Amüsante Apokalypse

25. November 2018

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Foto: Adam Bezeczky

Das Ende der Welt in Fallout 76 ist lustiger als wir es uns vorgestellt haben. Und da wir jetzt mit menschlichen Freunden unterwegs sind, haben alle strahlend gute Laune.

Fallout genießt eine große Fanbase: schwarzer Humor kombiniert mit einer guten Story und einer interessanten Welt macht halt viel her. Entwickler Bethesda hat für die neueste Ausgabe des Ödnis-Epos das Spielkonzept ein bisschen auf den Kopf gestellt. Statt allein oder wahlweise mit einer NPC-Gang durch die nukleare Endzeitlandschaft zu stampfen, können wir das jetzt mit menschlichen Mitspielern tun.

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Foto: Adam Bezeczky

Krieg. Krieg bleibt immer gleich.

Wie gehabt, beginnt auch in Fallout 76 unser richtiges Leben als Bunkerbewohner. Auf den Tag der Öffnung der Panzertür haben alle gewartet - zurück an die Oberfläche, zurück ins normale Leben. Oder auch nicht. Denn die Welt nach dem Nuklearkrieg sieht anders aus als erwaret. Statt unbewohnter Ödis treffen die Bunkerbewohner auf allerlei Mutanten, Monster und Meuchler. Kein Wunder, die gnadenlose Selektion in der postapokalyptischen Welt hat nur die gefährlichsten Räuber am Leben gelassen.

Schon im Bunker stolpern wir über die ersten Quets, deren Lösung die Handlung weitertreibt. Was ist die geheimnisvolle Mission des Bunker-Aufsehers? Und wer hat sich an den Vorräten zu schaffen gemacht?

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Foto: Adam Bezeczky

Take me home, country roads

Das Setting ist diesmal wesentlich farbenfroher und einladender als die gewohnte kalifornische Wüstenlandschaft. Saftige Wälder, verlassene Wohnhäuser und Städte, die wesentlich besser ins Schuss sind, als jene weiter im Westen. Klar - Virginia beherbergt laut öffentlich zugänglichen Daten keine strategischen Nuklearwaffen, würde also auch im Fall der Fälle wahrscheinlich von den schlimmsten Zerstörungen verschont bleiben.

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Foto: Adam Bezeczky

Same procedure

Frisch aus dem Bunker tun wir erstmal das, was in jedem Fallout bisher zu tun war: wir sammeln alles, was uns über den Weg läuft auf. Könnte ja später nützlich sein. In den weiten von Appalachia weiss man schließlich nie, wo und wer irgendwelche Items benötigt.

Mobiles Camping

In unserer Ausrüstung steckt auch ein mobiles Campingtool: mit diesem können wir ratz-fatz ein Lager aufschlagen und darin heilende Getränke kochen, neue Ausrüstungsgegenstände, sofern wir die entsprechenden Handbücher und Materialien haben. Das gemütliche Zusammensitzen beim Lagerfeuer kann durch Freunde unterstützt werden - schließlich ist Nachbarschaftshilfe auch in der Postnuklearen Welt eine Tugend.

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Foto: Adam Bezeczky

Einsam statt gemeinsam

Tatsächlich hat sich das Versprechen, die Welt gemeinsam zu erleben bisher eher als oberflächlich herausgestellt: die Platzierung auf einem random Server erlaubt nur eine oberflächliche Interaktion. Zwar können wir mit wildfremnden Menschen Quests spielen, doch stehen danach die Chancen gut, einander nie wieder zu sehen. Auch die gemeinsam gebauten Basen verschwinden nach dem Ausloggen, also scheint unser Fußabdruck in der Welt von Fallout 76 genauso tief einzudringen wie Wellen von einem Alphastrahler - also nicht sehr tief. Für alle Nichtphysiker sei der Vergleich erklärt: Alphastrahler werden bereits durch ein Blatt Papier abgeschirmt.

Fallout hat sich verändert

Fallout 76 führt die Spieler inhaltich auf neue Pfade. Standen in den ersten Fallout-Teilen strategische Kämpfe und die unverholene Kritik am militärisch-industriellem Komplex an der obersten Stelle, ist Fallout 76 fast das genaue Gegenteil. Wurden in den vorigen Teilen die Zerstörung und Vernichtung durch Atomwaffen verteufelt, feiert Fallout 76 Nuklearangriffe nahezu als ultimatives Erlebnis. Schutzbrille nicht vergessen!

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Foto: Adam Bezeczky

Fazit

Fallout 76 fügt sich in den Fallout-Kanon ein und liefert ein stimmiges Endzeitbild. Der weitgehende Verzicht auf NPCs und die Orientierung hin zu einem Online-Only-Game mag harcore-fans ein wenig abschrecken, für alle anderen ist es aber eine willkommene Möglichkeit die strahlende Fallout Welt kennenzulernen.

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