt ein "offensichtlich".

....ohne deren vermeintliche Macht er sich offensichtlich als kleines kurdisches Nichts fühlt."

Ich sag ja nicht, dass er ein Nichts ist, ich kenn ihn ja gar nicht, ich sag nur,

dass die elementarste Minimalpsychologie erkennt, dass es da wohl

einen sehr oargen Minderwertigkeitskomplex geben muss,

wenn jemand, der in Linz  aufgewachsen ist und kurdische Eltern hat,

so dermassen den Türkenstolz pushen muss....

Das Westenthaler/Hojac-Syndrom halt.

Ich frage mich, wenn er nun mit einer Österreicherin Kinder haben wird 

und die Kinder ziehen dann nach Paris, weil ihnen in Linz die Leute zu fad sind,

ziehen die dann  als stolze Türken nach Paris?

Oder machen die das Gleiche was ihr Papa macht, genieren sich für den Türkenvater und 

 schreiben in Paris dann Bücher. "Die Österreicher kommen?"

 

 

 

räusper

"ein kleines kurdisches Nichts" - pass auf deine Wortwahl auf.

"Wenn dich ein Amerikaner

"Wenn dich ein Amerikaner fragt: Türke oder Österreicher ...?"

 

Ich finde diese Frage unglücklich, da sich "Türke" und "Österreicher" ja nicht ausschließen. Türke zu sein ist eine VOLKszugehörigkeit, Österreicher zu sein ist eine STAATszugehörigkeit.

 

So gibt es ja auch slowenische Kärntner, die ethnisch gesehen Slowenen, aber von ihrer Nationalität Österreicher sind.

Das gleiche gilt für ungarische und kroatische Österreicher im Burgenlande.

Nur bei der deutschsprachigen Mehrheit der Österreicher darf man halt nicht sagen, sie seien Deutsche (das wäre ja voll naaazi).

Dabei ist das nur logisch. Wer in die k.u.k. Monarchie zurücksieht, weiß, das deutsche Vorarlberger so wie slowenische Krainer oder polnische Lemberger allesamt Österreicher waren, aber jeder gehörte halt einem anderen Volke an.

 

Das ist ja nichts schlimmes. Heutzutage verdrängt man, daß deutschsprachige Österreicher Deutsche sind, weil das an das Dritte Reich erinnert. Aber das tut nichts zur Sache. Oder woher kommt es, daß viele Serben švabo zu Deutschen wie (deutschen) 'Österreichern' sagen? Weil sie eben ein Volk sind. Das gleiche gilt für türkisches Alman oder Almancı.

 

Die meisten Österreicher sind Deutsche, dann gibt es noch Kroaten, Serben, Ungarn, Slowenen, Türken, usw.

 

Ich glaube, mit dieser Sicht der Dinge würde man eine Menge an Integrationsproblemen lösen: Keiner muss sich entscheiden, ob er Türke oder Österreicher ist; er ist beides (soferne er die österr. Staatsbürgerschaft hat).

Die Alev Korun ist halt eine Türkisch-Österreicherin, die Vassilakou eine Griechisch-Österreicherin und der Häupl halt ein Deutsch-Österreicher. Ist das so schwer?

 

 

 

Hmmm...

So einfach ist die mit der österreichischen Identität nicht. Die meisten würden sich dagegen wehren, einfach als "Deutsche" bezeichnet zu werden. Österreich hat es schon gegeben, als Deutschland noch in unzählige Fürstentümer aufgesplittet war. Und nationale Identität ist natürlich immer auch etwas konstruiertes, aber spätestens ab dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde ganz intensiv daran gearbeitet, eine österreichische Identität zu schaffen (wie es auf ähnliche Weise Jahrzehnte später auch in den ex-jugoslawischen Staaten passiert ist) - recht erfolgreich, zumindest haben auch die Schwachköpfe der FPÖ die Zeichen der Zeit erkannt und sind vom Deutschnationalismus ("Österreich ist eine ideologische Missgeburt") zu Österreich-Nationalismus ("Österreich zuerst") gewechselt.

 

"Oder woher kommt es, daß viele Serben švabo zu Deutschen wie (deutschen) 'Österreichern' sagen?"

Das sagt gar nichts. Die meisten Österreicher sagen auch "Jugo" zu Bosniern, Serben, Kroaten... hat viel mit Ignoranz zu tun - und viele "Jugos" sind mit dieser Bezeichnung vermutlich nicht glücklich.
Und švabo kommt von Schwabe - wer hier ist bitte schon ein Schwabe?

Ok, genug zur Verwirrung beitragen. Ob "Volk" oder "Staat", stolz braucht man auf beides nicht sein.


 

Die Bezeichnung švabo kommt

Die Bezeichnung švabo kommt davon, weil die Südslawen zuerst mit Schwaben (Banater Schwaben) in Berührung gekommen sind, dann hat man das auf alle Stämme der Sprachgruppe ausgeweitet (Man denke an Allemands für Deutsche, abgeleitet von den Alemannen).

 

Und Jugo zu sagen ist nicht ignorant, sondern einfach nur die Wahrheit. Was unterscheidet bitte Serben und Kroaten? Sie haben eine andere Religion und einige Wörter werden anders ausgesprochen... jaaa toll, das sind aber noch nicht genügend Unterscheidungsmerkmale, sondern die Einteilung in Serben und Kroaten ist einfach nur politisch motiviert.

 

Man denke an einen protestantischen Berliner, der auch anders redet und sich manchesmal anderer Worte bedient als der katholische Bayer. Beides sind Deutsche.

 

Und die Aussage "Österreich hat es schon gegeben, als Deutschland noch in unzählige Fürstentümer aufgesplittet war" stimmt einfach nicht. Das wird dir so kein Historiker bestätigen. Damals war "Deutschland" alles, wo deutsch gesprochen wurde. Die Länder des heutigen Österreich (nicht des damaligen, das bis in die heutige Ukraine reichte) waren ebenso deutsche Gebiete wie Bayern, die Pfalz oder Ostpreußen. Und nur weil es Deutschland als Staat nicht gab, heißt es ja nicht, daß es noch keine Deutschen gab. Was soll diese Argumentation? Gibt es etwa auch keine Kurden, nur weil Kurdistan kein unabhängiger Staat ist?

 

Und daß du weder auf dein Volk noch auf deinen Staat stolz bist, outet dich als vaterlandslosen Gesellen, der wohl jeden Menschen, der sich nicht seines Heimatlandes schämt, als "ungebildet", "komplexbehaftet" oder "Fascho" beschimpft.

Echt traurig!

 

 

Was man so alles reininterpretieren kann...

ich habe geschrieben, dass es deutschland nicht gegeben hat und nicht, es hätte keine deutschen gegeben. und einen staat oder ein königreich deutschland hat es damals tatsächlich nicht gegeben, im gegensatz zu österreich.


MIR ist es vollkommen egal, ob sich wer alles jugoslawe, kroate oder serbe sieht, aber meine erfahrung mit der thematik sagt mir, dass z.b. viele (aber durchaus nicht alle) kroaten nicht als jugoslawen bezeichnet werden wollen. den staat kroatien gibt es ja mittlerweile auch schon ein paar jährchen, viele biber-leser haben jugoslawien wohl gar nicht mehr miterlebt, also ist es doch etwas seltsam und meiner meinung nach ignorant, sie als jugos zu bezeichnen. immerhin gab es da so etwas wie einen krieg, falls du das vergessen hast.


und dein letzter satz ist doch ziemlich schwachsinnig, so viele unterstellungen ohne die geringste basis, najo... und NEIN, ich bin nicht stolz auf den staat oder das "volk" - ich bin nur auf dinge stolz, zu denen ich selbst etwas beigetragen hab, und da gehört mein geburtsort nicht dazu, den hab ich mir nicht ausgesucht. deswegen schäme ich mich aber auch nicht für österreich, wo auch immer du das herausgelesen hast - aus dem gleichen grund, warum ich auch nicht STOLZ bin. nationalstolz, was für ein ekelhaftes wort! 


und einerseits soll man stolz auf seinen staat sein, andererseits sind kroaten und serben etc. sowieso alle jugoslawen und österreicher sowieso deutsche? ist das nicht ein widerspruch?

Es gab auch damals ein

Es gab auch damals ein 'Deutschland' : alle Gebiete, in denen Deutsch gesprochen wurde -  ich habe nicht von 'Staat' gesprochen. Kurdistan oder Wallonien sind aber auch kein Staaten, und trotzdem gibt es diese Länder.

 

Und bitte sage nicht dauernd, 'Österreich' hätte es vor 'Deutschland' gegeben. Welches Österreich meinst du? Das im Sinne von Ober- und Niederösterreich? Das Kaiserreich Österreich (auch erst im 19. Jh entstanden)?

 

Populärwissenschaftlich bis zum Geht-nicht-Mehr.

"Populärwissenschaftlich":

"Populärwissenschaftlich": ein Forumseintrag ist keine Diplomarbeit, natürlich ist das im besten Fall populärwissenschaftlich. Oder zitierst du deine Quellen wissenschaftlich korrekt?

Aber egal, die Diskussion ist überflüssig, weil es einfach eine Frage der Definition ist. Völkerrechtlich gibt es z.B. tatsächlich kein "Kurdistan", oder gibt es Kurdistan in irgendeinem internationalen Gremium?
Du gehst von Deutschland als Sprachgemeinschaft aus, ist eine Definition, aber sicher nicht die einzige... den Großbritannien, Frankreich oder Spanien kannst du ja auch nicht an der Sprache festmachen, weil die in unzähligen Ländern gesprochen werden.
 


Deine Ansicht, alle ex-jugolawischen Staaten könne man nach wie vor bedenkenlos als Jugoslawien bezeichen, deutet erstens darauf hin, dass du Serbe/Serbin bist (gut, das würd ich an deinem Nick auch noch erkennen), weil die sich am ehesten noch als Jugoslawen bezeichnen, bei beispielweise Kroaten kommt das wesentlich seltener vor bzw. ist in manchen Kreisen absolut verpöhnt. Zweitens: auch als Sprachgemeinschaft kann man Jugoslawien nur teilweise bezeichnen, siehe Slowenien. Drittens: Jugoslawien als gemeinsamer Staat ist auch eine relativ neue Konstruktion und nicht einmal 100 Jahre alt. Aber natürlich ist es mir lieber, es werden die Gemeinsamkeiten hervorgehoben anstatt sich gegenseitig abzuschlachten.

Du wirst dir nicht viele Freunde machen, wenn du Österreicher einfach als Deutsche bezeichnest. Unabhängig davon, ob das aus einer geschichtlichen Perspektive unter Umständen eventuell legitim ist, fühlen sich in der Realität kaum Österreicher als Deutsche (und die, die das doch tun, sind in der Regel Neonazis). Es gibt ein Anschlussverbot, es gibt verschiedene Entwicklungen in Politik,  Sprache, Kunst, Film oder Literatur und viele andere (kleine) Unterschiede. Wenn du das alles ignorieren willst, bitte, ich kann dich daran nicht hindern bzw. ist es mir vollkommen egal - aber den Vorwurf der Ignoranz wirst dir schon gefallenlassen müssen. 

Wieso ist es

Wieso ist es manchmal politisch erwünscht, Staaten/Völker auseinanderzudividieren (BRD/Österreich, Serbien/Kroatien) und Unterschiede hervorzustreichen, bei anderen aber schwört man auf Zusammengehörigkeit?  


 


Einerseits wollen wir ein Vereintes Europa, und andererseits darf nicht zusammengehören, was viel eher zusammengehört.


 


PS: Bei dir hört sich Serbe zu sein so vorwurfsvoll an :-) Was bist du eigentlich? Bitte sage jetzt nicht, 'Europäer'/'Mensch' oder so einen Blödsinn, das ist zu schwammig.  

Aaaalso...

Das mit der Zusammengehörigkeit ist so eine Sache, weil irgendetwas einmal zusammengehört hat, muss das ja nicht ewig so bleiben. Ich könnte dann ja auch behaupten, Bosnien und Österreich gehören zusammen, weil beide einmal zum Habsburger Reich gehört haben. So etwas ändert sich einfach und man sollte ernst nehmen, als was sich die Menschen fühlen, anstatt alles unter "ein Volk" zu subsummieren. Soll heißen, die Problematik ist komplex, jedes Land und jede Gruppierung muss einzelnd betrachtet werden, die Umstände im Baskenland, in Südtirol oder in Kurdistan (bzw. wenn, dann in den Kurdistans, die sich mitunter sehr voneinander unterscheiden) sind komplett unterschiedliche. Es ist einfach ein Spannungsverhältnis zwischen Autonomie von Minderheiten und Nationalstaaten, das Streben nach Unabhängigkeit wird schnell zu Zersplitterung und Lokalpatriotismus (nicht umsonst gibt es den Begriff Balkanisierung für Aufsplitterung in immer mehr Kleinstaaten). Ich nehm hier keine eindeutige Position ein, aber man soll das Thema einfach sensibel behandeln und nicht alles in einen Topf werfen, was nicht in einen Topf geworfen werden will. Österreicher wollen in der Mehrzahl nicht als Deutsche bezeichnet werden, das ist eine Tatsache, die man ruhig akzeptieren könnte.

 

Und "Serbe" meine ich mit Sicherheit nicht vorwurfsvoll, wie ich vorher geschrieben habe, sucht sich keiner seine Herkunft aus, und deshalb ist es genauso gut oder schlecht, ob man aus Serbien, Österreich, Kroatien, Deutschland oder Ghana kommt. Aber man sollte als Serbe eher vorsichtig damit umgehen, die Nationen, die durch und nach dem Krieg entstanden sind, einfach wieder als "ein Volk" zu bezeichnen, zumindest bringt es einen leicht in die Nähe von rechtem Gedankengut von einem großserbischen Reich (genauso, wie man als Österreicher mit gewissen Themen besonders sensibel umgehen sollte). Ich bin auch dafür, dass Serben und Kroaten, Mazedonier und Slowenen wieder zusammenrücken, aber das kann man nicht zwangsverordnen und wird vermutlich noch Jahrzehnte dauern - der Krieg ist einfach in das kollektive Gedächtnis eingebrannt (und wird natürlich auch von lokalen Politiken ausgenutzt).

 

Ich selbst bin klassischer Wiener, d.h. mit weit verstreuten Wurzeln in Österreich, Ungarn, Rumänien, Kroatien (letzteres weiß ich erst seit kurzem, ich fühl mich 0% als kroatisch). Bin aber sozusagen als Österreicher erzogen worden, d.h. ich hab keine besonderen Verbindungen z.B. zu Ungarn. Ich fühl mich aber auch nicht mit Tirol oder Kärnten verbunden, wenn ich mich als irgendwas bezeichnen müsste, dann als Wiener und Europäer.

Gut, daß heißt du bist ein

Gut, daß heißt du bist ein Deutschösterreicher (auch wenn deine Eltern von irgendwo herkommen, aber keiner hat Vorfahren nur aus einem Stamme), der sich nicht so nennen will, weil er den Begriff zu braun deucht.


 


 


 


 

volk ist ein unbrauchbares wort

Volk ist meines Erachtens  ein unbrauchbares, weil politisch sehr belastetes Wort.

Ich plädiere dafür, es nicht zu verwenden.

Es gibt Sprachen und wenn man will, Sprachgemeinschaften, also 

ein Raum von Dialekten, die zur gleichen Sprache gerechnet werden.

Da gehören viele ÖsterreicherInnen zur deutschen Sprachgemeinschaft.

Und viele türkische, syrische, iranische und irakische StaatsbürgerInnen zur kurdischen Sprachgemeinschaft.

Und es gibt Nationen. Das sind Konstrukte, die in historischen Prozessen entstehen und vergehen.

Da hat die österreichische Nation mit der deutschen gar nichts zu tun.

Andre Geschichte, andres Phantasma.

Im Gegenteil: Die österreichische Nation wurde unter andrem vom Kommunisten Alfred Klahr im KZ Auschwitz

als politischer Gegenentwurf gegen das Deutschtum erfunden!!

(einen Haufen andre Wurzeln hat sie auch noch...)

Und die türkische Nation wurde als Zerfallsprodukt des osmanischen Reiches

erfunden, um dem verbleibenden Rest von Menschen verschiedener Sprachen, Religionen, Traditionen

zu einem damals modernen Nationalstaat zu verschweißen.

Dafür  wurde ermordet und vertrieben und unterdrückt, was sich nicht

dem Diktat "Eine Fahne, eine Nation, eine Sprache, eine Religion" unterwarf,

die ArmenierInnen, die Kurdinnen, die Juden und Jüdinnen.

 

Es gibt Staaten.

Die müssen sich nicht mit Nationen überschneiden. 

Die Idee des Nationalstaates, also dass eine Nation auch einen Staat haben soll, 

ist eine Idee des 19 Jahrhundert, die sich wohl hoffentlich nicht mehr lange halten wird.

Und es gibt Bevölkerungen.

Also die realen Menschen, die auf einem bestimmten Territorium leben. 

Ganz sicher gehören wir hier alle zur österreichischen Bevölkerung,

Wir haben eine, oder mit viel Glück zwei oder drei Elternsprachen.

Wir sind mit manchen Gegenden in der Welt vertrauter,

weil unsere Familiengeschichte, oder unsere eigene Geschichte oder unsere 

Besesssenheit uns damit verbindet.

Aber Leute, die glauben, dass sie wegen ihrer Sprache(n), ihrer besseren

Vertrautheit mit dieser oder jenen Gegend oder wegen

der Herkunft ihrer Eltern von hier oder da was besseres sind, 

sind entweder Leute mit Minderwertigkeitskomplexen, die sie kompensieren müssen oder

Leute, die von einer politische Gehinwaschmaschine erfolgreich verblödet wurden. 

 

 

 

.

 

 

bei den meisten punkten geb

bei den meisten punkten geb ich dir recht. mein "volk" stand unter anführungszeichen, um auszudrücken, dass es nicht meine wortwahl ist (weil ich selber nichts von dem begriff halte), aber nach wie vor oft verwendet wird.
alfred klahr hat seine texte zur österreichischen nation übrigens nicht in auschwitz geschrieben, sondern ein paar jahre früher in österreich.

viel wahres dran...

aber wenn die sprache derjenigen, die gegen türken und den islam sind, immer einfacher wird, und die sprache der gemäßigten, die dagegen halten und das ganze relativieren, immer komplizierter und intellektueller, ziehen die zweiteren tendenziell den kürzeren. deswegen find ich es fall von "wir kommen" interessant, mit überspitzen thesen und einer simplen "wir"-sprache reinzufahren, um etwas aufzubrechen - ob es gelingt, ist eine andere frage, das hängt auch davon ab, wie nachhaltig die debatte ist

was die psychoanalyse dazu sagt

Also, seine Familie sind kurdische Alewiten, die nach Österreich ausgewandert sind.

Und er schreibt hier ein Buch, dass den Türkenstolz noch ein bißchen mehr aufbläht.

Was kann man daran erkennen?

 

Der ersten Assimilation, der er ausgesetzt war, nämlich der Assimilation und Unterdrückung der kurdischen Kultur 

hat er sich blind und unkritisch unterworfen.

Die zweite Assimilation, die im nahegelegt wurde, die vom "Migranten" zum Österreicher, verweigert er stolzen Hauptes.

 

Warum ist das wohl so?

Ich glaube: weil Österreich eben demokratisch ist, man mit so einem Buch sich hier eher eine Karriere begründen als verbauen kann, weil er eben genau mit diesem Buch sich auf die Bühne der erfolgreichen Einwanderer hinaufschreiben kann.

(Vermute ich, ich habs nicht gelesen.)

In der Türkei so ein Buch als Kurde wider die Assimilation und Unterdrückung der KurdInnen zu schreiben, hätte den gegenteiligen Effekt:

Er würde seiner Karriere schaden, eventuell wie über 100 andre JournalistInnen im Häfn landen, der Geheimdienst wäre ihm auf den Fersen etcetc

 

Ich finde diesen Türkmen daher saupeinlich.

Einer, der den Rebellen spielt, dort wo es nichts kostet, aber den Schwanz einzieht, wo die 

der Stolz auf die eigene Herkunft etwas kosten würde, gefährlich ist.....

der ist für mich ein traurige Figur.

Einer, der  jämmerlich sein Fähnlein nach dem türkischen Wind richtet, aber sich 

in der eigenen Badewanne als wilder Pirat geriert....

 

Erbärmlich.

 

Ich weiß, es ist vollkommen

Ich weiß, es ist vollkommen tiaf und subjektiv und primitiv und einfach gestrickt und woswasi...

Aber so einen Bart trägt Conchita Wurst auch... (der war einfach aufglegt) Die Ähnlichkeit ist sehr bestechend.

"Österreich braucht seine

"Österreich braucht seine jungen, gut gebildeten Türken und Migranten."

Aufwachen! Der Alltag in den Schulen sieht anders aus - die meisten türkischen Migranten haben massive sprachliche Probleme und kommen schon alleine aus diesem Grund in der höheren Schulen nicht mit. Es gibt selten Schüler, die die Ausdauer, die Kraft und die Konzentration haben, sich den Stoff zu erschliessen. Dumm sind sie alle nicht, aber schwer haben sie's alle sehr. 9 von 10 hören auf.

Und wenn man dann die Berichte liest, wie hoch der Anteil von Migranten ist, die keinen Beruf erlernen, keine Schule besuchen und auch keinen Abschluß haben, dann frag ich mich, wo der Author seinen Eindruck her hat.

"Flughafen mit Rosen begrüßt"

Türkische Kollegen von mir kommen nach Österreich und fragen mich, welche Leute wir hier haben - und das nur diejenigen nach Österreich gekommen sind, die in der Türkei keine Perspektive hatten und haben. Ich glaube nicht, daß diejenigen ein Motiv haben, zurückzugehen.

"fünf Mal am Tag betet"

Ist für mich kein Problem, Religion ist Privatsache - aber PRIVATsache, und nichts, was man anderen aufzwingen kann, und wo andere Menschen auf einmal gesellschaftlichen Zwängen unterworfen werden.

und besser: "wenn _E_ine Frau ohne Zwang ihr Kopftuch trägt"

und signalisiert: Ich bin nichts für Nicht-Moslems - ich darf nur einen frommen Moslem heiraten, denn alle anderen nicht-moslemischen Männer sind "ungläubige Sünder". Das hat einen gewissen faschistoiden Touch - wir sind wir, und die anderen sind sicher nicht so toll wie WIR. SO ist es doch - geben Sie's doch zu, Hr. Author. Oder warum gibt es kaum Vermischung zwischen türkischen und österreichischen Familien? Das liegt nicht nur an den bösen "ausländerfeindlichen Österreichern".

Overall denke ich, das der Author ein netter Mensch ist - vor allem der Schluß des Interviews stimmte mich positiv.

Aber trotz alledem denke ich, daß sein Ansatz falsch ist - die türkische Gesellschaft muß das "Mir san mir" ablegen. Sie können nicht sagen, wir Österreicher sollen doch weniger nationalistisch sein, und selbst sind sie das aber dreifach so arg. Und in vielen Fällen stockkonservativ und mit schweren traditionalistischen Zwängen belegt, die die meisten Österreicher des 21. Jh's schon abgelegt haben.

 

So far,

Woswasi

wos wast du?

einen faschistoiden touch? mit solchen aussagen wäre ich sehr vorsichtig!

Wovor muß ich mich fürchten?

Wovor muß ich mich fürchten? Ich kann die Aussage sogar begründen - schlag mal in Wikipedia nach...

Ich hab den Text nur überflogen...

und das alleine reicht mir, um zu fragen, ob der Author von HC Strache und der FPÖ finanziert wurde, dieses Pampheltl zu schreiben. Denn der gesamte Inhalt ist nur Wasser auf die Mühlen der FPÖ. Auch die Verkaufszahlen sprechen für sich - die Leute kaufen das Buch aus dem selben Motiv, wie sie Bücher über das Ende der Welt kaufen. Und nicht, weil es so interessant ist.

 

Für mich ist das alles ein Warnsignal.

„Wir sind hungriger und schneller“

Mich deucht, daß gerade das eine Aussage ist, bei denen Nichttürken aggressiv werden. Weil sie es als präpotente Überheblichkeit einschätzen, wenn sich Türken in den Himmel loben.

aber es is lustig

Also irgendwie, was prangert denn die Belakowitsch Jenewein an? Die Migranten, die sich nicht in ihr Leistungsschema blind einfügen, die nicht solche "Vorzeigebeispiele" wie Inan Türkmen sind (Sie nennt ihn wirklich selbst "Vorzeigebeispiel"). Und worüber schreibt Inan Türkmen? Eben darüber, wie die erfolgreichen Attila Dogudans, also diejenigen, deren Sozialversicherungsbeiträge Belakowitsch Jenewein großzügigst akzeptiert, die populistisch konstruierte Urangst der extremen Rechten, den Verlust ihrer vermeintlichen "Leitkultur" (Lederhosenwahn,... nennen Sie es, wie Sie wollen) erfüllen.

 

Also einerseits lobt er ja nur jene, die die FPÖ auch lobt und andererseits erzählt er die selben Gruselgschichtn, die auch die FPÖ ihren Wählern reinklopft: das Ausrotten der "österreichischen Kultur" durch die "Türkische Kultur".

 

Ich habe das Buch nicht gelesen, aber es geht doch Inan Türkmen darum, dass die erfolgreichen türkisch-stämmigen Österreicher, die den Neoliberalismus bereitwillig mitspielen, irgendwie "kulturell und sozial Österreich überrollen", oder?

Mir geht dabei folgendes gegen den Strich:

Inan Türkmen geht ein auf diese Idee der "Leitkultur", die als hermetisch missverstanden wird. Gebräuche sind Dinge, die wir alltäglich tun, weil wir sie "brauchen". "Kultur" ist etwas dialektisches und hochgradig pragmatisches, in das gerade in Österreich schon immer Elemente aus vielen Regionen eingeflossen sind. Warum meint er, es gäbe eine starre, österreichische Kultur, die er und seine anderen "hungrigeren Türken" so "verändern" könnten? Oder warum begreift er es als "verändern"? Der Einfluss der türkisch-stämmigen Österreicher auf die Kultur in der Gegend, in der sie leben ist genauso wie Hubert von Goisern, Balkanjazz und deutesches Privatfernsehen ein Teil, der sie zu dem macht, was wir täglich als die Kultur unserer Umwelt erleben. Alles andere ist Romantisieren, Gebrüder-Grimm-Style, historisches Reenactment, Trachtenverein...

Also das ist dann leider doch FPÖ-Niveau. Allerdings kann ich die Versuchung verstehen, ein Buch schreiben zu wollen, dass den Heimatstolzen auf ihrer Wellenlänge zu begegnen und ihnen auch dort eine Nase vorraus zu sein. Ich hoffe eben, dass Inan Türkmen das ironisch meint und nicht glaubt, es läge Wert darin, wenn sein Trachtenverein deren Trachtenverein crasht...

Ich finde die Argumente, die

Ich finde die Argumente, die du machst ziemlich interessant und gut. Ich glaube Inan Türkmen wollte ja eigentlich was positives erreichen und zeigen, dass Türken eben nicht dem Bild entsprechen, welches Sarazzin gezeichnet hat. Aber es besteht eben die Gefahr, dass der Schuss ziemlich nach hinten los geht, weil er eben genau das sagt, vor dem so manche Österreicher anscheinend ja Angst haben  - überspitzt gesagt eben dass "die Türken"  "die Österreicher"  "überrollen" und ihre "Kultur zerstören" - und ich habe so ziemlich die Bedenken, dass er damit ungewollt Ressentiments gegen Türken noch mehr schürt, als sie zu entkräften und zu dekonstruieren und das ist eigentlich alles andere als gut für das offene und gemeinschaftliche Zusammenleben aller Menschen in diesem Land....Aber ich denke, man sollte das Buch mal lesen und sich dann ein eigenes Bild über den Inhalt machen...

gegenteil von gut gemeint?

guter punkt, linda! der abwehrrreflex bei den österreichern ist natürlich groß, angesichts solcher plakativen, einseitigen thesen. andererseits wirst du eher wahrgenommen, wenn du selbstbewusst sagst: das bin ich, hier stehe ich, das will. so jemanden kann ihn nicht mehr einfach in die türke-aus-ostanatolien-schublade abschieben. wenn die österreicher dadurch ihre jungen, selbstbwussten türken stärker wahrnehmen, dann könnte sich die debatte ein stück weit verschieben. und das wäre überfällig.

Du hast viel geschrieben,

Du hast viel geschrieben, aber nichts gesagt.

 

Schön, wenn du über "historisches Reenactment" sprichst (sagt dir Fremdschämen etwas?), aber dadurch irgendwen von deinem Standpunkte überzeugen kannst nicht.

Und die Gebrüder Grimm sind jetzt auch nicht so schlimm, genauso wie Trachtenvereine. Ich bin auch kein österreichischer Nationalromantiker, aber deswegen muß man die Kultur des Landes nicht gewaltsam umbilden.

Nicht nix!

Also ich habe viel geschrieben. Das stimmt. Und mir sind in der Hast wirklich ein paar Grammatik- und Rechtschreibfehler unterlaufen. Aber ich habe keinen Fehler in der Wiedergabe meiner Meinung gemacht. Für den aufmerksamen Leser wirkt der Text vielleicht redundant, ich habe bewusst meine Ideen in verschiedenen Formulierungen wiederholt, um sie wirklich klar zu machen.

 

Du selbst sprichst von "gewaltsam umbilden", also du gehst auch davon aus, dass die österreichische Kultur ein Block ist und die türkische Kultur ein anderer, der den Ö-Block "gewaltsam umbildet". Wenn wir in Bildern sprechen, dann fände ich um mein Verständnis des Kulturkonflikts/ der "grenzenlosen Weltkultur" zu verdeutlichen, ein unendliches Strickstück besser, das immer weitergestrickt wird und das aus unendlich vielen Fäden ein Ganzes bildet.

 

Und das ist mein Punkt. Man darf sich nicht auf das Niveau herablassen, zu glauben und zu vertreten, dass es die "österreichische Kultur" als fixes, unabänderliches Ding zu sehen. Die Gebrüder Grimm ziehe ich deshalb in den Vergleich, weil sie traditionell mündlich tradierte (und immer veränderte/angepasste) Geschichten niedergeschrieben haben und ihnen somit eine wichtige Eigenschaft gestohlen haben, das Pragmatische, das Gelebte, das Dialektische. Sie haben romantisiert und damit eigentlich die Erzählkultur, die sie "bewahren" wollten, missverstanden. Trachtenvereine missinterpretieren Tracht. Tracht eines Landes ist alles, was in dem Land getragen wird.

 

Findest du immer noch, dass ich da nix sage?

"wir sind hungriger und schneller"

der sympathische author liegt ganz falsch. heute sind es die chinesisch-stämmigen-österreicher bzw. die asiaten, die" hungriger und schneller sind". da hat der herr türkmen die neueste entwicklung, die im restlichen europa bereits voll im gange ist, verpasst!

das china europas?

die türkei hat in gewissen branchen das potenzial, zum china europas zu werden, siehe wirtschaftszentren  in anatolien - was nicht schlecht wäre, weil wir uns dann die völlig unökologischen transportwege ersparen

@clemens

na das schaue ich mir an, wie die türken die chinesen vertreiben, ahahahahha. potential hin oder her. bitte clemens, bleib realistisch.so ein schmarrn. erkundige besser, in diesem punkt liegst du vollkommen daneben!

"wir sind hungriger und schneller"

der sympathische author liegt ganz falsch. heute sind es die chinesisch-stämmigen-österreicher bzw. die asiaten, die" hungriger und schneller sind". da hat der herr türkmen die neueste entwicklung, die im restlichen europa bereits voll im gange ist, verpasst!

kanns nicht mehr hören

also das Geschwafel von "Der Gefahre aus dem Osten", Menschen nur noch in Leistung zu messen und nach "Rasse" zu kategorisieren... au weia, in was für ein Fahrwasser man da gerät!

vom Migrantentrottel zum Wuttürken

(auch ich wollte jetzt mal provozieren - scheinen ohnehin alle dem Thilo nachzumachen) ;)

 

ps.: schönes interview! bin gespannt ob wir von dem nochmal hören!

na

na ja, das interview hat zu wenig scharfe punkte. die antworten sind schon "vorgefertigt". man hätte fragen aus einem anderen blickwinkel stellen sollen. meine persönliche meinung: zum teil völlig misslungenes interview, man hat nichts neues herausgeholt bzw. erfahren!

oho!

hätte nicht gedacht, dass ich sobald schon wieder von ihm höre: Türkmen in der ZIB 24!

da war er nervös, oder?

Ich fand ihn in der ZIB24 ein bisschen unsympathisch, aber ich schätze mal, er ist kein Medienprofi und war daher in der ganzen Interviewsituation ein bisschen nervös.

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