Baubranche: Kampf um die besten Talente

10. September 2018

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, setzt die Baubranche auf Innovation. Der Baukonzern PORR eröffnet 2019 einen Ausbildungscampus für Lehrlinge.

Der gravierende Mangel an Fachkräften in Lehrberufen ist kein neues Phänomen, der Markt wird von AkademikerInnen überschwemmt, behaupten Stimmen aus der Wirtschaft. Zwischen den Unternehmen herrscht ein ständiger Kampf um die talentiertesten Lehrlinge. Um mehr junge Menschen für die Bauindustrie zu begeistern, müssen sie mit dem digitalen Kulturwandel mitgehen.

Die PORR AG, einer der größten Baukonzerne in Österreich, hat in einem Pilotprojekt einen Ausbildungscampus gestaltet, der ein ganzheitliches Ausbildungskonzept bieten soll. „Die Karrieremöglichkeiten in der Bauindustrie sind mindestens genauso vielfältig, wie die unterschiedlichen Spezialisierungen, die Lehrlinge in dieser Branche anstreben können“, meint Bürgermeister Dr. Michael Ludwig. Diese Projekt unterstreiche die Attraktivität der Baulehre sowie des Ausbildungsstandorts Wien.

Was genau die Baubranche immer beliebter macht, erklärt Michaela Schindler von der Bundesinnung Bau: „In kaum einem anderen Gewerbe sind die Job- und Karrieremöglichkeiten so gut wie in der Bauwirtschaft. Jugendliche brauchen Abwechslung. In dieser Branche wird ihnen nie langweilig.“  Sie plädiert für Digitalisierung und Transparenz, so wissen potenzielle Lehrlinge genau, was sie erwartet.

PORR Ausbildung

Die Gewinnung und Bindung von Fachkräften an Unternehmen oder die Baubranche wird zunehmend schwieriger. „Nur wer heute bereits passende Maßnahmen setzt, gewinnt den Kampf um die besten Talente und bleibt künftig wettbewerbsfähig,“ sagt PORR CEO Karl Heinz Strauss. Spitzenleistungen seien nur mit einem bestens ausgebildeten und motiviertem Team möglich, dabei zählt jede und jeder MitarbeiterIn. Der neue PORR Ausbildungscampus ist genau darauf ausgelegt: Neben mehreren Schulungsräumen und einer 500qm großen Werkstatthalle bietet der Standort auch Wohnheime und Freizeitmöglichkeiten für etwa 50 Personen. So sollen praktische und theoretische Inhalte nähergebracht werden, die auf der Baustelle nur schwer umzusetzen sind. Der Campus soll im Herbst 2019 eröffnet werden und wird auch Schnupperkurse für Schülerinnen und Schüler anbieten.

CEO Strauss und seine Kolleginnen und Kollegen haben auch eine Zeitkapsel auf dem Baugelände vergraben. Darin befindet sich ein Abzug der aktuellen Mitarbeiterzeitung, die Baupläne des Ausbildungszentrums und ein bisschen Geld, damit sich die Finderin oder der Finder in ferner Zukunft freuen kann.

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