US-ÄRZTE: BESCHNEIDUNG IST OK!



Die "American Academy of Pediatrics" erklärt nach Sichtung verfügbarer Studien die Beschneidung von Knaben zur sinvollen Maßnahme, die der Prävention von sehr seltenen Krebsformen und weniger seltenen Infektionen wie HPV und HIV sowie anderer Risiken dienlich ist, die bei unbeschnittenen höher sind als bei beschnittenen Männern. Wer den ganzen Artikel lesen will googelt die heutge Ausgabe von Spiegel-Online.

 

Was ist zu kritisieren?

 

Die Argumentation der US-Arzte beruht auf Geld. Und zwar jenem Geld, das in Zukunft notwendig sein wird um Unbeschnittene zu heilen, wenn sie eine der Erkrankungen bekommen, die Unbeschnittene halt weniger oft treffen. Und sie beruht ungesagterweise auf jenem Geld, das den Ärzten durch Wegfall der Beschneidungen aus religiösen Gründen in der Tasche fehlt.

 

Immer noch bleibt das beste von allen Argumenten gegen eine religiöse Beschneidung von Kindern, dass die genannten Risiken genauso vermieden werden können wenn die Beschneidung in einem Alter durchgeführt wird, wenn derjenige Einwilligungsfähig ist und es selbst entscheidet. Das andere beste Argument sind schlicht Kondome und Hygiene. Doch bei Kondomen stehen wiederum die aberwitzigen und zivilisationsfeindlichen Pseudoargumente der Religiösen, die sich im Satz "Gott hasst Kondome" erschöpft.

 

Das andere Argument gegen ein Beschneidungsverbot aus religiösen Gründen ist dasselbe wie hierzulande: Ein Verbot würde religiöse Eltern in die Arme von Pfuschern treiben, was noch mehr tote Kinder produzieren würde als es jetzt schon der Fall ist.

 

Was kann man daraus folgern?

 

Ganz besonders das Argument mit den Pfuschern, die das "Geschäft" übernehmen und tote Kinder produzieren würden, wirft eine fundamentale Feststellung auf. Diese lautet so:

 

Ganz offensichtlich geht man davon aus, das religiöse Menschen lieber ihr Kind einem unwägbaren Risiko in den Händen eines Pfuschers aussetzen, nur um ihrer Religion genüge zu tun, anstatt abzuwarten bis ihr Kind alt genug ist, diese Entscheidung selbst zu treffen. Was auf eine einfache Formel zu reduzieren ist : Besser tot oder verkrüppelt als unbeschnitten!

 

Ganz offensichtlich ist also das Wohl der Kinder nicht so wichtig, wie eine heute als barbarisch anmutende Sitte aus der Bronzezeit, erdacht von Analphabeten in einem auch damals rückständigen Gebiet unseres Planeten.

 

Über eine Frage herrscht jedoch einigkeit, Zitat Spiegel-Online von heute:

 

Für Neugeborene ist der Eingriff alles andere als schmerzfrei. Dazu sagte Boris Zernikow, Leiter des Deutschen Kinderschmerzzentrums in Datteln, jüngst in einem SPIEGEL-Interview: "Das schmerzunterdrückende System ist erst einige Monate nach der Geburt funktionstüchtig. Neugeborene empfinden mehr Schmerzen als ein Erwachsener."

 

Fazit:

 

Selbst wenn Beschneidungen medizinische Vorteile bietet, worüber man in Europa und den USA verschiedener Meinung ist, können diese Vorteile ebensogut erreicht werden, wenn die Beschneidung im späteren Alter durchgeführt wird und wenn Kondome und Hygiene konsequent eingesetzt werden.

BB

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