Ein Döner Stundenlohn?

07. Oktober 2016

Innenminister Sobotka schlug eine Stundenentlohnung von 2,5 Euro für die gemeinnützigen Tätigkeiten von Asylwerbern vor. Da fällt mir gleich ein: Um 2,5 Euro kann ich mir ja im 10. Bezirk maximal einen Döner ohne Ayran kaufen!

Der 5 Euro Vorschlag von den Landesflüchtlingsreferenten ist für Wolfgang Sobotka trotz der Beschränkung, dass die Asylwerber nur zehn Stunden pro Woche arbeiten dürften, zu viel. Angeblich sei 5 Euro Lohn ein Lockmittel für Menschen in Afghanistan oder afrikanischen Staaten, nach Österreich zu kommen. Stattdessen will Sobotka den Lohn halbieren. Asylwerber dürfen pro Monat in Österreich 110 Euro verdienen. Bei 2,5 Euro pro Stunde macht das 44 Stunden im Monat aus. Die gemeinnützigen Jobs sind für bessere Integration. Aber das sollte auch mit genug Döner belohnt werden können, oder?!

Meine „scharfe“ Döner-Gleichung: 1,5 Döner pro Tag

Während man um 2,5 Euro im 10. Bezirk gerade Mal einen Döner in Aktion kaufen kann,  sollen die Asylwerber dafür stündlich hackln. Damit verdienen sie sich pro Tag 1,5 Döner ohne Spezialsoße und Ayran! Wie ich darauf komme? Ich habe mir mal einen „scharfen“ Döner geholt und umgerechnet:

2,5 Euro x 44 Stunden = 110 Euro

Man könnte die „Stunden“ auch mit „Döner“ ersetzen und das würde 44 Döner im Monat machen. Wenn man sie auf 30 Tage (ein Monat) teilt, würde es eineinhalb Döner pro Tag ausmachen:

44/30=1,466666666

Ich weiß noch wie ich früher 3 Döner hintereinander verputzt habe, aber ich esse in letzter Zeit - Gott sei Dank - schon weniger als damals. Wenn ich jetzt 1,46 Döner pro Tag esse, gäbe es für mich kein Hindernis mehr in Austria’s Next Topmodel aufzutreten.

Österreich darf nicht Afrika werden

Lassen wir den Döner bei Seite: Ich war froh und stolz auf uns, als Barack Obama in UN-Sitzung wegen unserer Flüchtlingspolitik Österreich lobte. Doch warum muss man diese dann gleich radikal ändern und so anormal machen? Während die Menschenrechtsorganisation Amnesty International die reichen Länder auffordert, deutlich mehr Flüchtlinge aufzunehmen, da ärmere Länder wie Libanon, Jordanien, Türkei und Pakistan eigentlich die Hauptlast der Flüchtlingskrise tragen, macht Sobotka diesen absurden Vergleich: Österreich vs Afrika-Staaten. Doch die Asylwerber werden ja hier und nicht in Afrika leben! Wer in Österreich lebt, muss auch überleben können! Man könnte zu den Dönern zumindest die Scharfsoße und Ayran dazu geben. Und dafür bräuchte man mindestens 5 Euro!

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