Weniger Kriminalfälle wegen WM



Die WM scheint nicht nur den (Fremd)Nationalstolz und den Bierkonsum zu heben. Laut Statistik Austria werden seit Beginn der Fußballweltmeiserschaft um 12 Prozent weniger Einbrüche und Diebstähle begangen. Banditen und Räuber haben wohl wichtigeres zu schauen, als auf Raubzug zu gehen.

Auch die Tatsache, dass viele Menschen zu Zeiten der WM zu Hause bleiben um sich die Spiele anzuschauen, wirkt sich positiv auf die sinkende Kriminalstatistik aus. Den eigentlichen Grund für den Rückgang sieht ein Wiener Polizeibeamter lt. "Heute" auch anderswo: über die Hälfte der Einbrüche würden von sogenannten Kriminaltouristen verübt ("Ostbanden?"). Und weil ihre Nationalmannschaften jetzt bei der WM mitspielen, sitzen sie brav vor den Fernsehern daheim und fieber mit. Da kennt sich ja die Wiener Polzei wieder ein mal bestens aus. Auch Banditen müssen wohl Prioritäten setzen.

Und was nun? Sollen wir wieder mehr um unser Hab und Gut zittern, weil Serbien ausgeschieden ist? Oder dürfen wir uns noch etwas Entspannen, weil die Deutschen vorerst noch mitspielen dürfen - der Großteil der "Kriminaltouristen" soll aus Deutschland kommen? Oder lässt sich das Auf und Ab der Kriminalitätsrate doch nicht so einfach mit dem 90- Minuten-Gerangel um das runde Leder erklären?

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