Papst Benedikt macht wieder Ärger



Juan ist 13 Jahre alt und hat gerade Turnen. In der Umkleidekabine der Jungs passiert irgend etwas seltsames mit seinem Körper. Er schaut zu sich runter und bemerkt, dass er einen Ständer hat. Die anderen Jungs bemerken seine Erektion und fangen an zu lachen. Juan rennt weinend raus und läuft nachhause. Seine katholische Mutter fragt ihn, was los sei, als er den ganzen Tag nicht aus seinem Zimmer rauskommen will.

Auch am nächsten Tag verkriecht er sich noch immer unter seiner Decke, weil er befürchtet, dass bereits die ganze Klasse über seinen Penis spricht.

Was hat ihn erregt? Der Anblick seiner nackten Schulkollegen? Ist Juan etwa schwul?

 

JUAN IST 13 Jahre alt, am Anfang seiner Pubertät und weiß nicht wohin mit seinem Kummer.

 

Jeder Jugendliche erlebt seine Geschichte für sich und ist mit seinem Körper konfrontiert, der gerade signalisiert, dass im Mädchen oder Burschen Interesse für die Sexualität geweckt wird.

 

Jeder normale Mensch sollte sich dessen bewusst sein. Man sollte die Jugendlichen mit ihrer Unerfahrenheit über ihren Körper nicht alleine lassen. Sie sollten nicht nachhause rennen und alleine damit klar kommen müssen, was gerade mit ihnen passiert. Vor allem wenn zuhause konservative Eltern warten, die ihnen keine Abhilfe in Sachen sexuelle Aufklärung leisten.
Eine Schande überhaupt über Sex zu reden, wird das Motto vieler katholischer Eltern sein, die ihren Kindern vorehelichen Sex als etwas schmutziges verkaufen. DER ARME JUAN!

 

Die spanische Regierung wollte dem Abhilfe schaffen und durch Aufklärungskurse die Jugend in den Schulen Spaniens sexuell aufklären. Diese Kurse führte die spanische Bildungspolitik bereits vor drei Jahren ein. Eigentlich super, dass Juan lernt, was mit seinem Körper passiert und dass es überhaupt nicht schlimm ist, wenn er Jungs sexuell anziehend findet.

 

Und was macht der Papst?

Er kritisiert Spaniens Bildungspolitik. In seiner Neujahrssprache deutet er diese Aufklärungskurse als Angriff auf die Religionsfreiheit von Familien, von denen verlangt wird, ihre Kinder in solche Kurse zu schicken. Themen wie Homosexualität, Scheidung und Abtreibung wären offen angesprochen. Und das sei natürlich ANTI-CHRISTLICH.

Er würde Juan am liebsten weinend nachhause rennen sehen, sich unter seine Decke verkriechen lassen und am besten überhaupt nicht auf die Idee kommen lassen, dass er schwul ist. Und Sex? NOOOO GOOOOOO laut Papst. Nur in der Ehe. Und wenn er zu Mama mit seinen Problemen kommt, bekommt er vielleicht sogar a Watschn, weil er „Penis“ gesagt hat.

Aber hey! Wenn Juan schwul ist und er später heiraten will? Das darf er doch gar nicht, weil der Papst auch keine Homoehe erlaubt. Was für eine Zwickmühle.

 

Da hofft man, dass durch die Kondomerlaubnis des Papstes die Bude etwas lockerer geworden ist, und dann das!

Jetzt heißt es, um dieses Kondomding zu widerrufen:

„Die Verwendung von Kondomen sei nur in begründeten Einzelfällen legitim zu erklären“, meint der Vatikan und verweist darauf hin, dass sich der Papst auf Ausnahmefälle bezieht.

 

Welche Ausnahmefälle wären denn das?

Wäre das so ein Fall, dass Frau in der Ehe nicht dauerschwanger werden will und Mann nach 5 Kindern mal zur Abwechslung das Kondom nimmt, damit die Frau bisschen Pause hat?
WANN IST SO EIN AUSNAHMEFALL?
Die Unverheirateten sollen weiterhin Finger davon lassen, falls sie katholisch sind, da es die Regel so will?

Und was ist mit Juan und anderen Jungs und Mädls, die nicht wissen, was mit ihren Körpern genau passiert? Schweigen und im Geheimen sündigen, wie es andere Gläubige, auch anderer Religionen tun?

Und so sündigen sie weiter, weil man sie nicht Mensch sein lässt!

AMEN!

Quelle: zeit.de

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so und so

man muss die sache mal von beiden seiten betrachten aber von anti christlich kann nicht die rede sein solang sich die aufklärung in einem gewissen rahmen wiederfindet.

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