Dschungel Wien lernt Kindern Toleranz

02. September 2015

  Heuer beginnt die 12. Saison des Kindertheaterhauses Dschungel Wien mit einer Reihe interessanter Aufführungen. Dabei dreht es sich oft um das Thema Menschenrechte, denn auch das Recht auf Kunst ist ein Menschenrecht.

  Nach der Feier des 10-jährigen Bestehens des Dschungel Wien im September 2014 beginnt heuer die 12. Saison des Theaterhauses für junges Publikum. In dem Programm von September 2015 bis Jänner 2016 finden sich unterschiedlichste Darstellungsformen – von Theater, Tanz und Musik bis hin zu Oper, Klassik oder Performance. Dabei drehen sich viele der Aufführungen um das Thema Menschenrechte.

  Nicht ohne Grund sprach die Menschenrechtsbeauftragte der Stadt Wien Shams Asadi im Dschungel-Theaterhaus. Als Teil der Menschenrechte ist das Recht auf Kunst ein Kinderrecht und in der Kinderrechtskonvention festgehalten. Durch den Titel einer Menschenrechtsstadt ist die Stadt Wien somit verpflichtet, dieses Recht zu achten, zu schützen und zu fördern. Da gerade in den letzten Monaten die Menschenwürde so oft thematisiert wird, ist es besonders in dieser Zeit wichtig, das Klima, in dem Kinder aufwachsen zu bestimmen. Weder Ausgrenzung noch Herkunft sollen die Möglichkeiten eines Menschen in dieser Welt beeinflussen.

Dschungel Wien
Dschungel Wien

  Mit der Hilfe zahlreicher Autoren und Regisseure hat der Dschungel Wien daher ein interessantes Programm zusammengestellt, das sich auf kreative Art und Weise schwierigen Themen wie Rassismus, Flucht und Vorurteilen widmet. Das Stück „Schwarzweißlila“ von Volker Schmidt etwa erzählt mit Witz und Eigensinn die Geschichte der zehnjährigen Lila, deren Hautfarbe ihren Alltag bestimmt. Oder die Geschichte „La Línea – Der Traum vom besseren Leben“ handelt von den jungen Geschwistern Miguel und Elena, die auf der Flucht vor Armut und Gewalt die gefährliche Reise von Mexiko nach Amerika auf sich nehmen.

Dschungel Wien
Dschungel Wien

  Neben den regulären Aufführungen gibt es auch Festivals und Kooperationen, die für Austausch und Abwechslung sorgen, so zum Beispiel ein Projekt mit südafrikanischen Choreografen, Tänzern und Workshops zu Film, Geschichte und Livemusik. Ganz nach dem Prinzip, dass jeder kulturelle Zugang eine Bereicherung für das Zusammenleben ist, bleibt der Dschungel Wien ein Muss für alle, die ihren Kindern Weltoffenheit und Toleranz beibringen wollen.          

 

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