Der Lange der Tag der Flucht geht in die nächste Runde

24. September 2018

Am 28. September 2018 ist es wieder soweit, der „Lange Tag der Flucht“ geht mit über 130 kostenlosen Veranstaltungen in ganz Österreich in die 7. Runde. Auch dieses Jahr versuchen das  UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) und seine Partner die Themen Flucht, Asyl und Integration aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.

„Über Flüchtlinge und die Themen Asyl und Integration wird im politischen Diskurs zumeist problembehaftet diskutiert. Mit dem "Langen Tag der Flucht" wollen wir einen anderen Akzent setzen und bei Kunst, Kultur, Spiel, Sport oder Workshops das Gemeinsame vor das Trennende stellen“, so Christoph Pinter, Leiter von UNHCR Österreich.

Mit über 130 kostenlosen Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene in ganz Österreich überzeugt das vielfältige Programmangebot, bei dem sicherlich für jeden etwas Passendes dabei ist. Von Skateworkshops für Mädchen, literarischen Gesprächen bis hin zu kulinarischen Reisen ist nämlich alles dabei. Leicht fällt die Wahl, wo man schließlich hingehen soll nicht. Hier ist deshalb eine kleine Auswahl:

Wie auch die Jahre zuvor, zählt auch dieses Jahr die Veranstaltung „living books“ zu einem Highlight des Tages. In der Wiener Brunnenpassage treffen ab 10 Uhr Interessierte auf menschliche Bücher, die sie sich für Gespräche ausleihen können. Die Liste der Bücher findet ihr hier.

In den Workshops „Heimat bist du… Mit Kunst Kulturen verstehen“, wird im Belvedere der Frage nachgegangen, was der Begriff Heimat eigentlich bedeutet. Auch Neu-ÖsterreicherInnen können daran teilnehmen, finden die Workshops einmal auf Deutsch ab Sprachniveau B1 (ab 13 Uhr) und einmal auf Deutsch-Arabisch (ab 10 Uhr) statt.

Auch auf Arabisch ist ebenfalls die Veranstaltung „Tea Talk - Feel free (?)“ ab 16 Uhr. Es ist die Auftaktveranstaltung zur neuen Tea-Talk Reihe in der Ausstellung „Der Wert der Freiheit“ im Belvedere 21.

Der crosstalk Skateworkshop bringt ab 17 Uhr interessierte Mädchen mit österreichischen Skate Profis zusammen. Von diesen bekommen sie dann die besten Tipps und Tricks sowie Informationen zur Skaterszene mit. Für den Workshop sind keine Vorkenntnisse nötig.

Einen literarischen Abend im Zeichen des Dazwischenseins verspricht die Lesung im RadioCafé. SchauspielerInnen des Theaters in der Josefstadt lesen um 19:30 Texte von Dolmetscherinnen im Asylverfahren vor, die sich zwischen Sprache, Kulturen, Ländern, Normen und ihren eigenen Erfahrungen befinden.

Das Tanzquartier Wien lädt ab 18 Uhr zu einem generationsübergreifenden Tanzworkshop. Unter der Leitung des Tänzers Eldad Ben-Sassoun lernen TeilnehmerInnen bei „Tanz die Toleranz“ die vielseitigen Nuancen des zeitgenössischen Tanzes kennen. Auch hierfür sind keine Vorkenntnisse nötig.

Das Theaterstück „Ein Staatenloser“ im Weltmuseum zeigt ebenfalls ab 18 Uhr die Geschichte des iranischen Schauspielers Alireza Daryanavard, den die Zensur in seiner Heimat zur Flucht zwang. Im Anschluss folgt eine Podiumsdiskussion.

Ab 19 Uhr zeigt das Wiener Restaurant „Habibi & Hawara“ dann die Ausstellung „Dream Diaries“, in der die Träume von geflüchteten Kindern und Jugendlichen von jungen Künstlerinnen visualisiert wurden. Beim österreich-orientalischen Spezialitätenbuffet (gegen eine Spende für 15 Euro) kommen letztendlich auch die Geschmackssinne auf ihre Kosten. Im Anschluss folgt die musikalische Closing Party unter dem Motto: „Yallah, Oida! Tanz ma.“

Dream Diaries Ausstellung Humans of Amsterdam
Fetching Tigerss

Alle Programmpunkte im Detail findet ihr auf http://www.langertagderflucht.at.

 

Rückfragen & Kontakt:

Ruth Schöffl, UNHCR Österreich, +43/1 26060 5307, schoeffl@unhcr.org

Marie-Claire Sowinetz, UNHCR Österreich, +43/1 26060 3028, sowinetz@unhcr.org

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Kommentare

 

Angenommen, die "Flüchtlinge" wären zumeist friedliche, hübsche, blonde Frauen, anstatt wie gegenwärtig, zumeist aggressive und fordernde muslimische Männer. Wie würde sich das auf die Flüchtlingspolitik bzw. auf die Migrationspolitik im Allgemeinen auswirken?

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