Griechenland/Türkei: Schluss mit Hassparolen in Schulbüchern
Eines haben beide Länder gemeinsam: Die Krise. Während die Griechen sich mit Finanzen plagen, kriseln die Türken bei der Verfassung.
Trotzdem geht es beim kommenden Treffen der konkurrierenden NATO-Partner um etwas ganz anderes: Schulbücher.
Hassbotschaften, die den Schülern per Schulbuch eingeimpft werden, sollen in Zukunft aus den Büchern gestrichen werden.
Zumindest soll dies von Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan und seinem griechischen Kollegen George Papandreou am Freitag und Samstag in Athen unterzeichnet werden. Außerdem werde es in Zukunft jährlich zu solchen "Mammut-Treffen" kommen.
Aber zurück zu den Schulbüchern:
Weiterbildende Lektüre für Grund- und Mittelschulen werden bald nach abfälligen und feindseligen Beschreibungen des jeweiligen Nachbarlandes durchforstet.
Klein Mehmet wird in Zukunft also Griechenland nicht länger als Gefahr für Zypern und die Türkei betrachten. Und klein Gülcan wird sich nicht mehr vor den griechischen Mitbürgern fürchten und muss in Zukunft keinen Umweg mehr über die gefährliche griechisch-orthodoxe Kirche machen.
Dafür darf sich klein Helena über die geplante erste Moschee in der Hauptstadt ihres Landes freuen.
Und wer weiß, vielleicht entschließt sich klein Dimítrios später dazu, nach Istanbul zu reisen, um die seit fast 40 Jahren geschlossenen orthodoxen Priesterschule zu besuchen, die laut Vize Bülent Arinc wieder eröffnet werden soll?
Wie dem auch sei: Europaminister Egemen Bagis wittert die Chance, chronische Spannungen im türkisch-griechischen Verhältnis zu entschärfen.
Kohle für das finanzkrisengeplagte Griechenland gibt's keines- aber vielleicht tun heranwachsende SchülerInnen in einigen Jahren etwas für ihre netten Nachbarn- schließlich ist die Gefahr nun ja gebannt.
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Das Essen, die Bräuche und
Das Essen, die Bräuche und Sitten und auch das Gemüt der Griechen ähnelt den der Türken sehr. Unsere Musik klingt fast gleich. Unsere Tänze sind nahezu identisch. Wir unterscheiden uns in Sprache und Religion. Es wird Zeit das die Türkei mit ihren Nachbarländern besser auskommt.
++++
sehr nice, wurde endlich Zeit.
Diese Spannung erinnert mich immer an diese Redensart über die zwei Ziegen, die sich auf einer Brücke begegnen und keine von beiden ausweichen will (inatci keci).
Jedenfalls: vl. ist das ein erster Schritt, der dazu führen wird, dass die verlassenen Bruchbuden in Istanbul wieder von ihren eigentlichen Besitzern bewohnt werden (können). Oder diese zumindest zurückkehren, ohne Angst, dass sie jemand auf der Straße anspucken würde.