Gestern mit dem Wischmob, heute mit Wischroboter



Ich blättere heute durch die Zeitung und entdecke eine Neuheit in der Saturn-Werbung.

Ein Wischroboter um 299 Euro.

 

Nennt mich ruhig einen Technologiemuffel.

Aber wer braucht dieses Ding?

Bevor ich das Ding durch die Wohnung laufen lasse – und so eine Wohnung ist ja voller Möbel, Tischkanten, Sessel etc., hol ich mir nen Wischmob, tauch den in den altbekannten Kübel Wasser und mach die Runde.

Und wie viel so ein Wischroboter kostet?

Bist narrisch!

 

Ein halber Urlaub...

und dabei bewegt sich das Ding so langsam, dass ich am liebsten drauf treten würde.

 

Ich weiß nicht woran es liegt. Aber dieses Ding erzeugt bei mir Aggressionen. Vielleicht deshalb, weil uns die Gegenwart immer mehr Sachen unter die Nase reibt, die uns angeblich das Leben erleichtern sollen. Es sind Sachen, wo wir immer weniger tun müssen.

Ist das gut?

Die Mütter von heute können sich gar nicht vorstellen, Stoffwindeln für ihre Kinder zu kaufen, die sie mit der Hand waschen müssen, so wie es unsere Mütter getan haben.

Sogar die Bedienung der Waschmaschine ist für manche Arbeit. Dabei wäscht das Ding selber.

Aber aufhängen und bügeln muss man die Sachen dann auch noch.

Für das Geschirr ist dann auch die Wasserschleuder da, die einem die Teller und Besteck blitzeblank macht. Und sogar da tun sich einige schwer – das Ding einzuschalten. biber spricht aus Erfahrung :)

Ah sind wir gemütlich geworden.

Wenn meine Mutter über ihre Kindheit erzählt, kann ich nicht glauben, wie das Leben früher war.

Die Kinder sind barfuß durch die Felder gelaufen. Strom wurde im Haus meines Opas erst angeschlossen, wo meine Mutter 7 Jahre alt war. Vorher ging man früh schlafen – eben wenn es dunkel geworden ist, und stand auf, wenn der Hahn krähte.

Ich würde gerne eine Abenteuerreise machen. Letztens sah ich eine Doku, wo sich junge Leute auf einer Burg zeigen ließen, wie das Leben früher war. Sie mussten selbst Brot backen. Und dafür musste allerdings das Mehl vorher gemahlen werden. Alles was du konsumierst, musst du selbst herstellen. Und dazu gehörten auch Tierschlachtungen. Willst du ein Huhn, killst du ein Huhn. Willst du einen Fisch, musst du ihn fangen.

Diese Leute, vor allem die Frauen, heulten in der ersten Woche fette Tränen, bevor die Routine eintraf und sie beim Beenden des Experiments erst schätzen lernten, wie Menschen früher gelebt haben und wie sie es heute tun.

Vielleicht würde ich mich, mit meiner heutigen Gemütlichkeit, allerdings in einer früheren Zeit auch hin hocken und einfach drauflos heulen.

Schließlich bekomme ich schon Zuckungen, wenn meine Hände in den Wintermonaten frieren... geschweige denn, wenn ich im eisigen Wasser angeschissene Kinderwindeln waschen müsste.

Was, wenn alles zusammenbricht? Was, wenn eine Katastrophe eintrifft, die uns keine Möglichkeit mehr für unsere Gemütlichkeit lässt?
In einer Doku über eine mögliche Katastrophe, die den Menschen in die Steinzeit zurückwirft, meinte ein Wissenschaftler, dass die westliche Welt als erste ihr Ende findet, weil Menschen in Entwicklungsländern besser gelernt haben mit ihren geringen Mitteln ihr Leben zu meistern.

Vielleicht sind wir mit unseren technologischen Mitteln mehr im Nachteil, als wir uns bewusst sind.

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wenn man...

...einen brief erhält, heißt es, dass die person sich zeit genommen hat, um DIR zu schreiben. das ist kommunikation, die sich "echt" anfühlt. und nicht dieses facebooken oder so...da schreibt ma nur lauter kurzen blödsinn.

ich

habe es bis heute geschafft, kein facebook-account zu haben, was sich aber oft als nachteil erwiesen hat...irgendwie muss man ja aber mit der masse mitziehen. irgendwann wird es auch bei mir so weit sein.

bleib stark martino. du bist

bleib stark martino. du bist nicht allein :)

vielleicht sollte man nicht

vielleicht sollte man nicht miteinander reden sonder wie in der schule so minibriefe schreiben.. ich stell mir das grad so vor 4-5 leute sitzen an einem tisch keiner redet es wird nur geschrieben und die zetterl untereinander weiter gereicht :))

die gemütlichkeit und die vielfalt an möglichkeiten treiben den menschen zur langeweile :)

viva la comunicacion

ich wünsche mir briefe

ich wünsche mir briefe zurück.

in der hauptschule hab ich brieffreundschaften in italien und england gepflegt.
es war total aufregend dieses stück papier in den händen zu halten, das irgendein mädchen von weit weg an dich geschrieben hat.
meine mädls haben dann sticker aufgeklebt und sich urviel mühe mit den briefen gegeben.
jedes mal war es freude pur, wenn im briefkasten ein brief angekommen war.
anderes als bei mails, setzt man sich richtig hin, nimmt sich zeit für seine worte und schreibt einen richtig persönlichen brief.
du kannst dir am papier die anwesenheit der person vorstellen, die ihn abgeschickt hat.
meine brieffreundinnen hießen chloe jones und georgia richards.
die eine erzählte mir von ihrem bruder, der gerade im knast sitzt. es war total spannend :)

so ein gespräch hatten wir

so ein gespräch hatten wir unlängst bei uns zu hause es war schön.. ich hatte nur eine brieffreundinn sie ist(war) aus berlin, da ging ich noch zu HS, sie schickte mir ausser briefe noch postkarten irgendwie waren sie viel unterwegs innerhalb deutschlands.. leider konnte ich nichts von ihr aufbewahren nicht mal an den namen kann ich mich so richtig erinnern müsste jetzt raten :(

und wegen der digitalisierung hat sich meine schrift auch verschlechtert.. ich hatte so ne schöne mädchen handschrift

und willst du den kontakt nicht wieder herstellen?

ich hab versucht die mädls

ich hab versucht die mädls über facebook zu finden. leider spuckt der mir ungefähr 20 georgias und 10 chloes raus.
außer ich schreibe jedes einzelne mädl an und frage sie ob sie mal ne ivana als brieffreundin hatten. :)

aber wär schon spannend zu erfahren, was aus ihnen geworden ist.

ich wollt ivana antworten :(

ich wollt ivana antworten :( net eigenen post schreiben

nix probljem mit post. ich

nix probljem mit post. ich habs als antwort verstanden :)

das liegt doch in der natur

das liegt doch in der natur des menschen immer wieder wurde etwas erfunden was einem das leben "erleichtert" , jaja die guten alten nylonwindeln du sagst es :D

auch in der kommunikation sind die menschen faul geworden ich bin einer der den augenkontakt sucht einem gegenüber sitzt und plaudert.. heute hörst nur mehr na i mag net wir können ja über msn plaudern.. gäbe es msn internet net würde man sich net auf die faule haut legen und sich mit einem treffen.. so war es früher.. früher war immer alles anders manches besser manches schlechter..

als nächstes kommen sicher die bügelroboter mit 101 sensoren die jedes kleidungsstück, stoff erkennt und net vom bügeltisch oba plumbst..

und die wissenschaft hat recht, logisch gesehen :)

ich merk ja an mir selber,

ich merk ja an mir selber, dass ich immer weniger lust habe zu reden.
es beschränkt sich immer mehr aufs schreiben. und das nicht mal im gut bedachtem deutsch, sondern einfach drauf los.
hab ka bock und so .
was machstn heute...
bissi facebookn...bissi chiln. je kürzer die nachricht desto besser. unterhaltung pur.net woahr ?
problem. alles wird schnell langweilig.
keine stunde kann man irgendwo sitzen, ohne dass man nach abwechslung sucht.
sogar das facebook langweilt. und man hockt trotzdem drin.
ich erwische mich an freien tagen dabei, dass ich nicht weiß, was ich mit der zeit anfangen soll.
es gäbe so viele freizeitmöglichkeiten. aber ka bock.

ich könnt mich selbst schlagen. :D

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