Dem Migranten die Wurzeln ziehen



Dem "Migranten" geht es an den Kragen. SOS Mitmensch will ihn nämlich abschaffen, tilgen, ihm die "migrantischen Wurzeln" ziehen - also genauer gesagt dem Begriff "Migrant", und dem "Migrationshintergrund" gleich dazu. Aber was ist die Alternative zum Migranten?

 

Bei biber ist der "Migrant" mit "Hintergrund" und "Wurzeln" schon längst in Seenot, und das ist auch gut so. So ein Terminus Technicus für menschliche Wesen ist ja wirklich ein Hohn. Legendär der Sager von unserer Ivana Martinovic: "Migrant? Das klingt doch wie Mutant." Am biber-Cover heißt es deswegen einfach: Magazin für "Neue Österreicher".

 

Bei genauer Betrachtung hieße das aber, dass ich als Svabo ein "alter Österreicher" bin. Und das muss nun auch wieder nicht sein. Vielleicht finden wir deswegen andere Alternativen. Also, liebe bald-Ex-"Migranten": Wie soll der Migrant - ohne Hintergrund und Wurzeln - von morgen heißen?

 

Einsendungen bitte hier. Wir werden eure Vorschläge an den Chef-Integrator Kurz weiterleiten. Und vielleicht könnt ihr euch, wenn ihr den alten Österreicher im biber-Chefzimmer überzeugt, am biber-Cover verewigen.

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awesome, lets get into

awesome, lets get into semantics :D

 

Jeder Mensch hat einen trans-nationalen Migrationshintergrund, man braucht nur tief genug graben. Die germanischen Stämme sind auch von irgendwoher gekommen. Wenn man sagt, dass Migration innerhalb des Landes auch Migration ist, dann stimmt das ja natürlich auch, sowas hat ja ein paar schöne Namen, wie Landflucht, Verstädterung, Urbanisierung etc.

 

Migranten - Migrationshintergrund - Zuwanderer - Neue Österreicher - Eingebürgerte Österreicher --> Begriffe, die wandelbar sind. Der Zugewanderte ist bald mal der eingebürgerte. Der Neo-Österreicher ist immer mit einem Hintergrund versehen.

 

Alles nur Stempel oder Labels. Wenn aber unbedingt Wörter zur Differenzierung her müssen, dann wäre ich für völlig neue (erfundene) Wörter. Zum Beispiel:

Flortus: Ein Zugewanderter/Eine Zugewanderte ohne einen unbefristeten/unbeschränkten Aufenthaltstitel (also jemand, wie ich, der/die jedes Jahr oder alle paar Jahre den Visum verlängern muss).

 

Silvus: Ein Zugewanderter/Eine Zugewanderte mit einem unbefristeten/unbeschränkten Aufenthaltstitel.

 

Morfus: Eine zugewanderterte Person, die eingebürgert wird/die Bürgerschaft bekommt.

 

Diese Bezeichnungen beziehen sich natürlich auf die erste Generation. Die Nachkommen würden dann ein ^2 oder ^3 neben der Bezeichnung bekommen. Also so in etwa: Silvus^2

 

 

 

 

problem?

Ich finde die Einteilung in

Ich finde die Einteilung in Neue Österreicher und Altösterreicher gar nicht schlecht !

Egal welche neue Bezeichnung

Egal welche neue Bezeichnung wieder erfunden wird, nachdem sie ausglutscht is, is sie sowieso wieder verpönt und mit einem bestimmten ton erneut politisch inkorrekt oder ein neues schimpfwort.
Echt mühsam.
Samma halt alle wieder die ausländer herst, is jo nix dabei ;D es kommt nur drauf an wann, wie, warum und von wem eine bezeichnung verwendet wird, nicht welche...

Ich wäre ja für den

Ich wäre ja für den umgekehrten Weg, also den angeblichen "Nicht-Migranten" Migrationshintergrund zuzuschreiben. Die wenigsten Menschen werden ihr ganzes Leben in ihrem Geburtshaus verbringen. Wenn man vom 15. in den 1. zieht ist das für mich auch eine Migration. Wieso wird man erst durch die Überwindung nationaler Grenzen zur Migration?

Ich denke, dass die Politik auch ohne den Begriff des Migrationshintergrund ihre Sündenböcke finden wird. Jugendliche sind ein gutes Beispiel dafür. Die müssen auch oft als Problemgruppe herhalten. Manchmal auch Pensionisten. Die Politik ist da schon kreativ genug.

Aber nein, ich habe keinen Vorschlag für ein neues Wort.

also ich fühl mich immer

also ich fühl mich immer bissl verarscht, wenn leute sagen: "ich hab niederösterreichischen migrationshintergrund." :D

ja für mich klingt das auch

ja für mich klingt das auch immer lächerlich. sagen auch oft leute, die sich besonders witzig vorkommen. aber dass das so lächerlich erscheint und eher von witzbolden verwendet wird, liegt ja auch daran, dass wir migration nur als überwinden von nationalen grenzen sehen. das liegt auch an einem sehr homogenen bild von nationen.
sagen wir st.pölten nach wien ist keine migration, aber was ist mit menschen, die von dem westlichen ende chinas ins östliche ende wandern?

generell bin ich der meinung, dass migration als was sehr normales und menschliches wahrgenommen werden müsste und das geht am besten, wenn die leute bewusst werden, dass die meisten menschenleben auch migrationsgeschichten beinhalten.

ach gott, wieso schaffe ich es nie kurze kommentare zu schreiben

Also ich bin ja einer

Also ich bin ja einer dieser Witzbolde ;) In meinem Fall ist es so, dass ich tatsächlich eben aus NÖ komme und den Hinweis auf meinen Migrationshintergrund immer dann gebe, wenn die erste Frage ist "Und, woher kommst du?" - Und das is scheinbar für viele total wichtig. Woher man kommt. Warum auch immer... Um diese Absurdität eben aufzuzeigen kommt dann auch von mir die Antwort mein Migrationshintergrund ist NÖ. Auf meinen etwas exotischen Namen bezogen, kommt dann oft die Frage "Nein ich meine, wo kommst du WIRKLICH her?!" Was ja schon zeigt, dass die Leute nicht wirklich deine Herkunft wissen wollen (wobei auch die überbewertet wird) sondern dich einordnen wollen. Das wird aber mit einem neuen Begriff auch ned besser. Ich wäre auch für die Variante von Ali: "Woher kommst du?" "Türkei" "Und du?" "NÖ" Na schau beide Migrationshintergrund. Vielleicht spielt es dann irgendwann wirklich keine Rolle mehr. Ein Versuch wärs mal wert.

du hörst dich an, als hättest

du hörst dich an, als hättest du viele inci dirim seminare besucht und mecheril bücher verschlungen (was ein kompliment sein soll, frau dirim ist genial!!:) aber, hätte dann meine bosnische kollegin amra, die aus oberösterreich nach wien gezogen ist, doppelten migrationshintergrund ? wie man sieht, ist das thema zu komplex, als das es in nächster zeit zu etwas normalem avancieren könnte. dennoch würde ich mir das auch wünschen..

Na Inci Dirim kenne ich nicht

Na Inci Dirim kenne ich nicht mal :) hatta aber genug Seminare über Migration.

Ich bin auch ein gutes Beispiel. Ich bin ein Tscherkesse und die sind vor 150 Jahren aus dem Kaukasus in die Türkei gezogen. Ich bin in der Türkei geboren und war bis ich 8 war dort, bin dann nach Salzburg und jetzt lebe ich seit über 3 Jahren in Wien. Das wäre auch mindestens doppelter Migrationshintergrund.
Viele meiner Freunde nehmen mich hier auch als Salzburger und Türke und Tscherkesse war. Für mich persönlich ist das eine Migrationsgeschichte mit verschiedenen Stopps.

Ja eh. Das Thema ist zu komplex, deswegen wirds nichts bringen Migrationshintergrund abzuschaffen. Die Leute werden nach einem anderen Wort suchen mit der sie Leute kategorisieren können.

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