Kein Frieden zwischen Türken und Kurden



Der Plan ist geplatzt, wo die türkischen Regierung unter Ministerpräsident Erdogan den Kurden mehr Rechte zugestehen wollte. Vielleicht waren es nicht genug Bemühungen. Oder auch zu wenig Bemühungen aus der Sicht der Kurdenführer.

Treffen mit kurdischen Vertretern sah die Welt als „historische Chance“, um den Kurden-Türken-Konflikt beizulegen.

Jetzt ist keine Rede mehr von Frieden.

 

Der seit elf Jahren in Haft sitzende PKK-Chef Abdullah Öcalan erklärte Ende Mai seine Bemühungen für beendet, mit der Regierung zu verhandeln. Er würde für die Anliegen des kurdischen Volkes keinen Gesprächspartner in der türkischen Regierung finden.

 

Frieden geplatzt, und jetzt führt man wieder schwere Kämpfe gegeneinander an.

Seit Wochen kommt es zu Anschlägen seitens der PKK. Das türkische Militär reagiert mit Gegenschläge und stößt in den Nordirak vor, wo die PKK ihre Lager hat.

 

Bei diesen Kämpfen starben letztes Wochenende mehrere Menschen, darunter auch zwölf türkische Soldaten.

 

Die PKK-Zweigorganisation "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK) hatte Ende vergangener Woche mit Anschlägen auf Urlauber in der Türkei gedroht. Alle Feriengebiete des Landes seien als "Aktions- und Vergeltungsgebiete" zu betrachten, erklärte die Gruppe auf ihrer Website.

Die Gruppe bekannte sich auch zu einem Anschlag auf Polizisten in Istanbul Anfang Juni. Das sei erst der Anfang, so die Organisation.

 

ERDOGAN droht zurück:

Erdogan stellte demonstrativ Härte unter Beweis. Es werde sich nichts an der Entschlossenheit seines Landes ändern, die PKK "bis zum Ende" zu bekämpfen. "Sie werden in ihrem eigenen Blut ertrinken", sagte Erdogan am Sonntag bei einer Trauerfeier von Soldaten, die ums Leben gekommen waren.

 

 

 

 

„Die wahren Kämpfe werden nicht in der Politik ausgetragen. Die werden zwischen Menschen durch Hass und Gewalt stattfinden, die durch die Politik gelenkt werden.
Und so entfernt man sich immer mehr vom Frieden, und vor allem von einer Lösung.


Solche Meldungen erinnern mich an mein Land. Es ist viel Blut geflossen, viel Schaden angerichtet.
Und dennoch schaffen es immer wieder Machthaber mit den selben Parolen und Hasspropaganda das Selbe zu erzielen. Dass Menschen sterben, weil sie sich gegenseitig umbringen.

Nicht Erdogan wird die Feinde in Blut ertränken. Er schickt andere, die es für ihn tun.
Und auch die anderen schicken zum Töten, damit ein ganzes Volk durch diese Taten gehasst wird. „



1
 
 


?

Die Regierung ist um Reformen bemüht, dies zeigen eben diese Anschläge. Der PKK ist es nicht recht, wenn die Regierung Reformen verabschiedet, da sie weniger Menschen für ihre Sache rekrutieren können.

Politisch gesehen ist die Regierung in einer schwierigen Situation: Reformen ja, aber mit jedem Anschlag und mit jedem toten Soldaten schwindet die Legitimität der Reformen in den Augen der Bevölkerung. Die Nationalisten verwenden diese Anschläge populistisch und sehen die Reformen als Grund dafür. In so einer Situation ist es nicht leicht sich politisch zu bewegen - nächstes Jahr wird gewählt.

Insofern führt die PKK einen Kampf gegen ihr eigenes Volk, das sie vermeintlich befreien wollen. Ohne Anschläge würde es der Regierung viel einfacher fallen die Reformen durchzubringen.

Tschüss EU!

Tschüss EU!

?

was soll diese Aussage bezwecken? Wenn ein türkischer Militärvorposten durch mehr als 200 PKK-Kämpfer angegriffen wird und dabei mehr als 10 Soldaten sterben - was hast das mit den EU-Ambitionen zu tun?

Sollen die Soldaten ihre Arme verschränken und sich umbringen lassen?

die aussage bedeutet genau

die aussage bedeutet genau das, was da steht.
durch die neuen ausschreitungen wird der eu-beitritt sicher nicht in die nähe rücken.
das hat nichts mit einer schuldzuweisung zu tun, und auch nicht mit dem tod der soldaten, sondern dass es misslungen ist, frieden in den konlikt zu bringen.

mir gehen jetzt gerade sehr

mir gehen jetzt gerade sehr viele gedanken durch den kopf... ich selber stamme aus dem kurdischen teil der türkei und seit meiner kindheit höre ich nur von kriegen zw. türken und kurden - es ist mit der zeit nicht besser geworden.

da verspricht ein türkischer premierminister, dass die kurden mehr rechte haben werden und was passiert? die türkische regierung stimmt dagegen.

ich kann mich noch daran erinnern, als ich ein noch ein kleines kind war und in der türkei meinen sommerurlaub verbrachte und meine großeltern in ihrer sprache in der öffentlichkeit nicht kommunizieren durften... ich habe es damals nicht verstanden - auch dass ich alevitin bin, durfte ich in der öffentlichkeit nicht sagen. und jetzt, jahre später, hat sich zwar einiges verbessert, aber trotzdem werde ich auf der straße in istanbul schief angesehen, wenn ich mit meinem onkel in meiner muttersprache - und die ist zazaisch und nicht türkisch - spreche.
egal, wie viele versprechungen in diese richtungen abgegeben werden, eingehalten werden sie eh nicht!

und ich kann diesen satz "vatan sagolsun" ("es lebe das vaterland") kann ich nicht mehr hören!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Login



biber Abo

 

Aktuelle Ausgabe

Fejsbuk

biber Kolumne

Wiens schärfste Kolumne!
In Ivanas Welt berichtet Ivana Martionović über ihr daily life. 

Empfehlen