Ab in den guten Islam-Unterricht mit den Radikalen

17. Oktober 2016

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Ab mit den Radikalen in den Islam-Unterricht
Credit: HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com

Ab in den Islam-Unterricht mit den Radikalen

Sie haben Sympathien für den „Jihadismus“ und religiöse Gebote sind ihnen wichtiger als österreichische Gesetze. Mehr als ein Viertel der muslimischen Jugendlichen in Wiener Jugendzentren sind für Extremismus anfällig. Mit einer intensiveren Jugendarbeit will die Stadt Wien den Jugendlichen Demokratie und Toleranz lehren. Ein echtes Heilmittel gegen Radikalismus wäre neben einer besseren Sozialarbeit auch ein fundierter islamischer Religionsunterricht in den Schulen.

 

Es ist eine „Schockstudie“ wie Medien schreiben. Und tatsächlich, die Ergebnisse einer Untersuchung im Auftrag der Stadt Wien sind alarmierend: Muslimische Jugendliche in der offenen Wiener Jugendarbeit (Wiener Jugendzentren, mobile Parkbetreuung etc) sind in einem alarmierenden Ausmaß antisemitisch, demokratieskeptisch und schwulenfeindlich.

 

Im Namen der Religion soll getötet werden dürfen

Konkret sollen 27 Prozent der muslimischen Teenager zwischen 14 und 17 Jahre gefährdet sein, sich zu radikalisieren, so die Studienautoren Kenan Güngör und Caroline Nik Naf. 57 von 214 befragten Jugendlichen vertreten unter anderem Meinungen wie: „Religiöse Gesetze sind wichtiger als die österreichischen Gesetze ... Die islamische Welt soll sich mit Gewalt gegen den Westen verteidigen ... Es soll im Namen der Religion getötet werden dürfen“

 

Keine Ahnung von Religion

Gleichzeitig zeigen bisherige Studien und Erfahrungen, dass Teenager mit extremistischen Ansichten in Wirklichkeit keine Ahnung von Religion haben. Selbst wenn sie das selbst behaupten würden: „Hey bruda, ich bin super religiös! Habe auch Bart wie Conchita, Bruda! Schau, ich kann auch ein paar arabische Wörter sagen: Allahu akbar!“.

 

Was sagt der Prophet?

Aber im Ernst: Ich behaupte, wer fundierte Kenntnisse des Islams hat, ist vor extremistischen Weltansichten sicher. „Abwerten anderer Menschen, Antisemitismus, Zugehörigkeit und Integration in die österreichische Gesellschaft“ das sind ja genau diese Themen, die im islamischen Religionsunterricht behandelt werden. Wenn dem so ist, wäre es doch gescheit, genau an diesem Punkt anzusetzen und somit die religiöse Aufklärung zu fördern. Die Aussagen des Propheten Muhammed (Friede sei mit ihm) ist im Islam einer der zwei Hauptquellen. Es gibt zahlreiche Aussagen, die Extremismus ablehnen bzw. Barmherzigkeit und Respekt fördern. Wie zum Beispiel:

„Ein Muslim ist derjenige, vor dessen Hand (Taten) und Zunge (Worte) die Menschen sicher sind.“ Quelle: Tirmidhi, Iman, 12; Nesai, Iman, 8

„Hütet euch vor der Übertreibung in der Religion! Denn diejenigen, die vor euch waren, sind wegen der Übertreibung in der Religion zugrunde gegangen.“ Quelle: Ibn Māǧah 3029

 

Ein fundierter Religionsunterricht ist die beste Prävention gegen Extremismus, weil man falsches oder nichtvorhandenes Wissen nur durch Bildung verbessern kann. Ich selbst bin Student am Institut für islamische Religion (IRPA) an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH). Ich kenne also sowohl unsere Religion als auch andere Lehren. Es ist schade, wenn manche Lehrer oder Direktoren in den Schulen den Jugendlichen raten, sich vom Religionsunterricht abzumelden. Wenn der Religionslehrer die Kinder nicht aufklärt, holen sich die Jugendlichen ihre Ideologie aus bedenklichen Internetquellen.

 

Mein Appell: Mehr islamischer Religionsunterricht

Fast die Hälfte von Wien besteht aus Migranten. So sollten Experten mit Migrationshintergrund mehr in Sozialarbeit miteinbezogen und gemeinsam neue Projekte entwickelt werden. Man könnte mit den Religionsgemeinschaften wie z.B. der IGGIÖ zusammenarbeiten. Man sollte die Begegnung mit Andersdenkenden fördern und  pädagogische Maßnahmen setzten. Mein Appell an alle: Im Kampf gegen den  Extremismus darf die Rolle der Religion nicht unterschätzt werden. Ein guter Religionsunterricht kann viel mehr bewirken, als man denkt und deshalb gehört er besucht. 

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Kommentare

 

Bruder des Terroristen Jaber al-Bakr, der als angeblicher "Flüchtling" in D aufgenommen und mit reichlich Sozialhilfe versorgt wurde, hat Rache für den Tod seines Bruders Jaber geschworen. Er ist bereits unterwegs gen Europa und freut sich ausserordentlich, dass die Grenzen für ihn und seine Gefolgsleute weit offen stehen.

 

ich hab deinen kommentar öfters hintereinander gelesen doch ich konnte keinen zusammenhang zwischen ihm und meinem blog finden. deshalb bitte ich dich es zu entfernen. ich kann dir aber noch einen heißen tipp geben: wir sind nicht in deutschland und leben in österreich, falls ihnen das noch nicht aufgefallen ist, bitte ausnnahmsweise den pc verlassen und hinausschauen

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