Assassine sind keine Gentlemen

22. Oktober 2015

Im viktorianischen England kämpfen zwei neue Assassine, Jacob und Evie Frye gegen die bösen Templer. Die haben aber alle Macht in ihrer Hand. Können die ungleichen Geschwister den Kampf gewinnen? Ubisoft's neuester Streich im Test.

ac syndicate
Screenshot: Adam Bezeczky

Die Industrielle Revoultion war das goldende Zeitalter für Grossbritannien. In dieser Zeit spielt das neue Assasins Creed: Syndicate. In der riesigen Spielewelt, die London nachempfunden ist, brennt der Hut: gierige Fabriksbosse schinden Arbeiter bis aufs Blut. Kinderarbeit, Armut und Gangs machen den Alltag alles andere als gemütlich. Die Templer haben alle Ebenen der Stadt infiltriert. Die Assassine Evi und Jacob haben keine Zeit zu verlieren und müssen dem Unrecht ein Ende bereiten.

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Screenshot: Adam Bezeczky

Soweit sogut. Messerschaf beginnt das Spiel: wir rauschen auf einer Zuggarnitur durch die britische Landschaft und schleichen uns in ein geheimes Labor. Hier müssen wir den menschenquälenden Professor umlegen - eine gute Tat also. Und so fühlt sich der ausufernde Kampf dann auch in der britischen Hauptstadt an. Während wir in AC:Unity noch der "Schani" für alle möglichen Charaktere der französischen Revoultion waren, sind wir in Syndicate deutlich fokussierter unterwegs. Wir wollen die (britische) Welt vom Schurken Crawford Starrick und seinen Schergen säubern und jede unserer Handlungen schwächt seinen eisernen Würgegriff. 

Pfeif auf Gegner

Damit kommen wir zur offenen Spielwelt. Ubisoft hat gegenüber Unity die Spielwelt entrümpelt: das macht sich an den stabilen Framerates bemerkbar. Nur ganz selten gibt's Ruckler und der ganze Spielverauf profitiert davon. Verfolgungsjagden mit der Kutsche sind spannend und erinnern an die Welt von GTA - nur eben mit 2 Pferdestärken. Wir dürfen auch wieder den 1a Schmäh, das Pfeifen wieder verwenden. Unvorsichte Wachen lassen sich so leicht anlocken - allerdings sollten nie mehr als 2 gleichzeitg den Pfiff hören. Mit mehr Gegnern wird es für unsere Assassinen schwer, die Oberhand zu behalten. Ubisoft hat sich auch bei anderen Spielen Anleihen genommen. Neben dem Parcours-Klettersystem hält auch der aus Batman bekannte Wurfhaken Einzug in die Assassins Creed Welt. Damit bewegen wir uns deutlich schneller von A nach B - das ist angesichts der immer größer werdenden Karten auch dringend notwendig.

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Screenshot: Adam Bezeczky

Scharfe Story

Die Hauptstory ist spannend gestaltet und die Aufgaben sind vielfältig - je nach Charakter können wir entweder mit roher Gewalt (Jacob) oder mit einer Schleichtaktik (Evie) vorgehen. Die Gegner halten einiges aus, also ist die direkte Konfrontation manchmal ein Fehler: Assassine schleichen eben lieber. In den Nebenmissionen stärken wir unsere hauseigene Straßengang, die Rooks. Diese halten uns bei Verfolgungsjagden mit den Bobbies und der gegnerischen Templergang den Rücken frei, ähnlich wie in Unity. Die Gegenwartsstory wird in Zwischensequenzen vorangetrieben - es ist aber besser, man konzentriert sich auf die Hauptstory.

Die Kritik gemeuchelt

Insgesamt bin ich vom neuen Assassins Creed: Syndicate begeistert. Die Story ist spannend und fokussiert, die Steuerung wurde enthakt, die Grafik sieht gut aus und wirkt glaubwürdig. Die Neuerungen sind sinnvoll und Ubisoft hat sich mit diesem Spiel eindrucksvoll von der Klippe zurückgeschwenkt, auf der Unity balanciert ist. Kritiker werden immer etwas zu bemängeln finden, aber sollten immer daran denken, dass Assassine ums Eck lauern könnten. Klare Kaufempfehlung!

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