Biber-Artikel über eine neue Migrantenpartei löst Wirbel aus

24. Oktober 2018

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Biber Heft Aufstand der Migranten
Das neue Biber-Heft mit dem Artikel "Aufstand der Migranten"

Kaum sind die neuen Biber-Hefte draußen und der Artikel „Aufstand der Migranten“ online, wird der Bericht zum Gesprächsthema Nr. 1 im österreichischen Boulevard. Ein Überblick.


Nachrichten über neue Parteien, die sich angeblich nicht scheuen, für die Minderheiten zu sprechen, sorgen oft für Polarisierungen innerhalb unserer österreichischen Community. Diesmal sind die Zustände jedoch anders. Viele Regierungen der europäischen Länder haben sich verändert. In den europäischen Medien wird tagtäglich über Migranten gesprochen und die wichtigeren Themen auf die lange Bank geschoben. Auch will sich die neue „Liste der Vielfalt“ angeblich nicht nur auf bestimmte Ethnien in Wien verlassen, sondern alle Österreicher mit oder ohne Migrationshintergrund ansprechen, die Diskriminierungen, Vorurteilen und Ungerechtigkeiten ausgesetzt sind und keine politische Identitätsfläche mehr finden. Man wolle der österreichischen Gesellschaft etwas zurückgeben, hatte es geheißen. Wer die aktiven Sprecher oder Mitglieder dieser geplanten "bunten Partei" sein sollen, ist noch ziemlich unklar. Trotzdem wird die Idee dieser neuen Liste von vielen Seiten kritisch gesehen. Es sind auch viele Verschwörungstheorien auf Social Media zu finden.

Absehbar waren die Berichte mancher Tageszeitungen wie z.B. Kronen Zeitung oder Österreich und die darauffolgenden Reaktionen der FPÖ-Politiker, die erwartungsgemäß keine Freude an der Liste haben. 

Auch der vermeintliche Listengründer Hakan Gördü hat ein Problem mit der Bezeichnung "Migrantenpartei" und klärt über die Pläne der neuen Liste auf. Immerhin hat man bis jetzt keinen Ausdruck wie „Ausländerpartei“ verwendet.

Wenn es um einen „Hakan“ oder „Kenan“ geht, befinden sich unter den Zeitungsartikeln natürlich auch interessante Kommentare.

Krone User-Komentare
Kommentare unter dem Online-Artikel von Kronen Zeitung

Kommentare unter dem Online-Artikel von Kronen Zeitung
Kommentare unter dem Online-Artikel von Kronen Zeitung

Der rechte Wochenblick sieht sofort eine Islamisierung Wiens kommen und postet als Titelbild einer Burka-Frau oder Burka-Mann neben dem Rathaus.  

Screenshot vom Wochenblick
Screenshot vom Wochenblick

Die Stimmen aus den USA kamen von der rechten Seite "Breitbart".

Screeenshot vom Online-Artikel von Breitbart
Screeenshot vom Online-Artikel von "Breitbart"

Auch die heimischen deutsch-türkischen Zeitungen haben die neue Nachricht thematisiert. Ihre bisherigen Veröffentlichungen über diese neuen Geschehnisse waren bis jetzt leider nur auf Türkisch. Sie haben das Facebook-Zitat von Hakan Gördü übernommen, in dem Hakan Gördü Folgendes sagt: „Wenn die derzeitigen Parteien so weitermachen, uns Migranten nicht vertreten und Islamfeindlichkeit schüren,  dann werden wir die Aufgabe übernehmen, für die 2020 Wahlen unsere eigene Bewegung zu gründen. Dafür werden in den kommenden Tagen Symposien und Workshops organisieren. Alle Betroffenen sollen sich benachrichtigt fühlen.“

Wir haben uns natürlich auch die türkischen Kommentare unter dem Beitrag vom Politaktivisten Gördü angeschaut:

Screenshot-Facebook
Screenshot-Facebook

Übersetzt heißt der erste Kommentar ungefähr: "Richtige Entscheidung, aber eine "Migrantenliste" wird es ja nicht?"

Screenshot-Facebook
Screenshot-Facebook

Sinngemäß übersetzt lauten die kommenden Kommentare folgendes:

-"Es ist zwar eine gute Idee. Jedoch gibt es derzeit auch Migrantenvereine, die untereinander zerstritten sind. Es ist schwer, alle Organisationen unter ein Dach zu bekommen. Mich stört das Wort "Migrant". Ich frage mich, nach wie vielen Generationen wir nicht mehr "Migranten" genannt werden. Ich hoffe, dass die Liste so organisiert wird, dass alle Minderheiten sich auch angesprochen fühlen. Die Partei darf nicht wie die bisherigen politischen Beispiele, die Spielzeuge von AKP oder HDP sein. Es muss objektiv bleiben und auf jeden Fall uns Minderheiten gut vertreten"

-"Ich hoffe deine Kraft reicht dafür aus. Sie werden versuchen dich zu schwächen. Möge Gott dir auf deinem Weg helfen"

-"Es ist Zeit, dass man sich vereint"

-"Je mehr Perspektiven in der Bewegung, desto besser wäre es"

-"Wenn ihr mich ruft, dann komme ich"

Screenshot-Facebook
Screenshot-Facebook

Wenn man die weiteren Kommentare zusammenfassend übersetzt:

-"Es ist schon fast zu spät so eine Partei zu gründen"

-"Volle Unterstützung an euch"

-"Man sollte sich gut überlegen, welche Kandidaten man für diese neue Bewegung einstellt"

-"Viel Erfolg"

Manche berühmte Aktivisten haben auf Social Media ebenfalls die Neuigkeiten aufgegriffen und kommentiert.

 

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