Elektro Guzzi: Rave im Wiener Konzerthaus

31. Oktober 2017

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Elektro Guzzi hat das ganze Konzert hinter einer Leinwand gespielt. Die Effekte waren großartig. (Foto: Elisabeth Anna)

Die akustische Wiener Techno-Band Elektro Guzzi sorgte am Samstag für einen Abend voller Emotionen und Ekstase.

Im Kalender des Konzerthauses findet man zwar nicht nur klassische Konzerte, nach einem Rave würden Unwissende dennoch woanders suchen. Von einem typischen Elektro-Event kann auch keine Rede sein. Zielgruppe der Techno Band sind nämlich keine drogenbegeisterten Teenager.

Es ist Samstag, der 28. Oktober 2017 und der kleine Berio-Saal des Konzerthauses  öffnet seine Türen für das bunt gemischte Publikum. Die Gäste sammeln sich vor dem Haupteingang des majestätischen Gebäudes. Einige elegant gekleidet, andere in durcheinander gewürfelten Hippie Outfits, doch alle haben dieselbe Absicht – sich wohl fühlen und fantasievollen Techno genießen.

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Abstrakte Videoprojektionen begleiteten das ganze Konzert. (Foto: Elisabeth Anna)

Elektro Guzzi heizt seinem Publikum mit einer tief verspielten und abwechslungsreichen Version des Genres ein. Großartige abstrakte Videoprojektionen schaffen eine Atmosphäre, mit der man sich leicht in der Welt der Musik verlieren kann. Menschen tanzen ihre Gefühle raus – viele mit geschlossenen Augen oder ausgezogenen Schuhen. In den ruhigeren Passagen johlen sie und die Band absorbiert ihre positive Energie.

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Die Fans applaudierten und jubelten bei jeder Gelegenheit. (Foto: Elisabeth Anna)

Die Worldtour von Elektro Guzzi fing Anfang Oktober 2017 in Mazedonien an und wird in Südamerika enden. Das Wiener Trio, bestehend aus Jakob Schneidewind (E-Bass), Bernhard Breuer (Schlagzeug) und Bernhard Hammer (Gitarre), ist 2010 mit ihrem gleichnamigen Debüt-Album bekannt geworden und ist seitdem an zahlreichen internationalen Festivals wie dem Sziget, Melt, oder Eurosonic zu Gast. Zudem traten sie auch in den berühmtesten Clubs der elektronischen Musikszene auf – unter anderen auch im Berliner Berghain, Trouw in Amsterdam und dem legendären Londoner Fabric.

Techno wird trotz seiner langen Existenz noch immer häufig negativ wahrgenommen. Viele verbinden das alternative Genre mit der Partydroge Ecstasy. Der Schlagzeuger Bernhard Breuer kontert gegen Verallgemeinerungen: „Genauso gut könnte man behaupten, Rock wäre laut und primitiv.“

Mit “City Sounds” holt das Konzerthaus österreichische “Local Heroes”, wie die Reihe früher geheißen hat, auf die Bühne des Berio-Saals. Weitere Konzerte sind:

 

Di, 21. November 2017, 20 Uhr, Berio-Saal 

Catastrophe & Cure 

 

Mi, 13. Dezember 2017, 20 Uhr, Berio-Saal

Dawa

 

So, 11. März 2018, 20 Uhr, Berio-Saal

Leyya

 

So, 13. Mai 2018, 20 Uhr, Berio-Saal

Roy de Roy

 

 

 

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