Aufregung um rosafarbene Kinderüberraschungs-Eier!
Aus dem Hause Ferrero der neue Schocker: rosafarbene Kinderüberraschungseier nur für Mädchen! :O
Seit Anfang August gibt es in Deutschland (keinen Plan, ob es das bei uns schon gibt) Kinderüberraschungseier von Ferrero in den Supermarktregalen, welche "nur für Mädchen" sind. Die Packung ist rosa, mit Blümchen und Feen-Figuren vom Winx-Club.
Würde mir eigentlich am Allerwertesten vorbeigehen, wenn ich nicht durch Facebook auf einen Artikel gestoßen wäre, in dem es darum geht, dass Feministinnen und Genderforscherinnen über diese Süßigkeiten schwerst empört sind! Sie werfen dem Konzern Sexismus und Gender-Apartheid vor, sowie die Verstärkung von Geschlechterklischees und "Pinkifizierung".
Ja, gibt's denn sowas auch? Ich bin jeder Frauenrechtsaktivistin schwer dankbar dafür, dass sie gekämpft hat, damit ich heute als Frau so ziemlich alles machen kann, was ich möchte. Aber womit befassen sich die heutigen Feministinnen?
Diese Debatte um die Geschlechterrollen finde ich in dem Bezug echt lächerlich, denn Tatsache ist es, dass die meisten Mädchen auf Rosa stehen - die Armen werden wohl sicher alle Stripperinnen mit Vaterkomplex (Achtung Sarkasmus!)
Und genau diese Mehrheit spricht der Konzern an. Das heißt nicht, dass alle anderen Mädels (oder auch Jungs, denen das gefällt) nicht normal sind oder sonst was. Das ist einfach reines Marketing, das Geld einbringt, indem es die Mehrheit der Zielgruppe anspricht.
Jene Mädchen, die das nicht anspricht, werden auch nicht damit spielen. So einfach ist das. Also denke ich auch nicht, dass sie jetzt irgendwie von, in Rosa verpackter Schokolade, beschützt werden müssen. Es geht um Schokolade, mein Gott!
Die meisten Mädchen haben Rosa gern, sowie Glitzer und Spielzeugherde. Ja, ist denn das so tragisch? Wie schon erwähnt, diejenigen, die lieber mit Autos spielen, tun halt eben das! Wo ist das Problem mit verdammten Kinderüberraschungseiern, die rosa verpackt sind?
Es gibt wirklich ernsthaftere Probleme, mit denen Frauen zu kämpfen haben und ich finde es einfach nur lächerlich, sich mit "sexistischen" Schokoeiern zu befassen.
Vielleicht wird Ferrero verklagt und muss das "nur für Mädchen" entfernen. Wow, dann hätten die Feministinnen echt was erreicht.
Artikel im Original: http://goo.gl/e0YL2
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Na, was sagt man
Na, was sagt man dazu? http://diepresse.com/home/bildung/erziehung/1312310/Diskriminierungsteufel-steckt-in-Pippi-Langstrumpf
Rosa ist böse
Dieses Bild drückt so alles aus.
Rosa geht mir dermaßen auf den Sender.
Glitzerzeug und so ist klar, dass das hübsch gefunden wird, wie viele Jungs schleppen Steine Nachhause, weil die in der Sonne geglitzert haben, aber das machen Mädchen auch und schon kann man ein Haus draus bauen.
Rosa wird schlichtweg von der Gesellschaft vorgegeben und im Zusammenhang mit einem bescheuerten Hasenkopf krieg ich die Pocken.
Viele Mädchen stellen allerdings auch schon bei zeiten fest, dass Rosa irgendwie dumm ist.
http://diestandard.at/1345164
http://diestandard.at/1345164983879/Maedchen-maedchengerecht-ansprechen
dankbar sein für das, was die
dankbar sein für das, was die feministinnen vor uns getan haben, aber die "heutigen" feministinnen lächerlich finden, gott... ich find deine bisherigen blogs ja super, aber mit den aussagen in diesem blog kann ich echt nicht übereinstimmen. eigentlich ist das ja zum kotzen, und dann die argumentation "ES GIBT WICHTIGERE DINGE". Hahaha. Ja natürlich gibt es wichtigere Dinge, aber auch diese wichtigeren Dinge werden tagtäglich bearbeitet, besprochen usw. Warum sollten die "kleinen" Probleme (ich stmm dir zu, dass es ein kleineres Problem ist) ausgeklammert werden? Einfach nicht beachtet werden? Genauso könnte man dann mit Minderheiten verfahren, die haben eh nur unwichtigere Probleme, es gibt wichtigeres gerade, Eurokrise usw. ... kümmern wir uns einfach gar nicht um die kleinen Probleme!! Kümmern wir uns nicht um den Bockmist, den sich die Marketingbranche erlaubt?
dieses "es gibt wichtigeres" und "ist ja gar nicht so schlimm" - irgendwie unreflektiert
außerdem muss der marketingbranche irgendwo auch gezeigt werden, dass es grenzen gibt. extra die betonung "NUR FÜR MÄDCHEN". das ist schiefgegangen - gut so, damit man endlich mal umdenkt
Man kann ja auch nicht in
Man kann ja auch nicht in allem übereinstimmen! Danke für deine Meinung dephne :)
also ich bin ja dankbar, wenn
also ich bin ja dankbar, wenn so kleine baby-mädchen in rosa gekleidet sind. wie oft hab ich mich nämlich schon blamiert mit aussagen à la: " na du bist aber ein süßer bub!" und die gekränkten eltern gleich: sie ist ein mädchen! wenns rosa angehabt hätte, wär mir das nicht passiert ;)
haha ich sag das gar nicht
haha ich sag das gar nicht mehr, weil ich auch schon eingfahrn bin! nur noch: "moiii, bist du lieb" und fertig :D
Es ist nichts Angeborenes,
Es ist nichts Angeborenes, dass Mädchen rosa mögen und Buben blau. Ursprünglich war es sogar genau umgekehrt: blau war einmal die "Mädchenfarbe" und rosa die "Bubenfarbe". Die Kinder werden von klein auf gehirngewaschen. Ich selbst erlebe das jetzt bei meiner Nichte mit. Sie hatte unlängst zwei Gegenstände in der Hand: einer rosa und einer rot. Ein Freund hat dann zu ihr gesagt: "Rosa gefällt dir besser gell?? Alle Mädchen lieben rosa." Sie ist zwei Jahre alt und die Farbe war ihr vollkommen egal. Aber so lernen die Kinder von klein auf, was sich für sie gehört. Und dann schau dir an, in welchem Kontext rosa verwendet wird. Blätter einmal einen Toys'r'us-Katalog durch und du wirst süße, schüchterne, brave Mädis in rosa sehen mit Püppchen und Haushaltsgeräten und coole, selbstbewusste Buben in blau mit Actionfiguren und Werkzeug.
Ich finde diese Geschlechtertrennung à la Cola light und zero einfach nur lächerlich. Ständig wird ein Unterschied künstlich hergestellt, wo keiner ist. Vor einem Monat hat sich die Zeitschrift GEO dem Thema gewidmet. Seriöse Studien (die komischerweise keine große mediale Aufmerksamkeit bekommen) haben gezeigt, dass sich Männerhirne nicht von Frauenhirnen unterscheiden. Es gibt individuelle Unterschiede, aber nicht nach Geschlechtern getrennt. Dass trotzdem fast alle Menschen denken, dass Männer besser für Technik geeignet sind (gut bezahlt) und Frauen für soziale Berufe (schlecht bezahlt), zeigt, wie uns die Gehirnwäsche prägt, die mit einem rosa Überraschungsei beginnt.
hey Patrizia, vielleicht
hey Patrizia, vielleicht magst du ein paar weiterführene links zur oben genannten Studie posten. wär super! lg amar
Lieber Amar, ich habe kurz
Lieber Amar,
ich habe kurz nach einigen genannten Studien gegoogelt, aber nur Artikel über sie und nicht die Studien selbst gefunden. Bin zu faul, um weiterzusuchen. Ich habe hier aber einige Auszüge aus dem Artikel.
Aus dem Geo (Ausgabe Juni/Juli 2012):
„Unser Gehirn wird erst im Kontakt mit dieser Welt geformt", sagt der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther. Und tatsächlich stoßen Forscher in letzter Zeit auf erstaunliche Unterschiede. (…) Sie verlaufen kreuz und quer zwischen den Individuen. Völlig egal, ob Frau oder Mann. "Hirngebiete verändern sich anatomisch und physiologisch durch Training", erklärt Jäncke (Anmerk. von mir: Lutz Jäncke, Neuropsychologe der Uni Zürich). (…) Weil aber die Gesellschaft es so will, bringen Mann und Frau ihr Denkorgan auf unterschiedlichen Trainingsplätzen in Form. Jungs sind wild und erobern die Welt, Mädchen sind süß und spielen zu Hause. Jungs treiben sich herum. Sie haben mehr Gelegenheit, ihren Orientierungssinn zu schärfen als die besser behüteten Mädchen, die nicht durch den dunklen Walt stromern (dürfen).
Eine Meldung: "Frauen reden fast dreimal so viel wie Männer." (…) Demnach sprechen Frauen 20.000 Wörter pro Tag. Männer nur 7000. (…) Eine seriöse Studie zu dem Thema, mit 400 Teilnehmern, gelangt zu ganz anderen Resultaten: Frauen sprechen 16 215 Wörter am Tag, Männer 15 669. Solche Befunde aber bleiben meist unbeachtet. Denn die Nachricht "Frauen und Männer reden gleich viel"- sie ist keine. Oft fristen Untersuchungen, die auf Gleichheit statt Differenz stoßen, von vornherein ein Schubladendasein. Selbst prominente Wissenschaftter wie Lutz Jäncke geraten mit ihrer Arbei in diesen Filter. Die beiden Hälften des Frauenhirns sind besser verkoppelt als die des Mannes? "Um diese Behauptung zu belegen, wird bis heute eine Mini-Studie aus den 1970er Jahren zitiert, mit lediglich zehn Teilnehmern." so Jäncke. Seine eigene Untersuchung zum gleichen Thema, in der er 120 Gehirne verglich, wurde in den Medien kaum beachtet. Der Grund: Er konnte keinen Unterschied finden.
Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum aus dem Jahr 2010 kam zum Ergebnis, dass Männer tatsächlich besser darin seien, ein Auto in eine Lücke zu bugsieren. Allerdings: Ermittelt wurde der Befund mit nur 65 Testkandidaten. Das ist typisch für viele Studien, die Mann-/Frau-Unterschiede verkünden: dass sie auf einem dünnen Datenfundament stehen. (…) Eine britische Studie, die Videoaufnahmen von 2500 Einparkmanövern analysierte und in mehreren Kategorien differenziert bewertete, ergab: Der weibliche Einpark-Koeffizient beträgt 13,4 von 20 möglichen Punkten, die Männer schafften nur 12,3. Auch das ist typisch: In fast allen Forschungsprojekten mit breiter Datenbasis verblassen die Differenzen.
Janet Hyde, Psychiologieprofessorin an der Universität von Wisconsin, hat 46 Metastudien von Dutzenden behaupteten Unterschieden (…) analysiert. Ihre Schlussfolgerung: "Es gibt kein Phänomen Geschlechterunterschied, das zu erklären wäre." Die Ähnlichkeiten seien in fast allen Bereichen sehr viel größer als die Unterschiede.
Am aufschlussreichsten an der großen britischen Studie aber ist ein Nebenaspekt: Gefragt, ob sie sich für die besseren Einparker hielten, antworteten nur ein Fünftel der Frauen mit ja. Denn Frauen (wie auch Männer) haben die gesellschaftlichen Vorurteile und Rollenzuweisungen so sehr verinnerlicht, dass sie sich anfühlen (…) wie Natur. Wir sind unterschiedlich- vor allem, wenn man es von uns erwartet.
Erinnert man Frauen vor einem Mathematiktest an die bestehenden Rollenmuster- zeigt ihnen einen sexistischen Werbespot, setzt sie allein in einen Raum voller Männer oder lässt sie auf dem Testbogen auch nur ein weiblich-/männlich-Kästchen ankreuzen: Dann scheiden sie tatsächlich schlechter ab als Geschlechtsgenossinnen ohne eine solche Bremse im Kopf. Lesen sie vor der Prüfung einen Text, in dem die Gleichheit der Geschlechter betont wird, so verbessern sich die Ergebnisse sprunghaft.
Hey Patrizia, danke für deine
Hey Patrizia, danke für deine Mühe! :)
Wann ursprünglich? Die
Wann ursprünglich?
Die Frauen, die sich für Technik interessieren und gut darin sind, die gehen auch in die Technikbranche und beweisen ihr Talent dort. Meine Freundinnen haben auch mit rosa Sachen gespielt und studieren Maschinenbau und Ingenieurwesen. Und von welchen technischen Berufen reden wir, studieren kann jeder was er will aber kannst du eine 200kg schwere Maschine zusammenbauen? Eher nicht. Es liegt ja auch einiges an Erziehung. Oder lässt man Toys'R'Us die eigenen Kinder erziehen?
Ich verstehe deine Punkte vollkommen und sie bringen einen auch zum Nachdenken aber ich finde es auch diskriminierend, dass nun jene Mädchen, denen das gefällt, die gerne mit rosa Puppen spielen und sprachlich begabt sind und kein Händchen für Technik haben, als dumm und in eine Geschlechterrolle gezwängt, abgestempelt werden.
Zur rosa
Zur rosa „Mädchenfarbe“:
http://derstandard.at/1304553349208/Kleinkinder-Maedchen-rosa-Buben-blau
Seit den 1920ern gilt unsere heutige Zuordnung. Davor war es umgekehrt.
Wenn du schreibst, dass Frauen, die wollen, ja eh einen technischen Beruf wählen können, gehst du von einer freien Entscheidung aus. Das ist sie aber nur auf den ersten Blick. Denn wie frei ist die Entscheidung letztendlich, wenn dir dein gesamtes Umfeld (es ist ja schließlich nicht nur Toy'r'us) vermittelt, wie du dich als Mädchen zu verhalten hast und was dich zu interessieren hat? Und genau das passiert. Das Problem ist, dass es größtenteils sehr subtil abläuft und auch den Eltern, KindergartenpädagogInnen usw. gar nicht bewusst ist. Niemand wird absichtlich bei Buben wildes, unangepasstes Verhalten weniger schlimm finden als bei Mädchen, aber genau das ist meistens der Fall.
Alle Menschen und vor allem Kinder sehnen sich nach Anerkennung. Und die bekommen sie, wenn sie sich den Erwartungen der Erwachsenen entsprechend verhalten. Es ist eine einzige sich selbst erfüllende Prophezeihung. Ich habe Volksschüler unterrichtet und musste schockiert feststellen, dass sie schon perfekt "dressiert" waren. Die Mädchen zurückhaltend, fleißig, angepasst, sensibel und die Buben schlimm, vorlaut, selbstbewusst, rücksichtslos.
Diese Prägung hängt natürlich nicht von einem rosa Überraschungsei ab oder von einem einzelnen Toys'r'us-Katalog, sondern von der Summe aller täglichen Eindrücke. Du empfindest die Aufregung um das rosa Ei als übertrieben, aber das Problem ist, dass es die Summe all dieser Dinge ist. Für sich alleine, erscheinen sie alle nicht so tragisch. Wenn es in manchen Filmen so wäre, dass der Mann der Held ist und die Frau die Gerettete, okay, aber es ist in fast allen Filmen so! Und jedes Mal gibt es Leute, die sagen: "Warum regt ihr euch über den einen Film so auf?" oder "Ist ja nur ein Werbeplakat." Dabei sind diese unterschwelligen Botschaften die schlimmsten. Gegen offenen Sexismus kann sich unser Hirn gut wehren. Wenn jemand sagen würde: "Frauen eignen sich nicht als Führungskräfte." wären viele (hoffentlich) empört, aber wenn das die subtile Botschaft ist, die sich aus der Summe der Eindrücke ergibt, kann sich unser Gehirn nicht wehren.
Ich wollte ganz bestimmt nicht Frauen abwerten, die rosa mögen und einen "Frauenberuf" haben. Das ist ja kein Problem, wenn es ihren Neigungen entspricht. Ich will nur, dass sie eine echte Wahlfreiheit haben. Ich habe übrigens eine Freundin, die Mathematik studiert hat, und an der Uni von einem Studienkollegen zu hören bekommen hat, dass sie bei der Diplomprüfung nur deshalb besser abgeschnitten hat, weil sie eine Frau ist und die "nur lieb lächeln müssen" um eine Prüfung zu schaffen. Und sie wird ständig überrascht gefragt, wie sie denn als Frau auf Mathe gekommen sei (dabei gibt es schon ganz viele Mathe-Studentinnen).
Die Wahlfreiheit wünsche ich mir natürlich auch für Buben. Es ist ja mMn sogar so, dass es teilweise für Mädchen leichter ist keine stereotype Rolle einzunehmen als für Buben. Wenn Mädchen Fußball spielen, bekommen sie zwar von allen Seiten Erstaunen zu spüren und auch blöde Sprüche, aber für die meisten Buben wäre es völlig undenkbar, Ballett zu tanzen. Und das macht es für mich so absurd. Ich halte die Männer ja genauso für die Leidtragenden dieser blöden Klischees. Ich finde von einer gleichberechtigten, freien Gesellschaft hätten alle mehr.
Klischees und Rollenbilder
Klischees und Rollenbilder gibt es immer, das ist klar. Diese beruhen aber in diesem Fall ja auf der Wahrheit, denn die meisten Mädchen fühlen sich nun mal zu Glitzer und Rosa hingezogen, während die meisten Jungs auf Actionfiguren stehen.
Fühlst du dich jetzt wirklich seit deiner Kindheit in ein Rollenbild gequetscht? Also ich wollte meine Barbies, die ich bekommen habe. Zu denen hat mich keiner gezwungen. Ich habe auch Spielzeugschwerter und Autos gehabt aber Barbies am meisten.
Und bei aller Emanzipation, solange Kinder nur von Frauen geboren werden, wird es wohl auch immer ein Rollenbild der Hausfrau und Mutter geben.
Wie genau engt ein Überraschungsei irgendwen ein? Dieses Ei gibt es, weil die üblichen Eier mit Spielzeugen ausgestattet sind, die eher Buben gefallen und weil es sonst keine Puppen gibt, gibt es jetzt eben eine "Mädchen-Edition". Aber wenn man sich benachteiligt fühlen will, findet man wohl in allem eine Bedrohung. Auch in Schokoeiern.
Wenn mein Sohn mit seinem
Wenn mein Sohn mit seinem (grünen) Puppenwagen draußen herumspaziert, bekommen wir negative Resonanz. ("Waaas? Ein Bub?")
Wenn er in seiner Spielzeugküche kocht kommt von Besuch "Hm, ist das nicht was für Mädchen?"
Rauft er allerdings mit anderen Burschen, dann ist das völlig normal. "Buben sind halt so!"
Es wird bereits von Kindern bestimmtes Verhalten erwartet.
Warum dürfen Buben nicht rosa tragen? Weil das nur für Mädchen ist! Warum tragen die Actionhelden nicht rosa?
Gehirnwäsche. Es nervt mich.
Ich find das total schade,
Ich find das total schade, dass du bzw. dein Kleiner solche Erfahrungen machen muss. Das wird sich aber kaum ändern, weil jeder von uns ein eigenes Bild im Kopf hat, wie sich etwas gehört. Das einzige was man dazu sagen kann, ist dass dein Söhnchen nicht das Gefühl haben soll, dass er sich irgendwie den Erwartungen anpassen muss, sondern die anderen sollen sich an ihn gewöhnen, so wie er ist. Aber aus deiner Schreibweise nehme ich stark an, dass du ihn in seiner Individualität unterstützt :)
Rosa zeigt Mädchen, wo sie
Rosa zeigt Mädchen, wo sie "hingehören" - geh mal in ein Spielzeuggeschäft und schau dich um.
Dort gibt es rosa Küchenspielzeug, rosa Bügeleisen, rosa Puppen und Puppenwagen. -> Für die Hausfrauen und Mütter von morgen.
Dass dieses Rollenbild immer noch weitergegeben wird, ist eine Katastrophe. Alles muss in Mädchen - zart, sanft, glitzrig, sprachlich begabt - und Burschen - wild, ungestüm, blaubraungrün, naturwissenschaftlich begabt - eingeteilt.
Kinder werden von unserer Gesellschaft in dieses Rollenbild gequetscht. Rosa Überraschungseier sind ein weiterer Schritt in die Einengung wilder Mädchen und sanftmütiger Buben.