Der Schatten des Grabräubers

24. September 2018

Sie schwingt auf Lianen, schießt mit dem Bogen und ist allgemein "badass" - die Rede ist von Fräulein Croft, der Millionärstochter und Grabräuberin mit Gewissen. Noch immer kämpft sie gegen den militärischen Ritterorden Trinity, der ihren Vater auf dem Gewissen haben soll. Beim aktuellen Abenteuer in Südamerika scheint sich die junge Dame allerdings selbst fast zum Bösewicht zu entwickeln.

Zunächst in Mexico unterwegs kann Lara der Trinity-Organisation bei einem Grab zuvorkommen. Doch der Beutezug der Grabräuberin hat schwerwiegende Folgen. Möglicherweise hat sie, mit der Entwendung eines Zeremonienmessers etwas  ausgelöst: vielleicht sogar die Apokalypse. Nun gilt es, dieses Unglück mit allen Mitteln zu verhinden.

Action-Archäologe

In "The Shadow of the Tomb Raider" (TSTR) entwickelt sich das ursprünglich nette und harmlose Mädel in eine knallharte Actionheldin. Während wir zu Beginn der Serie noch kaum absichtlich einem Schmetterling etwas antun haben können, killen wir bereits im Prolog mehrere - zugegeben bösartige - Angehörige von Trinity. Trotzdem ist die Leichtigkeit, mit der Croft ihren Gegnern auf die Pelle rückt, überraschend. Inzwischen schleicht sie sich fast assasinenartig an ihre Gegner ran, um sie mit einem Kombo außer Gefecht zu setzten. Und damit ist wortwörtlich außer Gefecht gesetzt gemeint, denn eine Eispickel in den Brustkorb ist wahrlich nicht die feine Klinge.

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Foto: (c) Eidos

Zu Wasser und zu Lande

Die Rätsel in TSTR spielen sich jetzt auch unter Wasser ab: Lara taucht und fightet auch im nassen Gefilde und muss sich gegen die dauerhafte Atemnot (hat die Millionärstochter keine Pressluftflaschen irgendwo kaufen können?) und Muränen (hässliche, bösartige Urfische) durchsetzten. Ansonsten tut Lara, wofür wir sie kennen und lieben: an halsbrecherischen Felsen abhängen, von mörderischen Klippen abseilen und dabei auch noch unglaublich lässig daherkommen. Es kann halt nicht jeder ein Tomb Raider sein.

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Foto: (c) Eidos

Sammeln und Skillen

Sammeln ist bekanntlich die Leidenschaft der Archäologen. Und besonders Lara ist in diesem Teil in ihrem Element: von Goldstücken bis zu Metallstücken können und müssen wir alle Kisten und Behältnisse plündern, die uns über den Weg laufen - nur so können wir unser Equipment verbessern um im Kampf noch besser zu bestehen. Doch die notwendigen Fähigkeiten müssen erlernt werden - die erkaufen wir uns mit gelösten Aufgaben und Rätseln. Man könnte meinen, Lara leide an Skill-Amnesie zwischen den einzelnen Teilen. Doch es sind diese kleinen Challenges, die einen bei der Stange und am Controller halten - nur noch eine halbe Stunde, bis ich das Messer geupgradet habe oder den einen fehlenden Skill.

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Foto: (c) Eidos

Fazit

Insgesamt kann man sagen, dass TSTR genau das ist, was man sich von einem Tomb Raider-Spiel erwartet: Action, exotische Orte, lösbare Rätsel die Geschick und Hirnschmalz benötigen. Vielleicht würde ein Cross-Over mit der Uncharted-Franchise wirklich Sinn machen ...

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