Welcome, liebe Aleviten! Bildungsministerium erkennt die Aleviten an
"Die Juden haben mehr mit uns Moslems gemeinsam, als die Aleviten". Dieser Sager stammt vom Oberhäuptling in der islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) Anas Shakfeh, der sich lange gegen die Anerkennung der Aleviten als islamische Konfession wehrte. Jedoch ohne Erfolg, denn von nun an sind die Aleviten als Bekenntnisgemeinschaft staatlich anerkannt.
"Eine eigene Religion sollen sie haben" hieß es immer wieder von seiten jener sunnitischen Muslime, die die Aleviten immer noch als Sekte beschreiben. Das Kultusamt im Bildungsministerium, welches sich um alle staatlichen religionsrechtlichen Vorschriften kümmert, entschied jedoch anders: "Sie hat die "Islamische Alevitische Glaubensgemeinschaft in Österreich" als eigene Bekenntnisgemeinschaft registriert", heißt es etwa in der heutigen Wiener Zeitung. Weiters wird Haydar Sari, Pressesprecher der Wiener Aleviten zitiert: "Wir danken dem wunderschönen Land Österreich, den Aleviten die Ausübung ihrer Religionsfreiheit ermöglicht zu haben."
Hier wird Österreich eine Vorreiterrolle zugesprochen. Diese will die IGGÖ nicht wahr haben und bezeichnet diese Entscheidung als "Einmischung in die inneren Angelegenheiten der IGGÖ."
Doch was stört die IGGÖ eigentlich daran, dass Aleviten als "islamisch" bezeichnet werden?
Beten: Aleviten beten nicht fünfmal am Tag. Wann gebetet wird, entscheidet jede/r selbst. Außerdem werden keine arabischen Gebete auswendig gelernt. Auf welcher Sprache gebetet wird, ist sekundär. Auch der Ort, an dem gebetet werden muss, ist nicht vorgeschrieben, allerdings gibt es heilige Stätten, die dazu genutzt werden.
Nachommenschaft: In der Nachkommenschaft des Propheten Mohammeds gehen die Meinungen der Sunniten und der Aleviten entschieden außeinander: Für die Aleviten ist Hz. Ali der rechtmäßige Nachfolger- der Schwiegersohn des Propheten.
Die Seele: Ein Paradies mit 72 Jungfern wird den Aleviten nicht versprochen. Sie glauben an die Unsterblichkeit der Seele.
Auch Fasten, Zeremonien und dergleichen wird anders als im sunnitischen Islam gehandhabt. Bei den Aleviten handelt es sich vielmehr um eine eigene Lebensphilosophie, welche das Leben (im DIesseits) und das Leben an sich für wichtig hält, als um eine streng zu nehmende Religion. Deshalb stört es manche Aleviten nicht, wenn der Zusatz "islamisch" nicht im Zusammenhang mit den Aleviten erwähnt wird, da sie der Auffassung sind, dass es bereits vor dem Islam Aleviten gab und in der zoroastrischen Religion verwurzelt sei.
Ich persönlich begrüße diese Entscheidung und hoffe, dass weitere Länder dem Beispiel Österreichs folgen.
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auch unter den aleviten gibt
auch unter den aleviten gibt es sehr große unterschiede, was ich so mitbekommen habe. vielleicht wäre das auch mal ein guter blog
Ich finde es gut und richtig
Ich finde es gut und richtig in einer Parlamentarischen Demokratie.
Das Problem besteht grundsätzlich auch mit dem schiitischen Islam im nahen Osten. In den arabischen Ländern haben Schiiten keine hohen Berufschancen, wenig gesellschaftliche Akzeptanz, leben eher in ihrer eigenen Community, werden in den schlimmsten Fällen als "Fremdkörper" angesehen, oder als Sektenmitglieder einer nicht-aktezptierten Religion. Im Gegenzug passiert dass dann den "sunnitischen Glaubensbrüdern" in schiitisch-stämmigen Ländern. Es ist ein hin und her.