Olympia-Gold oder Ramadan?
Heuer überkreuzen sich die olympischen Spiele in London mit dem islamischen Fastenmonat Ramadan. Die Muslime, die an den Spielen teilnehmen werden (Ihre Zahl wird zwischen 3000 und 3500 geschätzt) fühlen sich diskriminiert und finden sich in einer Zwickmühle: sie müssen wählen zwischen Gold oder Religion.
Einige Athleten werden aufs Fasten verzichten um Höchstleistungen erzielen zu können. „Eine Maschine kann ohne Sprit nicht funktionieren“, sagt Ammar Mekki, ein irakischer Speerwerfer. Die 17-jährige Sprinterin Noor al-Malki aus Katar wird’s ihm wahrscheinlich gleichtun. „Es wird schwer werden, aber es handelt sich um Ramadan, man muss es respektieren. Ich möchte aber einen neuen Nationalrekord aufstellen und wenn mich das Fasten daran hindert, so werde ich das Fasten aufgeben.“ Die versäumten Tage werden die Athleten nachfasten. „Wenn ich mit meinen Wettrennen fertig bin, dann werde ich fasten“, sagt Mohammed Ahmed, ein 21-jähriger Langstreckenläufer aus Kanada. Eine ähnliche Strategie hat auch Frankreichs Kicker Franck Ribéry. „An freien Tagen werde ich fasten. Wenn ich spiele, dann nicht“, sagte er in einem im Jahr 2009 geführten Interview.
Englands erster muslimischer Ruderer Muhammed Sbihi hat sich was einfallen lassen: der 24-jährige wird nicht fasten sondern 60 bedürftigen Familien in Marokko pro Tag das Essen zahlen. Er hat sich dazu vom Beispiel des marokkanischen Goalkeeper Badou Ezzaki inspirieren lassen. Die Legitimierung für ihr Handeln, haben beide Sportler mit Imame und Gelehrten aus ihren Heimatländern besprochen.
Es gibt aber auch Sportler, die im Monat Ramadan konsequent das Fasten durchziehen, egal ob sie trainieren oder spielen müssen. Dazu gehört unter anderem Julius Shareef Abdur-Rahim. Der 35-jährige ist mittlerweile in die Rente gegangen, hat aber während seiner Karriere stets gefastet. „Wenn ich faste, kann ich mich während des Spiels besser konzentrieren“ erklärte er einst in einem Interview. Sein Kollege Hakeem Olajuwon, einer der besten Baseballspieler der Geschichte, hat immer wieder auf den positiven Effekt, den das Fasten auf ihn hatte, aufmerksam gemacht. "Es hat mich stärker gemacht und meine Statistik verbessert. Während des Ramadan war ich fokussierter" sagt der heute 49-jährige immer wenn er in Bezug auf das Fasten während Ramadan angesprochen wird. Auch Kolo Touré, Top-Fußballspieler der Elfenbeinküste lässt sich vom fasten während der heißen Jahreszeit nicht abschrecken. „Es macht mir körperlich nichts aus. Es geht, wenn man fest an etwas glaubt.“
Ob man nun fastet oder nicht, zweierlei steht fest: 1) es wird ein verdammt heißer Ramadan werden und 2) die Olympischen Spiele werden wieder spannend sein.
Übrigens, der jüdische Fasttag Tischa beAv fällt heuer auch während den Olympischen Spielen. An den neunten Tag des Monats Av (jüdische Kalender), der heuer am 29. Juli fallen soll. 25 Stunden lang darf weder gegessen noch getrunken werden, man darf sich weder baden noch den Körper einsalben, keine Lederschuhe tragen und keinen Geschlechtsverkehr ausüben.
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homerun king
der gute alte hakeem besser gepitcht haben nur scottie pippen, penny hardaway und charles barkley:))
;-)
Interessanter Artikel!
geht mal während des ramadan
geht mal während des ramadan ins mcfit um 1 uhr nachts. mehr leute als tagsüber :)
interessanter blog! finde
interessanter blog! finde sbihis lösung vorbildlich!!!