Wenn man sich in Wien plötzlich nicht mehr, wie zu Hause fühlt ...
Eigentlich sollte der gestrige Abend doch so leiwand werden, bis ich einer Gänsehaut erregenden Situation Augenzeugin wurde:
Samstagabend. Meine Cousine und ich hockten ganz gelangweilt bei ihr, die mich ständig mit den Worten: „Diren, komm mach‘ ma endlich was! Es ist so zach.“, in den Wahnsinn getrieben hatte. Daher beschlossen wir unserer Fadheit ein Ende zu bereiten und machten uns auf den Weg Richtung Donauzentrum. Endlich angekommen setzten wir uns ganz chillig in ein Cafe. Während wir auf unsere Latte warteten und tratschten, passierte wohl das Unangenehmste, das ganz stark in mein Gehirn hinein tätowiert wurde:
Wahnsinnig laute Aufschreie näherten sich uns von Sekunden zu Sekunde. Jeder blickte verwirrt um sich herum. In diesem Augenblick dachte ich: „ Na serwas! Die Tierliebhaber haben sich schon wieder an die Arbeit gemacht. Die geben ja nie auf gegen Echt-Tierpelz zu demonstrieren.“ Doch diesmal war das ganz und gar nicht der Fall! Es eilten sechs junge Herren – ganz in schwarz gekleidet und das Gesicht bedeckt mit jeweils einer „Scary Movie-Maske“ – durch den freien Gang. Einer hielt ganz krampfhaft ein Megaphon an seinem Mund und brüllte unverständliches Zeug hinein. Die anderen fünf hatten ein Packerl Zettel in der Hand, die sie um sich herum warfen. Auf diese Weise verließen sie dann auch das Zentrum.
Alle Leute klebten geschockt an ihren Stühlen. Ich – ein wenig mit Angst gepackt – hob eines der Zetteln auf und dabei spürte ich, wie ein extrem unangenehmes Gefühl in meinem Körper umherschweifte. Es handelte sich dabei um ein Flyer, mit der Überschrift: WACH AUF!
Im ersten Moment schien die ganze Sache nicht so dramatisch zu wirken. Ich las weiter:
„Was ist aus Wien geworden? Jeder der diese Stadt vor 20 Jahren gesehen hat, erkennt sie heute kaum wieder. Wir Junge wissen fast nur aus Erzählungen unserer Eltern, dass es auch ein anderes Wien gab. Ein Wien, ohne Massenzuwanderung, Überfremdung, Islamisierung und Ostkriminalität.“
Genau nach diesem Abschnitt öffneten sich meine Augen ganz weit und mir wurde unwohl. „Ein Wien in dem man sich als Inländer nicht fremd fühlte. Dieses Wien scheint für immer verschwunden zu sein. Man hört kaum noch ein deutsches Wort. Inländer muss man mit der Lupe suchen. Wir werden nicht bereichert sondern ersetzt.“
Eine kleine Reflexionspause. Dabei kamen bei mir nur folgende Fragen auf: Werden wir neuen Österreicher einfach wie reine Bazillen dargestellt? Wieso fühlen sich die Österreicher so dermaßen von uns bedrängt? Doch bei mir überwog trotzdem die volle Neugier und ich las mit hektischem Tempo weiter: „Schuld sind nicht die Ausländer sondern unsere Politiker und wir die sie gewählt haben! Wir sind zum Altersheim und Gespött der Welt geworden. Moscheen schießen aus dem Boden, Scheinasylanten und Ostkriminelle, lachen sich ins Fäustchen. Bezahlen dürfen wir. Als Belohnung erzählt uns der Häupl, wie toll nicht alles in Wien wäre. Doch es ist nicht toll. Der VOLKSTOD kommt.“ Wieder legte ich eine Unterbrechung ein, um das Ganze zu verdauen. Also Wien ist zum Gespött der Welt geworden? Hääää?! What the duck? "Wir werden zur Minderheit in Wien, in Österreicher und Europa! (So nebenbei: Das Durchlesen ist auch eine Kunst für sich. In Österreich heißt es! Deutsche Sprache, schwere Sprache!) Wach endlich auf und wehr Dich. Gib der eigenen Jugend eine Zukunft.“
Zum Schluss, um den Flyer noch ein wenig professioneller scheinen zu lassen, wurden einige Fakten aufgelistet:
Zum Schluss prallt noch eine Internetseite auf: www.DER-VOLKSTOD-KOMMT.info
So wird einem leicht das Wohlbefinden geraubt. Wir neue Österreicher sind für zahlreiche unerwünscht. Ein Ereignis, dass einem die Augen öffnet. Eine harte Tatsache.
p.s. Für interessenten: Der Flyer ist angehängt.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| BILD0004.JPG | 3.24 MB |
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