Face of the month: Don't mess with Maestro

Wir stellen vor: Eure Majestät El Maestro.

Seine Talente: Gaberln und Rappen.

Sein Meister: Peter Stöger.

Sein Ziel: Fußballolymp.


Von Amar Rajković und Markus Hollo (Fotos)

 

 

Übersteiger, Ferserl, 70-Meter-Pässe: Auf Youtube verzaubert das Wunderkind „El Maestro“ seine Fans. Seinen majestätischen Namen trägt der gebürtige Serbe seit dem zehnten Lebensjahr. „Als ich bei West Ham in England spielte, gaben mir lokale Journalisten den Spitznamen ,Maestro’. Mein älterer Bruder, der gleichzeitig auch mein Coach war, hatte daraufhin eine verrückte Idee. Er sagte: Wir könnten uns beide in Nestor und Nikon El Maestro umtaufen lassen.“ So geschah es. Als Beweis zeigt Nikon El Maestro seinen Reisepass.

 

Meister Stöger
Seit dem Sommer schnürt El Maestro seine Fußballstiefel in Wiener Neustadt. Unter den Fittichen der Kicker-Legende Peter Stöger soll das einst ausgerufene Wunderkind des internationalen Fußballs beweisen, dass es noch mehr als pfeilschnelle Dribblings und 70-Meter Pässe draufhat. „Ich kann mich zum Glück endlich in der Bundesliga beweisen“, freut sich der zierliche Mittelfeldspieler, der schon als Kind in Jugendkadern von FC Valencia, Schalke O4 oder West Ham United kickte. Sogar Bayern München soll angeklopft haben.
Ok, Wiener Neustadt stinkt im Vergleich zu Schalke und West Ham ab. Er findet den Club trotzdem ideal für seine Karriere. „Ich bin von meinen Qualitäten überzeugt, aber man kann nicht über Nacht ein Star werden“, wirkt der Wahlwiener mit dem Geburtsnamen  Nikola Jevtić schon jetzt erwachsener als manch anderes Wunderkind mit serbischen Wurzeln.

 

Angriffslustig
Hip-Hop ist neben Fußball seine zweite große Leidenschaft. „Never mess with Serbians“ oder „Du magst es, wenn dir ein Serbe ins Gesicht ejakuliert“, disst der Eminem-Fan seine Gegner. „Das ist so auf der Straße. Wenn du jemanden nicht leiden kannst, greifst du ihn verbal an“, erklärt El Maestro seine Street-Philosophie.
Zum richtigen Mann fehlt dem angriffslustigen Kicker und Rapper eigentlich nur eines: der Führerschein und eine fette Karre. Seine Majestät ist gerade 18 geworden.

 

Falls du Nikon El Maestro auf der Bühne erleben möchtest:biber verlost 2x2 Karten für das Konzert des serbischen Bushido „Juice“ am 15. Oktober im Clubraum des FK-Austria-Wien. El Maestro stellt dabei zusammen mit Kid Pex einige Tracks aus seinem ersten Album vor. eMail an gewinnspiel@dasbiber.at

ps:

el maestro = epic namensgebungs-fail :)

hätte nicht gedacht, dass

hätte nicht gedacht, dass es zu arnautovic in puncto dummheit noch eine steigerung gibt...tja- falsch gedacht ;)! termin beim ams steht sicher schon...

doppeluuups. vollk....

doppeluuups.
vollk....

EiEiEi...

Noch immer Face of the month?
--> http://derstandard.at/1316390249405/El-Maestro-rappt-sich-in-Abseits

Ich kann die Texte leider nicht verstehen, aber worum geht's da wenn es anscheinend rassistisch ist?

eine freundin von mir

eine freundin von mir meinte
"Die TV Moderatorin die das serbische Volk wegen Buh Rufen auf einem Amy Winehouse Konzert pauschal beschimpft hat im TV auch nix verloren. Der Typ darf sich ab heute über Tausende YouTube Klicks freuen."

und dem stimme ich vollkommen zu. im endeffekt ist es ein RAP-text. also irgendwie eine künstlerische form sich auszudrücken und dass raptexte nicht immer grad politisch korrekt sind....ja das haben wir zumindest schon mal gehört.

ich hab ihn kennengelernt, ein sehr netter, besonnener junger mann. hat halt den mund zu voll genommen, jetzt muss er dafür gerade stehen, aber verteufeln tu ich ihn deswegen trotzdem nicht. nobody is perfect. jeder verdient eine zweite chance. und an seinem fußballspiel verändert diese ganze dumme aktion auch nix...

Grenzen

Es gibt eben - auch bei Raptexten - eine Grenze, und die hat er halt (anscheinend) überschritten. Ich bin nicht der Meinung, dass die "Kunst" einem _jede_ Äußerung erlaubt!
Aber wie du sagst: Pech gehabt!
Es ist halt was anderes, wenn irgendein 18-jähriger was auf Youtube rappt oder wenn es jemand macht, der in der Bundesliga spielt (oder spielen will - noch hat er ja keine Einsätze hinter sich und dabei bleibt's anscheinend auch erstmal).
Natürlich ändert dieser Blödsinn nix an seinen Fußball-Fähigkeiten, es sollte ihm aber doch in den letzten Jahren aufgefallen sein, dass im (Profi-) Fußball regelmäßg Antirassismus-Aktionen stattfinden und Rassismus im Stadion ein Problem ist (grade beim FAK, wo er auftreten sollte!). Und durch diese Aktion hat sich halt ins Abseits gestellt - zu Recht.

der hat wirklich grund zum

der hat wirklich grund zum heulen.
"jüdische hure" rappt er? wenn der junge sich von anderen rappern abgeschaut hat, dass politisch unkorrekt zu sein dazu gehört, dann hat er sich zu weit aus dem fenster gelehnt.
sogar rapper sollten ihre grenzen kennen. und die kennt er anscheinend nicht.
der kleine hat sich selbst einen antisemitischen stempel auf die stirn geklatscht.
2. chance schön und gut. so schnell kriegt er dieses selbsterlegte image nicht los.
selber schuld. und eine lektion fürs leben.

aber vielleicht lassen tränen doch einige sanftmütiger werden und verzeihen ihm seine jugendliche naivität, zu glauben alles sagen zu können, was ihm auf der zunge liegt und dann noch viele bewunderer zu haben.

ups!

ups!

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