Rassistisch motivierte Hetzjagd auf Roma und Sinti in Osttirol



In der Nacht des 1. August 2009 kam es in der Osttiroler Gemeinde Ainet zu Übergriffen an Roma und Sinti, berichtet die Kleine Zeitung.

Einer Gruppe französischer Staatsbürger, die der kulturellen Minderheit der Roma und Sinti angehört, wurde nach Ansuchen beim Gemeindeamt und Hinterlegung einer geforderten Kaution in der Höhe von 500 Euro, ein Feld Nahe einem Sportplatz, zugeteilt. Die Gruppe der reisenden Karawane bestand aus Frauen, Kindern und Männer, die mit 13 Wohnwägen unterwegs waren und die im Ort übernachten wollten.

Am selben Abend organisierte der örtliche Sportverein ein Fest für Jugendliche mit musikalischer Begleitung einer Kärntner Rockband. Die Stimmung eskalierte, berichten Augenzeugen. Pogromartiges Vorgehen mit rassistischen Parolen „Zigeuner raus“ und "Euch G'sind'l brauch ma do niet" gingen einheimische Jugendliche mit Stangen bewaffnet, auf die Wohnwägen der kulturellen Minderheit los. Scheiben gingen zu Bruch. Kinder wurden nach Mitternacht aus dem Schlaf gerissen.

Die alarmierte Polizei Lienz rückte aus, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die in Angst und Furcht versetzten Roma Familien flüchteten im Angesicht des bewaffneten und vermutlich stark alkoholisierten aggressiven Mobs, noch in derselben Nacht unter Begleitschutz der alarmierten Polizei und verbrachten die restliche Nacht am Bahnhof Lienz.

Karl Poppeller Bürgermeister der Gemeinde „bedaure den Vorfall zutiefst“ und hat sich am nächsten Tag mit dem Obmann des Sportvereins bei den Roma Familien für den Vorfall entschuldigt, schreibt die Kleine Zeitung online am 17.08.2009.

Kritik kommt von Grüne-Sprecher Sepp Brugger, Initiative SOS-Mitmenschen und Romano Centro in Wien, die eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls fordern.

Scharfe Worte kommen von Ilija Jovanovic, Vorsitzenden des Romano Centro in Wien: "Es kann nicht sein, dass rassistische Angriffe unter den Teppich gekehrt oder kleingeredet werden. Den handelnden Jugendlichen muss klar gemacht werden, dass es nicht geduldet wird, wenn Menschen angegriffen und in Angst versetzt werden.", schreibt die Kleine Zeitung.

Quellen:
http://www.kleinezeitung.at/tirol/lienz/2101447/attacke-roma-osttirol.story
http://www.kleinezeitung.at/tirol/lienz/2102058/heile-welt.story
http://www.kleinezeitung.at/tirol/lienz/2103448/gab-attacke-roma.story
http://www.kleinezeitung.at/tirol/lienz/2098580/attacke-roma-ainet.story?seite=2

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@Frau Fekter

Die Frau ist für mich absolut (wegen ihrer jahrelangen politischen Aktivitäten und den Ergebnissen daraus) das Letzte aber sie wird von ihren Beamten nicht informiert bzw. hintergangen.

Diesen,höheren Beamten ist alles egal, die freuen sich über jede Eskalation.

Ist für die wie ein Videospiel - nach Dienstschluß wird die Haut gewechselt und der Mensch geht nach hause.

Die Ministerin wird zwischen weichen Teppichen, guten Rotwein, super historischen Büro behütet und gepflegt.

Wenn man dort drinnen ist, auf die Herrenstraße runtersieht
kann man schon glauben man lebt zu Zeiten des Kaisers.
(Wenn gerade kein Auto vorbeifährt)

Da sind Sinti,Roma,Arigona,Tierschützer völlig egal -
man beschäftigt sich mit der nächsten Shoppingtour oder Problemen in der familären Firma.

Schade um Frau Prokop.
Die hätte den Mörderjob "derpackt", wäre eine große Innenministerin geworden.
Nicht einmal das Herz einer ehemaligen Spitzenpolitikerin konnte der Atmosphäre des Heimatschutzministeriums standhalten.

*gg*
liest sich wie völliger schwachsinn aber ich schicks trotzdem ab ;)

Blaukraut

Da merkt man wieder, daß Blaukraut mit braunem Rand in Österreich noch immer sehr gut gedeiht.

Antiziganismus und

Antiziganismus und Romafeindlichkeit gibt es nicht nur bei ÖsterreicherInnen auch bei Ex-YuInnen und TürkenInnen uva. siehe Italien, siehe Tschechien, siehe Ungarn, siehe Belgrad, siehe Kosovo, siehe Sulukule in Istanbul - Vetreibung und Maßnahmen faschistoider Natur.

Den braunen Rand findet man in jedem kulturellen Umfeld, macht keinen Unterschied; Speziell gegenüber der kulturellen Minderheit der Roma und Sinti.

In Österreich herrscht seit dem II.WK zumindest mehr Sensibilität (Dank EU-Programmen) angesichts der Geschichte, dass Roma und Sinti in KZ vergast und zur Zwangsarbeit genötigt wurden, als in so manch anderen Ländern.

Und auch das Wort "Zigeuner" noch bei einigen geistigen Tieffliegern im Sprachsschatz als Schimpfwort im Gebrauch ist, die Nationale- und Religiöse Extremismen mit Minderwertigkeitskomplexen verwechseln und diese Minderwertigkeitskomplexe, über die Herabsetzung anderer kultureller Minderheiten, aufwärten.

Andere, die sich ihrer Intellektualität rühmen, wenig zu einem pädagogischen Beitrag gegen Antiziganismus hinzufügen können oder wollen - ja sogar Antiziganismus in die Lächerlichkeit führen und sich statt dessen mehr an fehlerhafter Rechtschreibung stossen - sowas nennt sich wohl Prioritätensetzung.

Ich frage mich ob Frau Fekter, noch immer keinen Handlungsbedarf sieht oder ob es noch dramatischere Vorfälle benötigt wie in Italie, Tschechien oder Ungarn.
Das Niveau von Italien hätten wir ja jetzt schon mal erreicht.

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