Solidarität mit der alternativen Wohnwagen Siedlung in Wien Simmering
JA, jeder Mensch hat das Recht nach seinen Vorstellungen zu wohnen. Ob luxuriöse Penthousewohnung mit 360° rundum Blick über Wien, von der 150 m² Terrasse – oder bevorzugt als Wohnwagen auf gemütlicher Wiese mit freien Blick auf den klaren Sternenhimmel, abseits von Kaufen, Konsum, Erwerb und Eigentum.
Im Herbst 2006 ließen sich Jugendliche – auf der Suche nach alternativen Wohnmöglichkeiten, auf einer Wiese in Wien Simmering nieder. Die community ist von Repressalien seitens diverser Ämter und Polizei betroffen und wird von Behörden schikaniert.
Das gepachtet Privatareal ist Landwirtschaftszone und als Grünland gewidmet, jeder darf drauf wohnen, wer selbst gärtnert. Die aufgestellten Wohnwägen sind jedoch gegen die Bauordnung, da jedes bewohnte Fahrzeug als Gebäude gilt - rechtlich. Nun wird der Wohnwagen Siedlung eine Strafe in der Höhe von 21.000 Euro angedroht, wegen Verstoßes gegen die Bauordnung.
(Im Vergleich das windige Häusschen am Dach des Parlaments, welches nicht gegen die Bauordung verstößt ?!).
Obwohl sich der Besitzer des privaten Ackerlands vorab, um die Legalität der Vermietung am Amt erkundigte und ihm eine Erlaubnis gestattet wurde, die Grünlage zu verpachten, kam es zu einer baupolizeilichen Intervention. Im März 2008 erschienen Beamten der MA 6 mit Polizisten, kennzeichneten die Wägen, verschafften sich unautorisierten Zutritt und forderten von den BewohnerInnen Personalien, Eigentumsverhältnisse, Auskunft über Mietpreis und Informationen über andere Bewohner der Siedlung.
Auf der Suche nach einer alternativen Fläche, wurde eine städtische Liegenschaft, als angemessene Lösung eingebracht, wo vordergründig keine wirtschaftlichen Interessen stehen.
Das Areal im 22. Wiener Bezirk, Primavesigasse könne man auch unter „sozial verträglichen Mietverträgen“ zur Verfügung stellen.
Werden unkonventionelle Wege eingeschlagen, erregt dies ja bekanntlich die Gemüter erzkonservativer TraditionalistenInnen.
„Nix da“ mit alternativen Lifestyles und Freiräumen, so die FPÖ mit Gesinnungsnahen.
"Aussteigern" wird Sibirien und die Mongolei empfohlen”, lautete das Statement.
Statt wie einer besprochenen „Prekarium“ Miete von 500 Euro im Jahr, stieg plötzlich der Mietzins nach marktüblichen Pachtpreisen auf knappe 22.000 Euro im Jahr, für ein Areal auf dem Wasser und Elektrizität fehlen. Eine „Prekarium“-Miete bedeutet eine symbolische Miete, dafür haben die Mieter keine Rechte und können jederzeit delogiert werden. Auch in der Nachkriegszeit wurden, an soziale Benachteiligte, städtische Liegenschaften zur Nutzung für ein „Prekarium“, zur Verfügung gestellt..
Statt die Vorteile und eine positive Nutzung eines brachliegenden Grundstückes zu verfolgen, für das auch stadtplanerisch wenige Interessen herrschen, rennt die FPÖ Sturm. Den Wohnwagen Siedlern wird Arbeitslosigkeit und asoziales Verhalten unterstellt, obwohl einige der BewohnerInnen einem Studium nachgehen als auch selbstständig tätig sind. Die FPÖ will eine großangelegte Unterschriftenaktion gegen die „Wagenburg“ starten und startete mit Kampagnen gegen die Wohnwagen Siedlung wie:
http://www.wagenplatzstopp.at.tt/
Die Antwort:
http://www.wagenplatzstopp.at/
Nun wird die Community der alternativen Wohnwagen Siedlung zunehmend zum Spielball politischer Machtkämpfe und fühlen sich zu Unrecht „illegalisiert“, schließlich sei ja der Platz in Wien Simmering regulär gemietet.
Ende August ist die Räumungsfrist und bis dahin soll das Gelände geräumt werden. In der alternativen Siedlung leben ca. 25 Menschen zwischen 19 und 52 Jahren.
In diesem Sinne veranstaltet der Wagenplatz Morgen Donnerstag vom 23. bis 27. Juli, zum ersten Mal in der Geschichte der Wagentage eine Party mit
• Workshops
• Vernetzung
• Zurückeroberung des öffentlichen Raums
• permanente Vokü
• Konzerte, Party und Performances
• Abhängerei
• Wagenralley
• und andere Spaßigkeiten sind angedacht
Auf Twitter zu finden unter: #wagenplatz; #keinmenschistillegal; #freiräume
Darum und wegen vielem mehr als auch aufgrund der Tatsache, dass wir unseren Platz Ende August verlieren laden wir euch ein.
wagenplatz wien
http://www.wagendorf.de/index.php/News:WAGENTAGE_Wien
Homepage der Wohnwagen Siedlung:
http://wagenplatz.at
Video:
http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1922
Infos und Pressestimmen:
http://my-home-is-my-car.de.tl/Augustin.htm
http://www.gajwien.at/wagenplatz.htm
http://www.wien-heute.at/p-38759.php
http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/379782/index.do
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/375043/index.do
http://josephgepp.twoday.net/topics/Das+Rote+Wien/
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Aufruf zur großen Wagenplätze-Solidaritäts-Demonstration:
Liebe Leute,
die derzeitige Situation rund um die zwei neuen, in Wien entstandenen, Wagenplätze ist untragbar. Es darf nicht sein, dass Menschen aufgrund ihrer Art zu Leben von der Stadt kriminalisiert, vertrieben und mit Geldstrafen bedroht werden. Zigtausende Quadratmeter Grund im Eigentum der Stadt, des Bundes oder deren nahestehenden Organisationen stehen in Wien leer und werden nicht genutzt, trotzdem versagen die Verantwortlichen in der einfachen Aufgabe, den WagenbewohnerInnen eine gesicherte und nicht ständig bedrohte Existenz zu ermöglichen.
Der Winter rückt immer näher und weiterhin sind keine Anzeichen für einen Schritt in Richtung Problemlösung zu sehen, deshalb werden wir am 26.09.2009 mit vielen Menschen auf die Straße gehen und unsere Solidarität mit den Wagenplätzen bekunden:
Wir fordern die sofortige Legalisierung des Wagenlebens!
Wir fordern die Möglichkeit der langfristigen Nutzung von Grundstücken, die in Größe, Infrastruktur und Lage den Vorstellungen der betroffenen WagenbeweohnerInnen entsprechen!
Alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen sind herzlich dazu eingeladen sich kreativ und laut, mit Aktionen, inhaltlichen Beiträgen und viel Motivation an der Demonstration zu beteiligen, die Eckdaten sind:
Samstag, 26.09.2009
Treffpunkt 14:00
Europaplatz, Wien
Für Infos zur aktuellen Situation der Wagenplätze:
http://hafenstrasze.wagenplatz.at/
http://treibstoff.wagenplatz.at/
Wir hoffen auf zahlreiche Beteiligung und bitten euch diesen Aufruf auch an andere interessierte Leute weiterzuleiten!
Solidarische Grüße,
Bündnis "Platzangst"
danke für die
danke für die Info
regrüße
Wagentage
Leider habe ich deinen Text erst jetzt gelesen, Radi,
wäre gern dabei.
Habt ihr nun einen Einblich bekommen?
Bin schon gespannt, wann wird denn berichtet?
Stellungnahme
Stellungnahme Wagentage:
http://hafenstrasze.wagenplatz.at/
Weitere offizielle Meldungen auf:
http://wagenplatz.at/
Videobericht von Demo am Samstag:
http://wientv.org/
jetzt wo du anbauen erwähnt
jetzt wo du anbauen erwähnt hast.
Habe ich mich erinnert an Frau Fiona Swarovski die mal im interwiev gesagt haben soll - da gings irgendwas von wegen Bedürftige, Hunger, "die leute müssen doch nicht hungern, sie können doch Gemüse am Balkon anbauen" (weiß jetzt nicht die genau Wortwahl beim Zitat).
Kurze Gegenfrage "wieviele Menschen leben in Wien mit Balkon, wo man was anbauen könnte, dass für die ganze Familie übers Jahr reicht?!
Ich mein das ist genauso weltfremd wie "die Frauen sind überfordert, sollens doch Golf spielen".
Lauter "Marie-Antoinetten" - "das Volk hat kein Brot, dann soll es doch Kuchen essen".
Ich mein, da kann man sich echt nur auf den Kopf greifen!
Und wenns Gärtner wollen auf Ackerland mit Wohnwagen "darf man auf einmal nicht" - verstösst gegen Bestimmungen.
leben in dieser siedlung
leben in dieser siedlung auch kinder?
hab da nämlich gerade n foto gesehen.
ich höre das erste mal von dieser siedlung.
von österreich bin ich so etwas garnicht gewohnt.
hausbesetzer ja. aber wohnwagensiedlungen kenn ich aus österreich nicht.
ich hab so viele fragen über diese menschen.
diese adresse gilt also nicht als wohnadresse?
sind sie versichert?
wo gehen kinder in die schule, wenn kinder dort leben?
bekommen diese menschen irgendeine beihilfe?
und wenn nicht, kann man von selbst angebautem leben ?
wollen diese menschen wirklich nichts mehr mit gesellschaftlichen zwängen, behördengängen zu tun haben ?
ich kann mir so ein leben garnicht vorstellen. auf der einen seite, ärgert es mich, dass ich überall registriert bin und sie alles über mich wissen. aber ich machs trotzdem, weil ich eine gewisse sicherheit haben will.
eben dach über dem kopf. regelmäßig geld aufs konto.
armut ist was schlimmes. ich habs erlebt.
und mich würde auch interessieren, wie die bewohner aus der siedlung armut definieren?
erwarten sie etwas von der gesellschaft, oder wollen sie in ruhe gelassen werden.
fragen über fragen.
in den Pressestimmen gibt es
in den Pressestimmen gibt es alle Infos darüber.
Einer hat zwei Kinder und diese besuchen ihn am Wochenende.
Ah koliko sam ja puta po kolibama i njivama spavala i super mi bilo kao klinka (wie oft habe ich auf Äckern und Feldern in "kolibama" geschlafen und es war super lustig als Kind). Koliba= einfache Hütte aus Holzlatten oder Lehm, wenn es die luxuriösere Variante ist, die am Acker steht und den Bauern Schutz vor Sonne, Regen, Schnee und Wind gibt.
War vorgestern ein Beitrag auf ORF in der Sendung "Thema" darüber.
Diese Menschen sind ganz normale BürgerInnen und ÖsterreicherInnen.
Sicher arbeiten die Menschen und sind versichert, der eine hat sogar eine eigene Firma und macht für Theaterbühnen benötigte requisiten, die andere studiert, etc..
Die Kinder werden in ganz normale Wiener Schulen gehen. Jeder Obdachlose oder sozial Bedürftige bekommt soziale Beihilfe.
Die Sicherheit will jeder haben, aber leistbare bitte - da sanierens präsentative Penthouse-Wohnungen - die wieder leerstehen, weil sich die Miete um 3000 Euro aufwärts keiner mehr leisten kann. Und leistbare leerstehende Wohnungen und Objekte werden nicht vermietet.
Familien und Menschen sind verzeifelt auf der Suche nach Wohnungen in Wien und es gibt insgesamt einen Leerstand von 80.250 Wohnungen bzw. 4.830.000 Quadratmetern in Wien - die nicht vermietet noch genutzt werden.
http://derstandard.at/fs/1246541881342/Zehn-Haeuser-in-Wien-kurzzeitig-b...
Dann gibt es Grundstücke die Brachliegen und es gibt Forderungen diese Flächen zu nutzen, für sozial Projekte, statt damit zu spekulieren, um Preise in die Höhe zu treiben, wo Familien und Kinder auf der Strasse leben müssen und in caritativen Vinzi-Heimen die von der KIRCHE unterstütz werden, untergebracht werden.
Und es werden immer mehr junge Menschen die in Vinzi-Heimen wohnen müssen, bei der Wirtschaftskrise.
In Holland ist das Recht anders zb. da gibt es die sogenanngetn squats - wenn eine Immobilie für eine unbestimmte Zeit ungenützt ist, dann hat man das Recht einzuziehen - genannt "klassische Hausbesetzung".
Dort finden vorranging asylanten, Migranten und soziale Schwache Obdach.
Es gab immer schon Menschen die durchs land reisten - siehe Roma, Sinti, Zirkus Menschen, uvm...
Wenn Musiker und Künstler unterwegs sind, lebens auch in Bussen. Campingplätze wo Menschen übers ganze Jahr über wohnen.
Aber wir können gerne zu der Party gemeinsam hingehen, dann kannst du dir den lifestyle näher anschauen und deine Fragen an die Leute persönlich richten ;O)
passt bin dabei. wann gehst
passt bin dabei.
wann gehst du denn hin ?
hab noch termin bis 4 im ministerium. danach kanns losgehen. :)
Supi :O). Ich bin Morgen
Supi :O). Ich bin Morgen auch tagsüber unterwegs.
Treff ma sich so ca. zwischen 17 und 18 Uhr. Ist das ok für dich?
passt perfekt. wo soll ich
passt perfekt.
wo soll ich hinkommen?
hör ma sich noch wegen zeitpunkt. bin bis dahin im biberbüro
ja klar ich ruf dich morgen
ja klar ich ruf dich morgen an, mach ma sich Treffpunkt telefonisch aus.
freu mich bis morgen :)
freu mich
bis morgen :)
machts einige fotos ....
machts einige fotos ....
fix oida
fix oida