Die kranke Welt des Anders Breivik
Das Massaker in Norwegen mit 93 Toten und vielen Verletzten versetzte das Land und Europa in eine tiefe Trauer. Der Attentäter Anders Behring Breivik hatte seine Taten offenbar fast zwei Jahre lang geplant. Nach Angaben der Polizei handelt es sich beim 32 jährigen Attentäter, um einen christlichen Fundamentalisten mit Kontakten zu rechtsextremen Kreisen. Breivik gesteht zwar die Fakten seiner Tat, weigerte sich aber eine kriminelle Verantwortung zu übernehmen.
Mit ausgeklügelter Boshaftigkeit setze Anders Breivik seinen Plan um: Er beschäftigte alle Einsatzkräfte der Polizei durch die Explosion im Osloer Regierungsviertel um zwei Stunden später, verkleidet als Polizist, im sozialdemokratischen Sommerlager Utöya willkürlich zu morden. Neunzig volle Minuten schoss er wild durch die Gegend und verbreitete eine Welle des Schreckens. 93 Tote und knapp 100 Verletzte waren die erschütternden Folgen.
Das 1516 Seiten Pamphlet eines Psychopathen
Kurz vor den Anschlägen veröffentlicht Anders Behring Breivik sein Hass-Manifest im Internet. Er schrieb es auf Englisch unter dem Pseudonym Andrew Berwick und verlieh seinem Werk den Titel: " 2083- Eine Europäische Unabhängigkeitserklärung" Er beschreibt darin eine Strategie für den Krieg gegen den „Kulturmarxismus“ und „Multikulturalismus“. Der seiner bizarren Ansicht nach im Jahr 1999 angefangen hat, als der Westen Serbien gehindert habe, sich gegen die „muslimische Invasion“ im Kosovo zu wehren. 2083 ist für viele eine Anleihe an das Jahr 1683, in dem die Osmanen vor Wien zurückgeschlagen wurden. Breivik sieht sich als einen modernen Ritter, ein Krieger gegen die Moslems und Marxisten. "Wenn die 'patriotische Führung' einer kleinen nationalbewussten Elite etabliert sei, sollten alle Muslime deportiert oder, wenn sie sich weigerten, hingerichtet werden." Seinem Manifest versucht er durch Pseudozahlen und Fakten einen Anstrich der Wissenschaftlichkeit zu verleihen. Seine Besessenheit und sein Hass gegen die Türken und Moslems lässt sich anhand folgender Zahlen veranschaulichen: 178 Mal kommt das Wort Türken, 238 Mal Türkisch, 395 Mal Osmanen 3 632 Mal Moslem und 1 365 Mal das Wort Islam in seinem Hass-Manifest vor.
Der Bezug zu Österreich
Der phrenetische Attentäter nimmt in seinem Hass-Manifest auch immer wieder Bezug auf Österreich. Etwa die Türkenbelagerung und die Befreiung Wiens sollten als "Europäischer Unabhängigkeitstag" zu einem Feiertag werden, alernativ könnte er sich auch den Tag vorstellen an dem alle Muslime aus Europa deportiert worden sind. Breivik spricht von einer Wiener Schule, die er als den Hort des "Kreuzritter-Nationalismus" sieht. Auf der Liste der strategisch millitärischen Ziele genießt Österreich eine hohe Priorität.
Randbemerkung: Ich will an dieser Stelle absichtlich nicht auf die feige Annahme und voreilige Schlussfolgerung vieler Medien und Journalisten eingehen, die ohne jeglichen Anhaltspunkt wenige Stunden nach dem Anschlag den mutmaßlichen muslimischen Attentäter sich zur Zielscheibe nahmen, bis sie drauf kamen: Es war doch nicht der Moslem. Es ist nicht von Bedeutung mit welcher Motivation und religiöser Einsicht jemand solch eine Gräueltat begang, ob es der Moslem war oder der Christ. Wichtig ist nur, dass ein Mensch überhaupt zu solch einer schrecklichen Tat fähig ist.
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Das ist nun einer der ersten
Das ist nun einer der ersten Preise den die Politik zu zahlen hat, welche sie durch das Hyphen der Islamphobie zu verantworten hat!
Man hat es
immer gesagt - diese ganze islamophobe Tirade, wird seine Konsequenzen haben und ist eben keine Spielart der demokratischen Diskussionskultur.
Österreich ist eine Brutstätte des politischen Extremismus und es gibt kein aber.