Zara-Talk: Rassismus und Medien



„Zara“ Verein für Zivilcourage und Antirassismus-Arbeit lud ein zur Podiumsdiskussion in die Wiener Hauptbücherei zum Thema „Rassismus in Medien: Zwischen Kriminalisierung und politischer Korrektheit“. Moderation: Sonja Fercher (ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit)

Die Reproduktion von rassistischen Stereotypen von Zuwanderern in österreichischen Medien begründet sich oftmals am unreflektierten „Sensationsjournalismus“ und den „Kampf um jeden Leser“, doch abseits aller wirtschaftlichen Interessen beruht es oftmals auch an alteingesessener journalistischer Gewohnheit, welche, aus Schlichten Mangel an realitätsnahen Einblicken in die ethnischen Gemeinschaften, eine sehr verzerrte mediale Abbildung von Migranten schafft.

„Aus diesem Grund entstand das Projekt M-Media in Zusammenarbeit mit Der Presse, um weiterhin eine qualitativ hochwertige Berichterstattung zu sichern“ so Erich Kocina, Redakteur „Die Presse“. Mit übertriebener politischer Korrektheit wird oftmals verhindert, dass der Diskurs über kulturelle Vielfalt erst entsteht, der Einblicke in die Gewohnheiten und Wertesysteme von Zuwanderern gibt.

„Das Biber“ als Jugendmagazin von „Migra-kidz“ arbeitet beabsichtigt mit den etikettierten Klischeebildern, welche schon für so einige scharfe Kritik aus Ultra-Erzkonservativen Kreisen sorgten. So wird der „Tschusch“ beim Biber zum Modewort für südländisches Lebensflair lanciert und der „typische Švabo“ als ordnungsphiler Zwangsneurotiker aus dem kalten Norden. So ist auch die mediale Publizität von Arigona Zogaj der Feigheit österreichischen Medien zuzuschreiben, welche Auslandspolitik über den Rücken einer Mutter und Ihrer Tochter ausgetragen. Dieser Fall hängt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen vieler Migra-Kidz, den Forderungen nach Integration nie nachkommen zu können.

Folgten bislang nur einseitige Integrationsforderungen und Berichterstattung über Zuwanderer, welche ausschließlich von der Mehrheitsgesellschaft bewertet wurden. „Sei es nun sehr wichtig sich als multi-ethnische Zuwanderungsgesellschaft öffentlich zu definieren“ so Petra Herczeg.

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warum erfahr ich immer zu

warum erfahr ich immer zu spät von solchen sachen

habt gedacht ihr wisst es eh

habt gedacht ihr wisst es eh alle in der Red.

i is nix red

i is nix red

is des jetz guat oder

is des jetz guat oder schlecht, dass biber tschusch und schwabo sagt ?

darüber sollten wir im

darüber sollten wir im Kollektiv nachdenken, will Biber sich vorwerfen lassen rassistisch zu sein.

Wie Amar schon mal richtig argumentierte "macht der Ton die Musik" und hängt vom geschriebenen Zusammenhang eines Textes ab, wozu es aber wiederum allgemeiner sozialer Intelligenz Bedarf, die angebrachte oder unangemessene Situation zu erkennen. Und keine Rechtfertigung darstellt, einen völlig fremde Menschen auf der Straße als Tschusch zu betiteln.

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