"Hitler: Immer für einen schlechten Scherz gut"



Hitler ist zur Witzfigur mutiert und alle lachen mit. Ob Texter, Musiker, Regisseure, Hobbykomiker oder einfach nur der Schwätzer ausm Beisl  nebenan, alle haben sie sich schon an ihm "abgearbeitet". Hitlerwitze, Hitlermusicals, Hitlercomics -der Umgang mit dem „Führer“ wird immer sorgloser, locker- flockig, könnte man es fast schon nennen.
Man lacht über das "armselige, verwirrte, kleine Männchen Hitler", aber darf man das?

Ist es wirklich lustig oder einfach nur geschmacklos?Hilft das Lachen dabei, das entmenschlichte Monster Hitler vom Podest des Bösen zu stoßen?Hilft die Enttabuisierung dabei eine sachliche Ebene zu finden, um zu verarbeiten?Löst es die Betroffenheit, die Beklemmung?

Trotz aller Argumente, die vermeintlich dafür sprechen, finde ich den „Hitler-Humor“ problematisch. Er banalisiert, vereinfacht, verharmlost.
Der Grat zwischen Witz und Geschmacklosigkeit ist verdammt schmal und viele finden sich auf der falschen Seite wieder.Die Gefahr, dass wir durch die ständige Präsenz des "Blödelhitlers" abstumpfen und immer unaufmerksamer und nachlässiger werden ist enorm.Es ist  beunruhigend, dass gerade eine Generation heranwächst, die  auf  Youtube & co, warscheinlich mehr über Hitler erfahren wird als im Geschichtsuterricht. Zeitzeugen, die das Geschehen „wirklich und greifbar“ schildern könnten, sterben aus, das Internet aber lebt und ist ein geduldiger „Lehrer“ und das nicht immer im besten Sinne.

Zeit Online: Hitler ist nicht totzukriegen

 

 

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Hab den Artikel auch gelesen.

Hab den Artikel auch gelesen. Ist halt lustig, dass jemand ein Buch darüber schreibt, dass so viel über Hitler geschrieben wird. Zudem noch das Buchcover, dass eben Hitler als das abbildet, was er schon lange ist: ein Popsymbol. Genauso ergeht es übrigens auch Stalin oder Kim Jong Il.

Das was banalisiert wird, ist meiner Meinung nach nicht Hitler, sondern die Zustimmung und die Begeisterung die es für ihn gab und gibt. Man schafft es vor allem nicht zu akzeptieren, dass man diesen Mann gemocht hat und seine Ideen befürwortet hat. Deswegen wird er immer isoliert. Entweder als das ultimative Böse oder als Witzfigur. DIese zwei Konstruktionen von Hitler als völlig irreale Person, sind aber auch sehr nah beieinander. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass auf den ultimativen Bösewicht auch die Witzfigur folgt. Was eigentlich wirklich fehlt ist, der Mut zu akzeptieren, dass dieser Typ völlig normal war und die die ihn unterstützt haben, waren nicht passive "verblendete" Mitläufer. Das wird eigentlich viel zu selten erwähnt.

 

joa und dann noch ein schönes video

 

ich finde nicht, dass die

ich finde nicht, dass die zustimmung, begeisterung und mittäterschaft banalisiert werden, das würde bedeuten, dass man sich in irgendeiner form damit auseinandersetzt, das tut fast keiner, stattdessen wird es totgeschwiegen und verdrängt.

er, hitler, ist das böse, das über alle hereingebrochen ist, der verführer der unschuldigen, quasi.

das ist ja auch das hauptargument der hitler-humor befürworter, dass der humor ihn vom monster in einen menschen verwandelt. wenn er, nämlich, als mensch da steht, kann sich keiner abputzen und die schuld von sich weisen.

 

was ich bedenklich finde ist, dass es immer weitere kreise zieht.

es machen alle mit und ich befürchte, dass wir durch diese flut an "hipster hitler" abstumpfen und unempfindlich werden und eben wirklich verharmlosen, vor allem die junge generation.

 

und zu dem, dass jemand ein Buch darüber schreibt, dass so viel über Hitler geschrieben wird..das ist ein häfiger kritikpunkt..

ich zitier mal den autor, himself:

 

»Wenn man nun, wie ich, ein Blog betreibt (seit 2006), das den recht eindeutigen Namen Hitlerblog trägt, und die daraus erwachsenen Erkenntnisse zudem zu einem Buch zusammenfasst, dann ist dies wohl der Moment für Selbstkritik: Natürlich leben Buch wie Blog ebenfalls von dem Faszinosum Hitler. Natürlich sitzt man als Autor im Glashaus, wenn man einerseits dieses seltsame Bedürfnis nach morbidem Skandal und grenzwertiger Unterhaltung bedient – und all das andererseits aus guten Gründen ablehnt. Aber wie soll man einen Gegenstand ergründen, ohne sich ihm zu nähern?« (soviel hitler war selten,daniel erk)

 

iregndwie typisch, das video wink

Hitler: wer kennt diesen Mann?

Das interessiert euch vielleicht: deutsches Stiremagazin Titanic!

hat auch einige Hitler-Covers gehabt. Hier eines das mir bedsonders gut gefällt:

http://www.google.at/imgres?q=titanic+satire+hitler&um=1&hl=de&client=fi...

excusez-moi, Satiremagazin natüüüürlisch!

:)

das titanic ist mir bei der

das titanic ist mir bei der recherche mehrfach untergekommen,

die haben ihn wirklich ordentlich "verbraten"....

Stieremagazin ist auch

Stieremagazin ist auch lustig;)

 

 

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super thema! danke, ist an

super thema! danke, ist an mir vorbei geschlittert.,..

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