Die Gemeindebauoma und mein Fahrrad



Ich habe mir vor kurzem ein Fahrrad zugelegt, fahre damit jeden Tag zurArbeit, ganze 6 Kilometer. Aber das ist jetzt nicht das Thema. Ich wollte nur bisschen angeben.

 

Und jetzt zum eigentlichen Blog.

Wer den Kaisermühlenblues kennt, dem wird auch die Frau Kaiser ein Begriff sein, die ständig durchs Gemeindebaufenster glotzt und jeden Schritt ihrer Nachbarn verfolgt.

Scheinbar gibt es in jedem Gemeindebau eine Frau Kaiser und ich bin heute meiner begegnet. Da wir einen netten Innenhof im Gemeindebau haben, stelle ich mein Fahrrad gerne dort in. Ich habe meinen Lieblingsparkplatz gefunden und es ist der gleiche, wie der von meinem ebenfalls fahrradfahrenden Freund.

Da er sich nicht so oft auf den Sattel wirft, stelle ich meine Stute gerne zu seinem Hengst und versperre die beiden Fahrräder miteinander, damit das Knacken in dieser sicheren Stadt noch schwieriger ist. Zumindest glaube ich das.

 

Aber Frau Kaiser glaubt das nicht und hat wohl Tag für Tag beobachtet, wie ich irgendeinem armen Teufel sein Fahrrad blockiere, ohne zu wissen, dass es sich um meinen fahrradfaulen Freund handelt, der eh fast nie an meinem Drahtesel vorbei muss, um zu seinem zu kommen. Aber Frau Kaiser machte sich ihre Gedanken. Und heute erwischte sie mich auf frischer Tat.
„Sie, Fräulein! I schau ma des scho seit Tagen an, wie sie dem oarmen Kerl des Foahrradl blockieren. Der kummt doch niergens mehr hin, der oarme Teufel.“

Und ich grüble und grüble und überlege mir, wie ich wohl am besten einer Frau Kaiser aus dem Gemeindebau begegne. Meine innere Stimme sagte:
„Lächle, Ivana, lächle! Lächle was das Zeug hält!“ Und ich grinste die Frau Kaiser so an, dass sie in sekundenschnelle ihren Ton änderte!
Ich dachte an den Film „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“, wo Ibrahim seinem kleinen französischen Freund den Tipp gab, mit einem Lächeln könne man die Herzen der Menschen öffnen.

Und ich knackte die Frau Kaiser. „Machen sie sich keine Sorgen. Das Fahrrad gehört meinem Freund. Und wir sorgen mit dem gemeinsamen Versperren für mehr Sicherheit. Wir wollen ja nicht, dass uns die Radl wegkommen.“

Und dann wechselte Frau Kaiser das Thema.
„Aber haben Sie denn nicht Angst, dass Ihnen wer im Hof das Radl klaut?“ entgegnete sie auf einmal mit einer Sorge um mich.

Ich dann zu ihr: „Ah nein! Ich habe mir ein sehr gutes Schloss gekauft. Und versichert sind wir auch noch.“

„Aber ärgerlich wär’s schon, Fräulein!“ schien Frau Kaiser besorgt.

Und ich dann ganz dankbar: „Das ist so lieb von Ihnen, dass sie sich Sorgen machen. Hoffen wir, dass nichts passiert.“

Was dann passierte? Frau Kaiser lächelte zurück. Und verabschiedete sich mit einem freundlichen „Grüß Gott“ und „Auf Wiedersehen!“

Das Leben ist schön. Und mit einem Lächeln viel viel schöner.

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du bist zu nett für diese

du bist zu nett für diese welt! :)und wenn ich jeden tag mit meinem fahrrad 6 km in die arbeit fahren würde, hätte ich es als dauer-statusmeldung auf facebook ;)

weil du Monsieur Ibrahim und

weil du Monsieur Ibrahim und die BLumen des Koran gesehen und erwähnt hast bekommst du von mir 6 Sterne.... das eine extra sternl musst du halt visualisieren :D

* * * * * * i stells ma grod

* * * * * * i stells ma grod vua :) danke schen

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