Von Motzereien, Malediktologie und Multiplen Beleidigungen



Wieder Mal auf der PlayStation abgeloost? Eine Stunde lang auf Parkplatzsuche und kein einziger in Sicht? Oder einfach mal der Tag total schief gelaufen?
Kein Problem! Einfach drauf losmotzen und das nicht zu knapp. Ruhig mal kreativ sein und ein paar Kraftausdrücke zusammenhängen und sich so richtig austoben. Doch warum zum Teufel flucht denn der Mensch?


Flüche gibt es wohl seitdem unsere Spezies besteht, oder genauer, seitdem sich der Mensch das erste Mal ärgerte. Man bringt damit seinen Unmut über eine Sache zum Ausdruck, aber da erzähl ich wohl niemandem etwas Neues.
Doch oftmals habe ich das Gefühl, dass derbe Flüche mittlerweile salonfähig geworden sind. Freunde begrüßen sich mit einer kleinen Beschimpfung zum Aufwärmen. Danach geht es im Gespräch weiter und man nimmt sich Gott, die Welt und natürlich die Familienmitglieder verbal zur Brust.


Die Art der Flüche ist regional recht gut einteilbar. Meistens wird darüber geschimpft, was den Leuten wichtig ist. Empfindliche Themen werden enttabuisiert. So passiert es, dass in muslimischen oder katholischen Ländern oftmals Blasphemie verwendet wird. In protestantischen Gebieten sind die Beschimpfungen eher sexueller Natur. In Asien, Afrika und der Südsee wo die Familienehre sehr hoch gehalten wird, ist eine starke „Fluchtendenz“ zu einzelen Familenmitgliedern erkennbar. Weiters bevorzugen nordamerikanische Indianer bespielsweise Sippenschmähungen.


Der Publizist Reinhold Reinhold Aman brachte sogar eine Zeitschrift heraus die sich mit der Untersuchung des Schimpfens und Fluchens auseinandersetzt, er gilt als Vorreiter in der Forschung der Malediktologie. Als Malediktologie wird die Erforschung der Verwendung von Kraftaudrücken aus psychologischer Sicht bezeichnet.
Der deutschen Sprache ordnet er eine gute Mittelklasse, was ihre Schimpfkultur betrifft, zu. Einige Sprachen scheinen jedoch ganze Ouvertüren an Verunglimpfungen hervorbringen zu können.
Beispielsweise Ungarisch oder Rumänisch. In ihren den Übergangsgebieten dieser Länder sind lateinische Katholizität und slawische Kultur vereint, diesen beiden Einflüssen wurden dann die verdorbensten Begriffe entnommen. Weiters sollen sich osteuropäische Juden, einen richtigen Vorrat von kreativen Beleidigungen angelegt haben. Dies lässt sich auf ihre Mischkultur, die frühere ständige Unterdrückung und die dadurch entstandenen Aggressionen zurückführen.
Den Gegenpart dazu bilden die noramerikanischen Indianer und Südseekulturen. Sie sind die zurückhaltendsten, was Kraftausdrücke betrifft.

Der Psychologe Richard Stephens erforschte das Phänomen des Fluchens mit einem Experiment. Dabei sollten 67 Studenten versuchen ein eiskaltes Glas Wasser solange in der Hand zu behalten, bis sie dem Schmerz nachgeben müssen. Im ersten Durchgang waren nur vorgegebene „harmlose“ Schimpfwörter erlaubt, dabei wurde der Schmerz im Durchschnitt 75 Sekunden lang erduldet. Im zweiten Versuch durften die Studenten nach Lust und Laune Flüche verwenden und siehe da, der Schmerz wurde so um ein Drittel der Zeit länger ertragen.
Jedoch sollte man es mit den Fluchsalven nicht übertreiben, wenn man von diesen im Alltag zu oft Gebrauch macht, nimmt die „positive“ Wirkung ab.

Und die Moral von der Geschicht´, fluchen lohnt sich manchmal, nur übertreiben sollt´mans nicht!

 

HIER noch ein Tutorial für Schimpf-Anfänger

 

Quellen:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36713/1/1

www.wikipedia.org

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Hahah. Cooler Blog. Geh ich

Hahah. Cooler Blog. Geh ich voll konform mit.

Und apropos "fuck", ich glaub niemand schafft es so oft "fuck", "motherfuckers" & co zu benutzen wie Bands a la Korn während ihrer Konzerte. Und niemand macht es so schön wie Dave Grohl. Was das für eine Freude gewesen sein muss, für den der ihn hier zensieren durfte :)

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=LyBv4UsCsOU#!

^^ ist wohl in der top 10 der

^^ ist wohl in der top 10 der absurdesten Wissenschaften wo gibt. Nice blog btw.

 

muss irgendwie an mutlicems Blog denken: http://www.dasbiber.at/content/fuck

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