Big Brother Turkey is watching us



Oder besser: Big Father Türkey is watching us. Jetzt übernimmt nämlich die türkische Regierung die Vaterrolle für türkische BürgerInnen, die im Ausland leben. Ein Ministerium für Auslandstürken soll nun die gerechte Behandlung der türkischstämmigen Minderheiten sichern und darüber hinaus den Regierungen die Integrationspolitik erleichtern.

Nicht allzulange ist es her, das Papa Erdogan, Ministerpräsident der Türkei, vor einer Assimilierung der türkischen BürgerInnen warnte. Die Reaktionen seitens der deutschen PolitikerInnen darauf war empört. Erdogan solle sich gefälligst nicht in die deutsche Politik einmischen.

Auch hier in Österreich kam dies nicht positiv an, denn die Integrationspolitik vorort läuft auch nicht auf Hochtouren und diese Aussage trägt nicht gerade zur Besserung der Situation bei.

Am 27. Februar 2010 fand jetzt ein  Treffen von türkischen Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt statt, wo das Präsidium für Auslandstürken vorgestellt wurde, das sich um die Belange für türkische Minderheiten im Ausland kümmern soll.

Erdogan im Wortlaut:

 „Das Wohl unserer Mitmenschen im Ausland hat für uns oberste Priorität. Es ist unsere Aufgabe, diesen fünf Millionen türkischen Staatsbürgern in Europa zu dienen, ihre Probleme zu lösen und uns für ihre Rechte einzusetzen.“

 Die türkischen Regierungen haben ihre Bürger im Ausland bisher stark vernachlässigt. Aber auch die Regierungen hätten es sträflich versäumt, die Probleme seiner „neuen“ Bürger ernst zu nehmen. 

Demnach bräuchte die Integrationspolitik in den Ländern, in denen Türken zu Hause sind, beherzte Korrekturen.

Gerade junge Menschen, die sich in Europa zu Hause fühlten, hätten immer noch Probleme am Arbeitsmarkt, obwohl sie gut ausgebildet seien. Grund dafür seien der migrantische Background und ihr Glaube. Sie seien also Vorurteilen ausgesetzt, die ihnen das Leben erschweren

Jetzt soll also mit dem neuen Ministerium die Versäumnisse beider Seiten wieder gut gemacht werden. Die der türkischen Regierung und die der Europäischen.

Nun gilt es das Ministerium für Auslandstürken herzlich zu begrüßen, denn alles andere, so heißt esin einem Kommentar von Bekir Altas, wäre Doppelmoral und würde die Auslandstürken, die sich über die neue Vaterrolle der Türkei freuen, nur verstören.

 

 

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der liebe ministpräsident

der liebe ministerpräsident soll lieber drauf schauen, dass es den menschen im eigenen land gut geht, bevor er sich um die im ausland lebenden türkischen bürger sorgen macht!

genau das

...sagt auch der verfasser des kommentars, genau heißt es:

"Aber auch die Türkei muss sich nun stärker für seine Minderheiten im eigenen Land kümmern, um an Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft zu gewinnen. Die Gewinner in diesem Prozess wären somit Minderheiten in beiden Ländern und möglicherweise auch weit darüber hinaus"

sorry, hab ich euch unterschlagen.

thx

wo finde ich den kommentar - gibt es einen link?

und wer ist der minister

und wer ist der minister für die auslandstürken?

" Faruk Çelik " ist

" Faruk Çelik " ist ebenfalls auch dieser minister für diese auslands türken , wer auch immer das sein mag

stimmt

aber im kommentar wird er als solcher nicht erwähnt.

derweil wurde

...nur der plan eines solchen präsidiums vorgestellt aber noch nicht realisiert.

das thema ist seit letztes

das thema ist seit letztes jahr sommer ca "aktiv" und habe kurz mich damit beschäftigt ... ist meiner meinung nur ablenkung der eigenen probleme ..

27.2.2010

gab es eben das treffen in istanbul. wie es jetzt wirklich weitergeht weiß ich nicht, vor allem ist in den österreichischen medien,soweit ich das verfolgen konnte, nicht die rede davon. frag mich nur warum...

bei uns habens auch ein

bei uns habens auch ein eigenes Ministerium sogar eröffnet für die Diaspora! ... wie verzweifelt müssen die sein in der Heimat, weil kein Intellektueller der jüngeren Generation denen mehr geblieben ist, alle im Ausland, wenn man eine Zorica Brunslik für das Amt einer Kultuministerin vorschlägt, ist das doch der letzte Verzweiflungsakt!

Früher hat sich keiner für die im Ausland lebenden BürgerInnen interessiert, weils kein Faktor waren. Heute kommt man drauf, dass sich viele weitergebildet haben, vor allem die 2. und 3. Generation, Positionen im Ausland beziehen, Unternehmer sind mittlerweilen und somit auch ein Wirtschaftfaktor stellen und jetzt sind auf einmal alle so lieb und nett zu uns aus der Heimat! ... pass einer auf. Wenns unsere Kohle aus dem Ausland wollen, grinsens in der Heimat alle am breitesten.

Nur dann frage ich mich schon, wo warens den die letzten Jahre alle. wer hat mir eine Bildung, Weiterbildung etc. ermöglicht! War keiner da von den "heimatlichen", die einen cent für meine Ausbildung gezahlt oder mich in irgendeiner Form aus der Heimat unterstützt hätten.

Und jetzt wo sie den Nutzen in der Haimat merken, kommens alle mit Rosen und Prosecco!

ah geh bitte, alles eine heuchelei ... nur homo economicus, wenn ein Nutzen da ist, setzt man sich auf einmal ein.
Aber investiert hat Österreich in unsere Ausbildung!

aus dieser sicht

...hab ich das noch gar nicht betrachtet.
ich fühl mich irgendwie nicht angesprochen von dem ministerium.

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