Filmkritik „Na putu“ und ein Lob an das Filmcasino
Zuerst einmal ein nostalgisches Schwärmen meinerseits. Mein Kinobesuch ist bis jetzt gezeichnet gewesen von Cineplexxen, diesen riesigen Kinoanlagen mit viel Bling Bling und etlichen Kinosälen aneinander gereiht. Dabei gibt es in dieser Stadt noch diese romantischen kleinen Kinos, in denen mancheiner von der älteren Generation feuchte Küsse ausgetauscht hat.
Kino war vor Jahrzehnten noch etwas ganz besonderes. Wohin mit dem Date? Ins Kino, um ihr zärtlich den Arm um die Schultern zu legen und dann irgendwann den Film durch einen Kuss sausen zu lassen. So war es bei meinen Eltern im alten Kinosaal in Bosnien, und so wird es auch bei vielen anderen Paaren gewesen sein.

Die kleinen Kinos bieten nicht nur einen nostalgischen Kinoabend, sondern auch das Flair rund herum, welches durch alte Holzverkleidungen und einem OLD STYLE die Atmosphäre perfekt macht.
Gestern war ein besonderer Tag für drei biber-Redakteurinnen. Wir, (Linda, Olja, Ich) gingen im Glauben ins Filmcasino, eine Pressevorstellung vom neuen bosnischen Film „Na putu“ - (siehe www.naputu.at) zu sehen.
Es stellte sich heraus, dass aufgrund unserer Anfrage der Kinosaal nur für uns drei aufgemacht wurde. Niemand dort von anderen Medien, außer uns. Auf die lustig gemeinte Frage, wohin wir uns im leeren Kinosaal setzen, antwortete Linda ironisch:
„Dort wo noch Platz ist, würd ich sagen!“
Aber unsere Linda ist ansich ein Wesen, das Clowns zum Frühstück verzerrt und dementsprechend immer gut gelaunt ist.
Ein großes Dankeschön an das Team vom Filmcasino, welches uns so toll empfangen hat.
Und auf weitere tolle Filme im Filmcasino:
Margaretenstraße 78
1050 Wien
Nun zum Film:
Kurz gesagt, ging es um ein bosnisches Liebespaar. Luna ist Stewardess, Amar Fluglotse. Weil seine Kollegen herausfinden, dass er Alkohol bei der Arbeit trinkt, folgt die Suspendierung.
Arbeitslos und besoffen trifft er bei einem Ausflug auf seinen alten Freund Bahrija aus der bosnischen Armee, der zusammen mit ihm im Bosnienkrieg an der Front stand.
Der Freund hat sich verändert. Er ist ein Wahhabit geworden, der in einem Camp in Jablanica mit anderen Wahhabiten zusammenlebt. Er bietet dem alten versoffenen Freund einen Job im Camp an, wo er den Kindern einen Computerkurs geben soll.
Amar nimmt Bahrijas Angebot an und verschwindet aus Sarajevo ins Camp. Luna ist gar nicht begeistert von der Idee, dass er in dieses „Terroristencamp“ einzieht, wie Lunas Freundin die Wahhabiten nennt.
Luna wird von Bahrijas gesichtverschleierten Frau angerufen, um sie für einen Besuch ins Camp abzuholen. Luna kommt an und findet eine Trennung von Frauen und Männern vor. Wenn die zwei Geschlechter zusammenkommen, verschleiern sich ihre Frauen. Wenn die Männer ihren Tätigkeiten nachgehen und die Frauen mit den Kindern alleine bleiben, verschwindet die Verschleierung.
Amar merkt, dass ihm der Friede unter den „Brüdern“ gut tut. Zurück in Sarajevo feiert er Bayram mit der Familie von Luna und bemerkt, wie falsch der Islam in Bonien praktiziert wird. Auf dem Tisch ist Alkohol, es wird geraucht und laut Musik gehört. Amar gibt dem Kommunismus und dem Westen die Schuld und verschwindet aus der Wohnung. Und dass die Moslems in Bosnien im letzten Krieg abgeschlachtet wurden, hätten sie selbst zu verantworten, weil sie Allah vergessen hätten. Alles hätte einen Grund, hat Amar im Camp mitbekommen. Auch dass seine Freundin Luna nicht schwanger werden kann, argumentiert er mit dem Willen Allahs, weil sie noch nicht nach moslemischen Brauch verheiratet sind.
Kritik:
Ich werde Klartext reden. Meine Kolleginnen und mich hat das Thema sehr mitgenommen. Auch Tränen sind geflossen, bei der Erinnerung an die Vertreibung und Ermordung von Menschen im Bosnienkrieg. Aber der Wahhabimus ist eine ziemlich neue Form des Islam in Bosnien. Es ist ein radikaler Islam, der die Demokratie ablehnt.
Da wagt sich mal einer an das Thema ran und macht einen Film. Und ich bekomme eine schlaflose Nacht, weil ich mich über die Verharmlosung dieser neuen islamischen Glaubenrichtung in Bosnien geärgert habe.
Es sind durch den Film zu viele Fragen offen geblieben. Amar hält meistens die Goschn. Der Zuschauer bemerkt nur, dass ihm der religiöse Friede und sein Seelenheil bei den Brüdern gut tut.
Ein modernerer Lebensstil, zb.das Tanzen in der Disco, übertriebener Alkoholkonsum, verrauchte Zigarettenräume bei den Verwandten werden vom Zuschauer eher als negativ empfunden. Dagegen löst man die Verschleierung der Frauen im Camp und schafft eine Lockerheit, die eher einer Insel der Seeligen gleicht. Das neue wahhabitische Phänomen wird nicht kritisch hinterfragt.
Luna bekommt vom Amar ein Buch. In diesem stehen Regeln nach Mohammed, die ein besseres Leben versprechen. Der Inhalt des Buches bleibt unkommentiert. Was die Menschen im Camp genau machen, bleibt ungelöst. Wovon sie leben, wie sie leben, wird nur kurz während Lunas Besuch im Camp gezeigt – freie Frauen, die den Schleier ablegen, wenn die Männer verschwinden. Betende Männer, die friedlich miteinander zusammen sitzen, getrennt von den Frauen. Wohin sie gehen, wenn die Frauen alleine bleiben, zeigt man nicht. WAs sie arbeiten, wie sie Geld beziehen und wie sie Amar so gut zahlen können, bleibt ebenfalls unbeantwortet.
Die Heirat von Bahrija mit einer Witwe, die ihre drei Kinder in die Ehe mitnimmt wird als positiv und tugendhaft angesehen, weil er einer Witwe mit drei Kindern ein friedliches und sicheres Heim gibt.
Dass Bahrija später die minderjährige Tochter seiner Frau heiratet wird nur kurz von Luna negativ gesehen, bleibt aber weiters kommentarlos durch alle Beteiligten. Nur Szenen werden angeschnitten, und wenig kommentiert.

LUNA mit Bahrijas zweiter minderjähriger Ehefrau, die heimlich MP3 hört.
Einen Satz möchte ich euch nicht vorenthalten. Und sogar der bleibt kommentarlos.
Als Bahrija seinen Freund Amar lobt, was für ein guter Kämpfer er im Krieg war, kommentiert ein anderer Wahhabit:
„Wir brauchen gute Kämpfer, für den Frieden in Bosnien!“
Entweder ist das Thema so brisant, dass man sich nicht mehr getraut hat, als den Film nur durchs Anreißen bestimmter Themenfelder zu zeigen, ohne jegliche kritische Auseinandersetzung mit dem Thema selbst zu produzieren. Oder der Wahhabismus wird verharmlost.
Aber vielleicht bekommt man als Filmemacher nicht die Möglichkeit sich ein genaues Bild über die Lebensweise von Wahhabiten in Bosnien zu zeigen. Vielleicht sind es nur Vermutungen, weil nicht mehr drin ist, was gezeigt werden kann, bzw. was gezeigt werden darf. .
Olja? Linda?
It's your part!
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Kann mich eurer Kritik
Kann mich eurer Kritik leider überhaupt nicht anschließen.
Ich fand den Film relativ gut, sogar sehr gut!
Die Musik war einfach nur toll, Bildsprache und Schauspieler sind phänomenal. Amar finde ich alles andere als einen positiven, sympathischen Charakter. Er wird im Film nur ganz anders dargestellt...Er wird nicht wie ein typischer "böser" dargestellt,anstatt seine neuen Ansichten anderen aufdonnern zu wollen, hüllt er sich in Schweigen was ihn, meiner Meinung nach, total unsympathisch macht.
Was das Thema "Anschneidung" betrifft: Es wird ja nicht alles gezeigt. Amar war Alkoholiker, man hat jedoch nicht gesehen in welchem Ausmaß er Alkoholiker war, sondern man hat ihn beim Trinken in der Arbeit erwischt und daraufhin suspendiert. Was danach im Camp geschehen ist, weiß man auch nicht so recht.
Also das meiste spielte sich hier in "verdeckter Handlung" ab.(Was ich total gut finde) Warum muss denn immer alles vorgekaut auf dem Teller liegen? Es ist doch tausendmal interessanter wenn man sich selber eine Meinung bilden kann, sich schlau im Internet macht etc als wenn man eine Meinung von einem Regisseur eingetrichtert bekommt, oder meint ihr nicht?
Noch ein Grund dafür warum es vielleicht nur Anschneidungen gibt: Habt ihr gesehen von wie vielen Sendern, Filmfonds etc dieser Film finanziert wurde? Da musste man logischerweise Mainstream-Kino daraus machen, damit das Geld auch wieder reinkommt :)
Ich finde das der Film wirklich gelungen ist!!! Hut ab!
und wieso filmt die luna die
und wieso filmt die luna die ganze zeit mit ihrem verdammten handy?? jede szene, egal worüber sie handelt, bleibt unkommentiert und du als zuschauer musst dir alles selbst hineininterpretieren, uf!
Ja, das
ist so ein pseudointellektueller Kniff, um quasi die Darstellung auf eine Metaebene zu heben. Luna wird dabei gefilmt, wie sie etwas filmt. Außerdem soll es auch etwas die Befremdlichkeit der Dinge, die sie filmt, darstellen, dass sie die Welt um sich herum genau beobachtet usw.
Also wer sich den Film anschauen will,
dem sei befohlen (!) es im Filmcasino anzusehen. Folgenden wunderschönen, altmodischen Kinosaal hatten wir ganz alleine für uns:
Aber nun zum Film:
Am meisten geärgert hat mich am Film die Darstellung der beiden Hauptdarsteller. Die Frau soll eine moderne, emanzipierte junge Frau sein, die die Religion zwar als Tradition in sich trägt, aber nicht mehr. Sie ist schlagfertig und manchmal auch „goschat“, hinterfragt ihre Umwelt und geht mit moralischen Standards an diese heran. So weit, so gut.
Doch was für mich absolut schrecklich ist, ist dass sie diesen Pseudowahabiten, zu dem ihr Freund mutiert ist, so lange aushält. Sie fragt ihn immer in kritischen Situationen, ob er sie noch liebt. Als würde das einen Unterschied machen. Ist mir doch blunzn, ob er mich liebt, wenn er gerade komplett durchdreht! Ich kann das einfach nicht leiden, dass Frauen im Filmen immer so zerrissen dargestellt werden - zwischen Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen, aber am meisten zerrissen zwischen den eigenen Bedürfnissen (hier beispielsweise auch Kind) und den Männern, die sie mit sich herumschleppen, Gott weiß (?!) warum.
Ich hätte diesem Typ schon nach 10 Minuten den Kick gegeben, zack, basta, Film aus, Credits runter. Aber so funktioniert das offenbar nicht.
Aber auch beim männlichen Hauptdarsteller gibt es so viele unrealistische Komponenten. Er wird arbeitslos, weil er Alkoholiker ist und schon ab 10 Uhr früh trinken muss, ständig einen Becher mit Alkohol bei sich haben muss. Doch PLÖTZLICH nach der Umkehr zur Religion braucht er das alles nicht. HALLOOO?! Entschuldigung, aber Alkoholentzug ist einer der gefährlichsten, einer derer, an denen man am leichtesten sterben kann. Das geht nicht so einfach, nur weil jetzt Allah an meiner Seite ist. Mein Körper will das Zeug, da kann kein Gebet was dagegen tun. Cold Turkey bei Alkohol (vor allem bei solchen Trinkern, wie er es ist) funktioniert einfach nicht, basta.
Und hiermit komme ich auch gleich zum Hauptproblem des Filmes: Amar wird ganz deutlich in allen seinen Taten tugendhaft und positiv dargestellt. Die Religion ist für ihn ein neuer Zufluchtsort und „er versucht ja nur, ein besserer Mensch zu sein“. Hätten sie ihn wenigstens weiter trinken lassen, wäre der Charakter etwas dreidimensionaler, realistischer geworden, hätte man dem Film den Charakter abnehmen können. So ist es sehr problematisch: Prinzipiell verhält er sich im Film nie daneben. Das stört mich. Das verharmlost den Wahabismus und radikale Strömungen der Religion total - hier schließe ich mich komplett Ivana an. Es ist wenig reflektiert, wenig nachgefragt, wenig in die Tiefe gegangen worden. Daher kann man eigentlich (außer man hat von vorne herein eine kritische Grundeinstellung) an Amar objektiv gar nichts kritisieren.
Durch diese und auch viele andere Mängel (es werden viele sehr wichtige und riesige Themengebiete wie Vertreibung aus der Heimat, wirtschaftliche Aspekte des Wahabismus usw. im Film nur angeschnitten und dann dahingestellt gelassen) muss ich sagen, dass ich mit dem Film nicht zufrieden bin. Ich finde es gut, dass sich jemand traut, doch das ist eindeutig ein Drehbuch mit eingezogenem Schwanz.
Kurz möchte ich dennoch ein paar Dinge erwähnen, die mir gefallen haben. Dramaturgisch war der Film besser gemacht als inhaltlich. Beispielsweise erkennt man eine deutliche Verbindung zwischen Musik und Amars „Bekehrung“. Er ist ein Mensch, den die Musik zutiefst bewegen kann, der in den Worten und der Melodie aufgeht (denn sonst ist er recht schweigsam). Das ist mit einigen stillen, bedächtigen Szenen sehr gut dargestellt.
Auch die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin ist beachtlich. Man nimmt ihr alles ab, die Sprache, die sie verwendet, ist aus dem Alltag genommen, die Mimik und Gestik nicht übertrieben. Außerdem ist sie wahnsinnig fesch und es gibt Nacktszenen, oida!
Die heiklen Themen werden in sehr schönen, gefühlvollen Sequenzen dargestellt (beispielsweise in Zusammenhang mit Lunas Großmutter) und berühren. Was nichts daran ändert - nur weil etwas berührt oder aufrührt (was der Film im Bosnien sicherlich tut), heißt das nicht sofort, dass es gut ist.
my part
man sollte sich von "na putu" nicht antworten auf etwaige fragen, die man sich im laufe des lebens zu diesem thema angehäuft hat ,erwarten.
der film zeigt sehr realistisch, wie eine beziehung unter dem lebenswandel eines partners, auf die probe gestellt wird.
ich finde gar nicht, dass die wahabiten gut wegkommen- bestenfalls werden sie verharmlost aber nicht wirklich hochgepriesen.im gegenteil, sie wirken eher lächerlich.
es handelt sich vielmehr um zwei extreme. einereits das laute, von alkohol bestimmte disco-leben, andereseits die strenge trennung der geschlechter und der nicht nachvollziehbare religiöse zugang zu allen bereichen des lebens.
bestimmendes thema im film ist glaub ich die sinnsuche und vergangenheitsbewältigung.
das offene ende hat mir nicht gefallen.
in meiner vorstellung findet amar wieder seinen verstand, wird wissenschaftler und natürlich kommen sie wieder zusammen und haben viele nicht fundamentalistisch erzogene kinder ;)
ich finde auch, dass die
ich finde auch, dass die wahabiten in dem film nicht beschönigt werden. meine abneigung gegen diese sekte ist durch den film nur noch größer geworden. bislang dachte ich, sie seien "einfach" eine bande extremisten, die sich gezielt ihre "opfer" in risikogruppen (drogenabhängige(also auch alk, wie beim amar), kriegsgeschädigte, witwen, usw. aussuchen, für uns "normalos" quasi harmlos. mit ihren bärten, hochgekrempelten hosen und den verschleierte frauen, haben sie mir zwar angst gemacht, aber mehr auch nicht. seit dem film, der heirat des einen mit der minderjährigen und der überzeugung aller, er würde dem mädchen damit sogar noch etwas gutes tun, den aussagen über den krieg, dass wir bosnier selbst dafür verantwortlich sind, weil wir nicht religiös genung wären, und auch amars aussage,sie können kein baby bekommen, weil sie vorehelichen sex hatten, haben mich echt noch mehr gegen diese leute aufgebracht.
ivana!
bist du sicher, dass du wegen dem film eine schlaflose nacht hattest? oder hat das darauf folgende gespräch dir den schlaf geraubt? :))))
linda ? was redest du oida?
linda ? was redest du oida?
ich war jetzt nicht schweißgebadet, sonder verfiel in grübelzwang. allerdings bin ich so veranlagt, dass ich über dinge nachdenke, die für andere nicht erwähnenswert sind.
wenn du wüsstest, welche details ich im film alles gespeichert hab. das musste dann verarbeitet werden.
kennt irgendwer die fabelhafte welt der amelie....
ich geh so in diese richtung :-S
...
also, mich würde brennend interessieren, wie sich die Regisseurin einen Überblick über den Wahhabismus beschaffen konnte? wie hat sie recherchiert? hat sie Freunde oder Bekannte in der Szene?
wie du schon sagst, es ist eine ziemlich neue Form vom Islam... von dem meiner Meinung nach, der größte Teil der Bevölkerung in Bosnien keine ahnung hat, was da intern abläuft. Denn seit dem Krieg sprießen diese radikal islamischen Gruppierungen in Bosnien, wie Gras aus dem Boden. Und, keiner kennt sich aus...
Was bewegt einen Menschen dazu, sich aus heiterem Himmel solchen Gruppierungen anzuschließen? Ist es die Armut, die Unzufriedenheit im Leben etc.
Meiner Meinung nach, sind manche Menschen mit ihrem Leben überfordert. Sie brauchen unbedingt jemanden der ihnen diktiert, wie man zu leben hat und wie nicht, was man darf und was nicht.
ah ja. noch zu der
ah ja. noch zu der übersetzung - deutsche untertitel. gibt euch das. aber übel nehmen kann mans ja nicht. wie sollte man das auch richtig übersetzen.
szene. amar trifft seinen alten freund und sagt:
"idi u pizdu materinu" - übersetzung: "wow!"
oma sagt zu luna über den opa:
"neka ide u guzicu" - übersetzung: "soll er zum teufel gehen"
eigentlich: soll er doch in oarsch gehen.
oma sagt zu luna, dass sich die anderen enkel nciht blicken lassen.
"to su sve kopilad" - übersetzung: die lassen sich nicht blicken.
eigentlich: das sind alles kuckuckskinder.
Ich hab den Film leider noch
Ich hab den Film leider noch nicht gesehen. Aber was ich aus dem Text von der Ivana herauslesen kann bringt mich auf folgende Meinung:
Ich denke, dass man bei solchen Filmen auch immer sehen muss, wer den Film macht, von wem wurde er gefördert, welche Denkschulen stehen dahinter und was will man mit einer teuren Filmproduktion erreichen.
So wie ich aus der Kritik herauslesen konnte, blieben viele Schlüsselszenen unkommentiert bzw. hatten eine Tendenz zur eher postiven Veranschaulichung von Wahabiten in Bosnien.
Diese Veranschaulichung, wenn sie denn gegeben ist, finde ich persönlich sehr schlecht. Viele der Dinge, die ich jetzt gelesen habe erinnern mich direkt an den Iran und dessen staatliche Serien und Filmlandschaft, dessen mediale Inszenierung und Verherrlichung von radikalen Ansichten. Dort ist man (Staat) ebenso der Meinung dass man für die Freiheit kämpft. Auch dort ist man der Meinung, dass Alkohol, Amusement und so weiter aus einem Menschen eine "Kreatur" machen und dass es viel besser ist im Kreise seiner "Brüder" zu bleiben und viele andere Dinge, die andere Lebensweisen einfach als negativ Darstellen, denn es gibt nur eine Lebensweise laut dem Staat.
Ich denke was mit diesem Film versucht wurde, und ich muss hier noch mal betonen, ich habe ihn nicht gesehen, sondern deute rein aus der Kritik von oben, ist dass man den Wahabismus in Bosnien "salonfähig" machen möchte. Sozusagen als ein fester Bestandteil der Geschichte und Tradition des Landes. Weil gerade Filme sind die Quelle sehr langer Rechercharbeit. Es gibt Regisseure, die 8 Jahre lang recherchieren und dann einen einzigen Film umsetzen, also denke ich liegt es nicht daran, dass die Ausseinandersetzung zu schwer war, sondern dahinter steckte sicherlich ein deutliches Ziel, vielleicht eben nicht zu recherchieren.
werd mir den film
werd mir den film anschauen
ps: filmcasino rules