Wir sind, also Biber ist eine Zeitschrift von MigrantInnen der 2./3. Generation, für...naja, für alle irgendwie. Wir dürfen uns ruhig erfolgreich in unserem Breich nennen, bis jetzt ist mir persönlich noch kein negatives Feedback zu Ohren gekommen. Viel mehr freuen sich die unsere Leser darüber, dass es uns (endlich) gibt.
Nach einem Sonntagsessen bei den Eltern gibt es nichts Besseres, als in Begleitung von gutem Sound durch die City zu cruisen.
Viele Biber Leser vor allem die älteren Semester aus der Balkan Region werden nur zu gut wissen was es bedeutet Flüchtling zu sein.
Wie ich gerade in der Onlineausgabe der Slobodna Dalmacija lese, ist der Bombenleger von Pazin doch kein Thompson Fan sondern ein - nach eigenen Angaben - Antifaschist, dem Thompsons Texte auf den Sack gingen!
Ich kann nur sagen: so nicht!
Wir Balkanesen haben es nicht so mit Worten, oder? Vor allem wenn es mal romantisch werden soll, würden viele Herren der Schöpfung eher 100 Liegestütze machen, als das L-Wort heraus zu spucken.
Mann kennt solche Szenen aus Filmen, ich kann mich erinnern mich oft voller Schadenfreude mich über sie amüsiert zu haben.
„Ich bin weder Atheist mit Schaum vor dem Mund noch ein praktizierender Gläubiger. Ich bin so muslimisch, wie die meisten Taufscheinchristen christlich sind“,
Hat diesen Satz irgendein Mädchen hier mal gesagt bekommen? Aber zumindest von der Existenz dieses Satzes wissen wir doch alle. „Lass dir von keinem a Zuckerl anbieten, mein Kind!“ …“Man weiß nie, was passieren kann, mein Kind!“ …“Du könntest verschleppt und in einen fremden Keller gesperrt werden, mein Kind!“…
Ich bedanke mich bei Radi für ihren Blog. Dieser ließ mich an Situationen zurückdenken, wo ich in zahlreichen Wohnzimmern gesessen bin und das stinknormale Eheleben von irgendwelchen Leuten mitbekommen habe, weswegen ich wahrscheinlich auch etwas abgeschreckt wurde selbst den Schritt zu wagen. Aber darum geht’s nicht!