Calligraffiti - Arabische StreetArt



Nicht nur die Wände heruntergekommener Randbezirke sind in Berlin voller Graffiti. Auch ganze Szene-Bezirke sind damit zugesprüht. Künstlerisch und voller Vielfalt zeichnen sie die Kiezbilder und geben jeder Straße ihr gewisses Flair. Mitten drin die ersten arabisch-türkisch-islamischen Kunstwerke.

 

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Doch nur wenige davon werden gesichtet. Verstecken sie sich? Oder sind sie erst gar nicht aus ihren Künstlerlöchern gekrochen? Gibt´s sowas in Wien schon? Mir jedenfalls wäre es nicht aufgefallen.

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Im Zuge der „Nächte des Ramadan“, einer Berliner Kulturveranstaltung, trat einer der bekanntesten Calligraffiti-Künstler eL Seed auf. Er stand dem Publikum im Museum für islamische Kunst Rede und Antwort und erleuchtete den Abend mit seinem ersten Kurzfilm. Dieser handelt von seiner tunesischen Wand, nach der Revolution, die er mit seiner Kunst in guter Graffiti-Manier besprühen durfte. „Ich fragte den Bürgermeister, ob ich eine Wand in seiner Stadt bemalten dürfte. Er nahm mich mit auf den Platz und meinte nur ´Willst du diese, oder diese oder diese Wand? Such dir eine aus!´“, erzählt eL Seed.

 

 

 

 

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Der besagte Bürgermeister half ihm wo er konnte. Zum Beispiel ließ er ihm soviel Sprühfarbe zukommen, wie er benötigte. „In den ersten Tagen wurde ich von jungen Passanten gefragt, was ich mit dieser Wand vorhätte. Nachdem ich ihnen meine künstlerischen Absichten erläuterte, wollten sie sofort mithelfen. Der eine Junge rief seine Schwester an, diese ihren Cousin und der wiederum einen Freund. Am Ende waren wir etwa 10 Leute, die 10 Tage lang rund um die Uhr an dieser Wand arbeiteten.“

 

 

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Das Buch „Arabic Graffiti“ hat viele Calligraffiti-WallArts  zusammengefasst und ist ein absolutes Fundstück für Interessierte. Der Autor und der Künstler eL Seed arbeiten nach wie vor an gemeinsamen Kunstprojekten. „In Tunesien sind die Leute sehr offen für meine Kunst. Ich brauche sie nur zu fragen, ob ich etwas bemalen darf und sie sagen ´Ja! Mach mal!´. Meine Streetart ist für die Tunesier wie ein Stück Demokratie, an dem sie aktiv mitarbeiten können. Aus meinen Projekten haben sich dort neue Calligraffiti-Künstler etabliert, die ihr Land Stück für Stück freier werden lassen.“

 

 

eL Seed sieht sich weniger als politischer Aktivist, als als Künstler, der die Welt der Tunesier etwas bunter gestalten will. „Die Leute dort sind froh, aktiv an ihrer Entwicklung teilzuhaben.“

 

Ein interessantes Interview über Kunst im Islam mit eL Seed seht ihr im Video unten - Viel Spaß! Und werdet aktiv! ;)

 

 

Fotos: Sarah Al-Hashimi

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nice!

Wahnsinn, wäre nur zu gerne mal live bei einem "islamic arts festival" dabei! Interessanter Künstler der was zu sagen hat und inspirierende Werke macht. Danke für diese Buchempfehlung! Wen´s interessiert, hier mehr vom Artist und seinem (Mit)wirken: http://elseedart.wordpress.com/

Danke & Gerne :) konnte heut

Danke & Gerne :)

konnte heut nicht mehr anders und hab mir das Buch gekauft ;)

:)

Hab nur einige Bilder aus dem Buch gesehen, neben dem Style-Faktor wirkt das Projekt aber so engagiert und beherzt, dass es mir auch deshalb sehr sympathisch ist. Hier noch ein interessanter Artikel der ägyptischen Autorin Yasmine El Rashidi zu dem Thema, in dem es um ihre Erlebnisse und Eindrücke der Rolle von Graffiti in der Ägypten-Revolution geht. - LG

http://www.indexoncensorship.org/2011/09/art-or-vandalism/#more-26089 “I feel I can do whatever I want now,... I want to spray the streets with paint.”

sarah, was ist style islam

sarah, was ist style islam tv?

also...ich habe recherchiert

also...ich habe recherchiert und herausgefunden, dass alles mit einem T-Shirt angefangen hat:

"...Melih Kesmen machte ein T-Shirt, das er sich im Zuge des Aufruhrs um die Mohammed-Karikaturen mit dem Spruch
„I love my prophet“ bedruckte. Schließlich konnte er sich nicht mit den Muslimen identifizieren, die als Reaktion auf die kontroversen Mohammed-Zeichnungen Flaggen verbrannten. Stattdessen wollte er mit seinem T-Shirt ein kreativ-intellektuelles Statement dazu abgeben. Wann auch immer er das T-Shirt trug, wurde er von Muslimen und Nicht-Muslimen darauf angesprochen und in konstruktive Gespräche verwickelt. Dies war der Anstoß zur Gründung von Styleislam®, dessen Produkte sich seither wachsender internationaler Beliebtheit erfreuen..."

 

Scheinbar hat sich aus diesem Unternehmen nebenbei eine Community etabliert, die Blogs schreibt, Interviews führt und Videobeiträge dreht.

 

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Blog hier

Interview mit Melih Kesmen hier

cool. is der el-seed in

cool. is der el-seed in berlin ansässig oder lebt er in tunesien?

der lebt in Frankreich :) -

der lebt in Frankreich :) - und kam durch Calligraffiti "Back to the Roots" - hat sogar ein T-Shirt mit dieser Aufschrift in arabisch - VOOOOLLLL CCOOOOOLLLL

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