Hüftschwünge statt Walzer



Eine Gegend, die sonst besinnliche Walzerklänge und Piano-Sonaten gewöhnt ist, erklang am Samstag abend in fetzigen Balkan-Rythmen. Im Moulin Rouge, ca. 150 m von der Staatsoper enfernt, trat Sofi Marinova, eine bulgarische Volk-Sängerin mit Roma-Wurzeln auf und ließ ihre Zuschauer für kurze Zeit vergessen, dass sich diese in Wien befanden.

Alles glänzt, alles ist laut, alles tanzt! "Bulgarischer" hätte der Abend nicht sein können. Vodka-Flaschen und Red Bull auf den Tischen, statt Bier und Spritzer; große starke Männer in engen T-Shirts und kleine zierliche Mädels mit wenig an! Die Sängerin, die mit großer Verspätung auftrat, bot mehr als nur Silikon vor dem Mikrofon. Live präsentierte sie eine unerwartete Stimmgewalt und gab, neben den üblichen Klassikern, auch fetzige Zigeuner-Lieder zum Besten.

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