Die syrische Geheimwaffe

05. November 2015

In Syrien herrscht auch heute noch ein erbitterter Kampf zwischen dem Assad-Regime und der oppositionellen Armee. In letzter Zeit hört man weniger über das Flüchtlingsthema. Nichtsdestotrotz ist es immer noch brandaktuell.

2011 fing die Revolution in Syrien an. Heute, nach vier Jahren, haben die Rebellen keine Revolution durchziehen können. Das Assad-Regime hat Tausende von Menschen getötet und „verschwinden“ lassen. Die Regierung von Assad möchte jede Art von Auflehnung in ihrem Kern vernichten. Die Leute mit ihren Aufständen ausschalten. Hierfür wurde eine geheime syrische Todeswaffe eingeführt. Menschen, die sich gegen die Regierung auflehnen, werden verhaftet und in Gefängnisse gebracht. Dort erwartet sie so etwas wie ein Konzentrationslager. Folter, Gewalt und Erniedrigung. Muhabarat - so heißt der Name der Polizeigewalt der Diktatur. Sophie Nivelle-Cardinale und Etienne Huver haben einen Dokumentarfilm über die Geflüchteten und diese geheime Kriegswaffe gemacht.

„Vermisst“ heißt der Film. Normalerweise werden alle Gefangenen zu Tode gefoltert und enden als Zahlen. Ab und zu kommen einige Inhaftierte im Rahmen eines Gefangenentausches frei. Die Ex-Gefangenen berichten über ihre Erfahrungen in der Foltereinrichtung.

"Dich zu töten ist einfacher als Kaffee zu machen"

„Dich zu töten ist für mich einfacher als Kaffee zu machen“. Das hat einer der Wärter zu Tarek Matermawi gesagt. Er war für fünf Monate in Haft. Er schaffte es auf wundersame Art und Weise aus der Gewalt zu entkommen. Seine Frau hatte ihn danach nicht erkannt. Er war völlig abgemagert und sah sehr krank aus. Heute leben sie nicht mehr in Syrien. Für sie gab es keine weitere Alternative als das Land zu verlassen.

Ähnlich geht es weiteren tausenden Flüchtlingen. Sie fliehen, weil sie müssen. Überlebensinstinkt.

flüchtlinge
Foto: Calais Action

Calais Action setzt sich für diese Flüchtlinge ein. Auf der griechischen Insel Samos unterstützen sie die Flüchtlinge so gut es geht. Mit Spenden und ehrenamtlichen Helfern werden Nahrungsmittel, Proviant und Seelsorge geleistet.

Die Flüchtlingskrise ist noch lange nicht beendet, auch wenn die Medien von dem Thema etwas genug zu haben scheinen. Hilfe ist noch dringend notwendig. Vor allem dann, wenn die syrische Geheimwaffe nicht gestoppt wird.

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