Die Jugend von Heute
Irgendwie war es bei mir damals anders...
Früher, als Kind, war meine größte Sorge was für eine Note ich in der Schule bekomme und wann wieder Sommer ist, damit ich länger draußen bleiben darf. Bei mir war das nämlich so geregelt, dass ich, wenn es dunkel wird, zu Hause sein muss. Und ich war immer draußen. Ich bin außerhalb von Wien aufgewachsen, wir hatten einen Garten und Nachbarskinder mit Garten, und gleich einen Bach in der Nähe. Aber ich habe mich gerade bei meinen Klassenkollegen aus Wien umgehört, die waren auch immer in Parks u.Ä. unterwegs – sie hatten auf jeden Fall viele Freizeitaktivitäten wie Gitarre spielen, Karate usw. Für mich gab es nichts Interessanteres als Katzen zu jagen, einen verletzten Vogel zu finden und verstecken zu spielen. Mann, es hat manchmal eine halbe Ewigkeit gedauert, irgendwen zu finden. Handy und PC haben mein Interesse genau gar nicht geweckt. Der PC diente meinen älteren Schwestern für irgendwelche schulischen Aktivitäten, und ich durfte sowieso nie ran. Damals waren wir die Einzigen im ganzen Haus mit einem Computer und meine Schwestern waren sowieso immer irgendwie beschäftigt.
Mit 13, 14 ca. änderten sich meine Interessen, ist auch logisch. Oberstufe, die ersten Mädchen, die sich den BH ausstopfen usw. usw. Ich durfte jetzt auch abends ins Kino oder bei einer Freundin eine Pyjamaparty machen, das war eigentlich die einzige Party, die ich zu der Zeit kannte. Ich ging Eislaufen, Pizza essen nach der Schule und solche Sachen. Trotzdem war ich jeden Tag im draußen und hab Basketball, Volleyball etc. gespielt. Verstecken war out, Basketball in. Aber die Zeiten haben sich geändert, ehrlich jetzt! Ich kenn mich da aus, hier die Erklärung warum ich so up to date bin:
In meiner Schule gibt es ein Projekt namens „Mentoren“, welches Schülern, die ins Konzept passen, die Möglichkeit bietet, an Seminaren und Coachingstunden teilzunehmen. In der 3. Klasse wird man darauf vorbereitet, in der 4. Klasse und 5. Klasse eine 1. Klasse „zu übernehmen“ und ins neue Schulsystem hineinzuführen. Man ist also die Ansprechperson, so ein Mittelding zwischen Lehrer und Klassenkollege, einfach ein älterer Freund. Anfang September ging es dann los, eine Horde von 13-14 Schülern, die einen schüchtern, die Anderen total frech. Ich, ich hatte sooo Glück. Ich hab echt noch nie so eine tolle, liebe Klasse erlebt, nach 2 Wochen hatten die einen Zusammenhalt, den meine Klasse nach Jahren nicht hat.
Die ersten Stunden verliefen so, dass ich mich erkundigte, was sie denn in ihrer Freizeit machen und was ihre Hobbys sind. Die Antworten waren wirklich mehr als schockierend. Von Parks war nicht mehr die Rede. Als ich sie fragte, ob sie viel draußen unterwegs sind bzw. gewesen sind, meinten die meisten, dass sie lieber zu Hause bleiben. Ihre Freizeitaktivitäten sind mittlerweile Folgende:
- Ganz klar, die Nummer 1: Facebook
Ich als Mentorin habe natürlich meine gesamte Mentorenklasse unter meiner Freundesliste, teils zur Kontrolle, teils, dass sie mich erreichen können, falls was ansteht. Wisst ihr, ich bin auch oft online, meistens rennt es nebenbei, aber die toppen echt alles! Ab und zu schreite ich ein, wenn ausfällige Statusnachrichten ans Licht kommen, oder jemand aus der Klasse von den anderen bloßgestellt wird.
- Zu Mc Donald’s gehen und dort rumgammeln
Wann auch immer ich in ihre Klasse schaue und checke, was es so Neues gibt, wie die Schule läuft, was sie am Nachmittag vorhaben, jedes Mal kommt Mc Donald’s vor. Entweder sie gehen nach der Schule was essen, oder während der Freistunde, oder vor der Schule.
- Telefonieren und Musik hören
Regelmäßig werden Videos von Liedern hochgeladen, deren Titel ich noch nieeee gehört habe. Ich bin mir noch nie so uncool vorgekommen, echt jetzt! Und es ist heutzutage anscheinend normal, dass man telefoniert, während man chattet.
Ein paar Mädchen erklärten mir, dass sie früher (?) Volleyball trainiert hätten, aber das jetzt uninteressant sei. Ein Mädchen spielt Fußball, kein einziger Junge. Bei uns haben damals 90 % Fußball trainiert. Die Jungs sind eher Skater und Gangster. Zupfen sich die Augenbrauen, stylen ihre Haare wie Justin Bieber oder wie der heißt, machen Fotos, die sie bearbeiten und dann in Facebook stellen. Der Park wird jetzt zwar besucht, aber nicht um irgendetwas zu spielen oder sich sportlich zu betätigen, sondern um „gesehen zu werden“. Mit 14 gehen die ersten Mädels nicht mehr ohne Make-up und körperbetonten Outfits außer Haus, sie ruinieren sich ihre Haut, indem sie ins Solarium gehen, fälschen ihren Ausweis, um in Diskotheken zu gehen, und sich vollsaufen zu lassen. Ich bin das erste Mal mit 15 weggegangen, in Bosnien, mit meiner älteren Schwester, bis 1. Alleine weg durfte ich mit 16, aber Wien war tabu ohne eine meiner älteren Schwestern.
Klar, meine Mentorenklasse ist wirklich eine Seltenheit, immerhin singen dort einige und spielen Gitarre, aber wenn ich mir die anderen ersten Klassen ansehen, wow… Die Mädchen sehen teilweise älter aus als ich!! Und die Jungs haben dünnere Augenbrauen als ich und tragen sogar engere Hosen!!!
Ich dachte immer, die Jugend von Heute hatte so eine Kindheit wie ich. Ich meine, ich bin ja auch noch die Jugend von Heute. Aber Zeiten ändern sich. Ich habe früher nicht über Facebook bekanntgegeben, wer meine beste Freundin ist. Das wurde in mein Freundebuch geschrieben.
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wenn du dich schon alt
wenn du dich schon alt fühlst...
ich fühle mich wie die bibel :D
In der Bibel wird von
In der Bibel wird von Methusalem berichtet und der wurde - man glaubt es kaum - 969 Jahre. Nun, das ist schon ein stattliches Alter und gegen ihn sind wir noch alle junge Hüpfer, quasi Kleinkinder.
abrahams zeitgenossen sollen
abrahams zeitgenossen sollen ja auch um die 500 und mehr jahre gewesen sein.
katastrofski, wenn wir so lang leben würden.
ich fühl mich gar nicht
ich fühl mich gar nicht alt, sondern nur nicht up to date :D
wir hatten vieles nicht
und trotzdem haben wir schon damals auch alles anders gemacht als unsere alten es gerne gesehen hätten - denn auch in meiner jugend - die scho a zeitl her is - hat man sich genauso über die "heutige jugend" aufgeregt.
das gehört zum fortschritt. wäre die jugend nicht darauf erpicht immer wieder die welt neu zu erfinden, dann würden wir vielleicht noch esel hüten...
ich denke - das muss so sein.
viele grüsse
da fred
zu der droge pc und internet
zu der droge pc und internet bin ich auch erst die letzen jahre gekommen.und auhc wegen schlechter erfahrung am überlegen bin mich von dieser zu lösen.
damals in den 90gern als ich jugendlicher war was ich hoffentlich heute noch bin.gab es die ersten handys die auch noch sehr teuer waren so das ich sowas nicht hatte.
pcs waren diese uralten fernsehkübelkisten autaries mit solchen comader keen spieln und disketten.
ich war bei einer hausafgabenbetreung in der 5klasse und wir haben immer drausen im garten gespielt kinder fangspiele oder hulahup reifen und bälle und fresbe scheiben und die rutsche im garten und auch wenns regnete gesellschaftspiele in der hausaufagen und freizeitgruppe.
daneben war eine schreinerei und wir haben immer zugeschaut was dort neues produziert wird.
warum immer mehr comunitys pcs medien und stylen und mehr peargroups an bedeutung bekommen liegt an der übersexualisierung der gesellschaft weil eben viel geld damit gemacht werden kann leider!
das heißt ja nicht das dieses thema schlecht ist gehört auch zum leben dazu denke aber das deshalb auch facebook und solchen beziehungskisten netzwerke gegründet worden sind.natürlich werden auch viele platonische freundschaften und politische und interessens hobbiegruppen und rotes kreuz usw. dort gegründet.
facebook lebt ja von den mitgliedern da eben durch email adressen viel geld gemacht werden kann!
aber meine vermutung was auch facebook betrifft ist das es ein männerbündnis ist um möglichst viele frauen kennenzulernen ist.gibt auch frauen die so sind aber tendenziell wohl eher solche vernetzung.
geben tut es da aber alles und ich will nicht in gut oder böse bewerten.
die zeiten ändern sich.. es
die zeiten ändern sich.. es gibt andere möglichkeiten manche sind in mode die anderen wieder out..
ich bin 31 und wenn ich zurück denke wie oft ich gehört habe zu meiner zeit gabs das und dies nicht wir haben unsere spielzeuge selber gebastelt.. wir hatten keinen nintendo wir hatten keinen amiga.. und und und..
die stetig wachsende industralisierung, technikalisierung, globalisierung, modernisierung beschleunigt zudem diese entwicklung
wenn die generation erwachsen ist von der grad die rede ist wird diese mitsicherheit auch sagen die jugend von heute.. das ist ein ewiger kreislauf
mmmhhhhh
da gebe ich memphis recht. ein ewiger krieslauf...es gibt keine "besseren zeiten". jede generation hat mit anderen umständen zu kämpfen. wenn ich denke, dass 2004 es nicht einmal USB-Sticks gab, das macht mir echt angst...stetig wachsende modernisierung hat es in jeder generation gegeben. und das erste handy mit foto-funktion kam in europa erst 2003, heute ist es normal.
als ich noch in die pflichtschule ging, liefen alle mit den riesengroßen CD-Playern herum. dann kamen die Mini-Discs von Sony (so um 1998). 1998-1999 kamen die ersten handys für jeden heraus. der erste i pod 2002. oooohhhh mann, alles ging so schnell...so viel zu modernisierung
ich erkenne mich in diesem
ich erkenne mich in diesem blog total wieder, meine kindheit und pubertät hab ich genauso verbracht. heute sind die "Jugendlichen" anders. ich sag immer ab generation '92 gings "bergab" ;-) aber echt jetzt, die wissen gar nicht mehr was wirkliche "hobbies" sind, facebook ist verdammt nochmal KEIN hobby, fastfood in sich hineinstopfen, oder ins soli gehen auch nicht! :-) arg, arg, arg die jugend von heute, oder besser gesagt die jugend ab '92.. :-)
ab 92'
bist du 91' geboren oder warum gerade ab 92' ;D
hahaha zufällig ja. aber
hahaha zufällig ja. aber echt nicht wegen dem, ich beobachte dieses 92er phänomen öfters :-D