Wie steht Ihr zur Partnerschaft oder Ehe von Moslems mit Nichtmoslemsfrauen bzw. Moslemfrauen mit Nichtmoslems



Ich denke mir, daß im Vermischen und im Austausch von Volksgruppen oder Kulturgruppen das größte Potential liegt.

Was wäre, wenn zwei Menschen (moslemisch und nichtmoslemisch) heiraten würden, und die Kinder würden beide Kulturen und beide Religionen kennen und respektieren lernen, sie würden beide Sprachen fließend beherrschen.

Ich z.B. bin mit einer Ukrainerin verheiratet, kann schon recht gut russisch, sie hat zwei Diplomarbeiten in Deutsch geschrieben, regelmäßig kommen Leute aus ihrer Familie nach Österreich, wir fahren jedes Jahr in die Ukraine auf Urlaub. Ich habe mittlerweile 2 Balalaiki und lerne gerade darauf zu spielen. Sie arbeitet im Pflegesektor und beschäftigt sich mit Inneneinrichtung - Vorliebe: toskanischer Stil. etc.etc. Mir wäre vollkommen wurscht gewesen, wenn sie moslemische Tartarin gewesen wäre. Ich selbst bin Agnostiker. Wenn das meine Partnerin akzeptieren kann, ist alles OK. Wir pflegen Ihre Traditionen (z.B. Tag der Frau, Weihnachten am 6.1. etc.) aber auch meine Traditionen (wir feiern quasi 2x Weihnachten!).

Integration und Multikulti kann super funktionieren - aber man muß es zulassen können - profitieren tut im Endeffekt jeder davon.

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unmöglich

hab diese Erfahrung schon zwei mal gemacht. war recht intensiv aber die Angst und der Respekt vor der Familie und überhaupt vor dem ganzen musmimischen Umfeld war unerträglich. dabei hat es sich bei der letzten Frau sogar um eine etwas reifere Dame gehandelt aber trotzdem. es ist fast unmöglich! ich schätze mal dass die Erfolgsquote unter 1% liegt. dachte es wird halt irgendwann besser, aber nein. Auch wenn ihre Eltern nicht in Wien sind sonder in Istanbul leben. trotzdem zuckte sie zusammen sobald irgendwo ein Kopftuch auftauchte. Und diese Dame ist wahrlich nicht konservativ aber solche Sachen stecken zu tief in einem drinnen wie es scheint. Die Religion und die Angst vor der Familie steht hier bei weitem über der Liebe. Irgendwann habe ich es aufgegeben.

Danke!

Einen super Beitrag hast Du geschrieben dazu!

Es liegt scheinbar daran, wie die Familie dazu steht.

Vor langer Zeit haben eine junge Türkin und ich uns ineinander verschaut - der Zauber war genausoschnell vorbei, wie er begann, von einem Tag auf den anderen redete sie kein Wort mehr mit mir. Sie hat mir nie den Grund gesagt, aber ich bin sicher, daß ihre Familie das abgedreht hat.

Im Endeffekt führt das Hängenbleiben an Traditionen also dazu, daß Eltern ihren Kindern vorschreiben, wen sie zu heiraten haben und wen nicht - wenn Kinder frei sein wollen in dieser Entscheidung, müssen sie sich komplett emanzipieren, also loslösen, bis zu Null Kontakt.

Das ist WAHNSINN! So wird sich das Problem "Parallelgesellschaft" NIE lösen! Immer "Meine Famülle" und "Meine Famülle"... was ist an solchen Verboten gut daran? Die anderen Leute oder die Eltern oder Großeltern leben das Leben für einen selbst nicht!!!! Das Leben muß man selbst leben - und daher ist es absolut legitim, daß man selbst aussucht, wen man heiraten oder lieben möchte!

Und mir ist jetzt auch bewußt: Das ganze hat nichts mit Kopftuch oder nicht Kopftuch zu tun. Naja, vielleicht ein bißchen, aber einen direkten Zusammenhang scheint es da nicht zu geben.

nur zur info ist diese

nur zur info ist diese mischung am balkan (zumindestens in bosnien) durchaus gängig. ich bin selber so ein mutant

die barrieren sind da ned

die barrieren sind da ned nur religiös, da gehts ja viel mehr um kultur. hatte auch etwas mit einer türkin *zum verbrechen öffentlich bekenn* und die eltern wolltens nicht, weil ich kein türke bin. da ging einfach nix, obwohl wir beide muslime waren.

stimme dir zu - klar wäre es schöner wenn es so funktionieren würde. musst halt warten bis sie sich von ihren eltern befreit haben, oder eben auch nicht.

wenn man sich liebt steht sowieso nix im wege, aber realistisch bleiben muss man auch, denn auf wolke7 sitzen geht nur im kopf.

Aber bitte - was sind das für Eltern...

die ihre eigenen Interessen vor die Interessen Ihrer Kinder stellen, und sich nicht darüber freuen, daß ihr Kind einen anderen Menschen ins Herz geschlossen hat, sondern nur dessen Nationalität, Religion oder Kultur bewertet.

Ich finde es absolut EGOISTISCH von diesen Eltern und Familien, wenn sie den Kindern vorschreiben, wen sie lieben dürfen und wen nicht.

Wie wenig Selbstwertgefühl haben diese Leute eigentlich, daß sie das notwendig haben?

Und wahrscheinlich steht die Denkensweise dahinter, daß "mein Vater und meine Mutter schon... und deren Eltern... und deren Eltern... und deren Eltern..."

Das ist absolut furchtbar - jetzt ist mir alles klar... das ist auch der Grund, warum bei vielen dieser Volksgruppen niveaumäßig nichts weitergeht - da war nie Niveau da, und da soll es auch nie eins geben, denn dann wäre ja jemand gescheiter als der Rest...

*kopfschüttel*

HAAAAAAAALLLOOOOO! AAAAAAAUFWAAAACHEN! WIR LEBEN IM JAHR 2011!!!! NAAAAAAAAAAAAAAAACH CHRISTUS!

Sollte ein Antwort für Chalawadi sein...

;-)

kulturbruch überbewertet

kulturbruch überbewertet oder nicht - es spielt letztendlich oftmals doch eine große rolle. konservativ muss man dazu auch nicht sein. es reicht schon aus wenn die eltern konservativ sind.

ich habe im prinzip fast nur solche beziehungen (is ja klar, was denn sonst als moslem). es hängt natürlich dann nicht von den nichtmusliminnen (komisches wort) ab, sondern eher von meinen eltern. die werd ich jetzt nicht umerziehen, damit sie sich drauf einlassen. es bleibt ein problem und im endeffekt scheisst man entweder auf seine eltern, oder auf die beziehung oder die eltern akzeptieren es irgendwann. letzteres ist nicht so schmackhaft und ersteres wird irgendwann verdammt weh tun. also ein konflikt ist es allemal, wenn die eltern zu traditionell sind, um solche beziehungen zu segnen. (von segnen ist nicht die rede, eigentlich verteufeln sie es oftmals)

aber damir hat schon recht^^ so wirklich ne meinung zu dem thema kann man ned haben, eher erfahrung. also genauso wie erfahrungen mit gravitation und keine meinung darüber^^

Aber irgendwie aus von mir beabsichtigten Zielgruppe

kommt fast kein Output.

Haben Moslems/Moslemfrauen zu dem Thema keine Meinung? Oder ist Mundhalten angesagt?

Wieso, ich habe schon eine

Wieso, ich habe schon eine Meinung abgegen ;)

zu sowas kann man eine

zu sowas kann man eine meinung haben?

wusste gar nicht, dass es

wusste gar nicht, dass es themen gibt, zu denen man keine meinung habe kann...zur illustration, dass man zu diesem thema eine meinung haben kann (oder besser gesagt automatisch haben wird): ein fpö'ler, möglicherweise auch övp'ler wird dieses thema vermutlich eine ganz andere ansicht haben, als du....

für mich wirkt die frage

für mich wirkt die frage genauso verständlich wie "Wie stehst du eigentlich zur Gravitation?"

Ja, wie stehst du eigentlich

Ja, wie stehst du eigentlich zur Gravitation? eher konservativ oder freidenkend und alternativ? :D

Ein Statement zu anderen Dialogen

wäre wesentlich wertvoller - siehe also oben...

ich finde Diskussionen über

ich finde Diskussionen über Gravitation viel interessanter, aber ich bin ja nur ein theorethischer Physiker :)

Moslemfrauen - Nichtmoslemfrauen

ist nicht das Problem. Ich hatte so eine Beziehung und das Thema Religion ist bei nicht allzu konservativen Menschen (bis hin zu Agnostikern) keine zur Trennung führende Herausforderung.
Ich habe auch die Beobachtung gemacht, dass - wenn ein Christ und eine Muslima zusammen sind - die Religionen eher ein Grund für gegenseitigen Respekt sind, als wenn einer z.B. eingefleischter Kommunist ist und sich über die religösen Traditionen seiner Partnerin lustig macht.
Im Endeffekt ist es der Wille der zählt; am besten wäre natürlich Religionen (und alle anderen menschenunterscheidenden Aspekte dieser Welt) werden abgeschafft.

alles der gleiche Schmäh!

Religion, Nationalität oder Hautfarbe ist alles überbewertet! Entweder passt man zusammen und ist bereit alles zu geben um miteinander glücklich zu sein oder eben nicht! Klar muss man Kompromisse eingehen und wird sicher in mehreren Themen nicht die gleiche Meinung habe, aber gerade das kann die Beziehung spannend machen und mehr zusammenschweißen. Außerdem müssen Paare mit gleichen Background ebenfalls Kompromisse eingehen und sind sich nicht immer in allen Themen einig, also stehen sie vor den gleichen Herausforderungen und müssen sicher die gleiche Energie und Bereitschaft aufbringen diese zu Lösen!

Auch bei der Kindererziehung sehe ich das genau so, wobei die Kinder sicher davon profitieren können, sprich das beherrschen von 2 oder 3 (wenn keiner der Eltern Deutsch als Muttersprache hat) Sprachen und die unterschiedlichen Kulturen zu kennen!

I like!

I like!

Es gibt leider keine Allheilmittel

für das friedliche Zusammenleben der diversen Religionen, Völker, sozialer Schichten,... siehe Bosnien u.a.

Unser evolutionäres Erbe macht aus uns nach wie vor Rudeltiere, wir suchen instinktiv nach Unterscheidungsmerkmalen: Blaue Augen, Kopfbedeckungen oder zuviele oder zuwenige Vokale, Konsonanten oder Umlaute in unseren Sprachen.

Wenn man sich immer auf seine Vorfahren beruft

und auf Traditionen etc. findet keine Weiterentwicklung statt.

Klar, manche Traditionen und Bräuche sind sinnvoll, aber manche sollte man entweder dem Jetzt anpassen oder aufgeben.

Es gibt viele Österreicher, die z.B. in Trachtenvereinen oder Kirchenchören Mitglied sind - aber im alltäglichen Leben wird keiner von ihnen in Tracht erscheinen.

Ich bin mir sicher, daß es auch im Islam viele Punkte gibt, die man sehr befürworten kann - aber vieles ist nicht mehr zeitgemäß. So läuft es auch in anderen Religionen - die meisten Christen halten z.B. nichts von Opus Dei oder den veralteten und starren Strukturen in Verwaltungskirche und Vatikan.

ich hatte keine mühe mit

ich hatte keine mühe mit der sprache - bosnisch konnte ich schon :-P

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