Frequency goes Green: Zuckerbrot und Peitsche

09. August 2019

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Bäume, Natur, Himmel, Umwelt
Foto:ANGELA BENITO von Unsplash

Frequency goes Green: Zuckerbrot und Peitsche

Kommende Woche findet das Frequency Festival in St. Pölten statt. Coole Headliner, Festival-Spaß und eine Armee aus Klimakämpfer*innen?


Viele Festivals folgen dem Trend und wollen klimafreundlicher werden. Gut so. Von Müllpfand bis hin zu einer Trash Challenge, bei der Festivalbesucher*innen aufgefordert werden, ein Foto vorher von einem vermüllten Ort und ein Foto nach dem Aufräumen dieses Ortes zu machen. Die Fotos können eingesendet werden und Gewinner werden verlost.

Pro Zelt ein Baum

Eine Neuerung dieses Jahr beim Frequency: Jede/r Besucher*in bekommt einen Holztoken bei ihrer/seiner Ankunft. Wenn man beim Ausgang des Festivals den Token wieder abgibt und zeigt, dass man sein Zelt wieder mitnimmt, wird ein Baum gepflanzt. Nicht auf dem Festivalgelände aber. Frequency macht nämlich gemeinsame Sache mit der Schweizer Firma Carbon Connect und es werden Aufforstungsprojekte der Aktion „trees for the future“ in Mittel- und Südamerika, Afrika sowie Asien unterstützt. Die Besucher*innen werden auch aufgefordert, 15 Dosen zu sammeln und zu recyclen.  Im Gegenzug bekommen sie ein frisch gezapftes Heineken oder eine Dose Red Bull. Immer ein bisschen wie Zuckerbrot und Peitsche – zuerst dafür hackeln und dann die Belohnung absahnen. 

Klingt alles insgesamt sehr begrüßenswert und löblich. Aber ist es nicht traurig, dass wir Erwachsene mit Goodies locken müssen, damit sie ihre Sachen hinter sich aufräumen?

Es muss in die Köpfe der Menschen gehen, dass wir alle umweltbewusst(er) sein sollten, selbst wenn wir uns das Bier danach selber kaufen müssen. Wenn man zu den lebensbejahenden Pop-Hits von Twenty One Pilots oder Macklemore mitgrölt, kann man auch sein Zelt mitnehmen und Tschickstummel wegschmeißen. 

Das Frequency Team setzt sich selbst aber auch Sanktionen. Im Backstagebereich dürfen auch Mitarbeiter*innen keine Einwegflaschen verwenden, sondern füllen ihre eigenen nachhaltigen Flaschen auf. Gleiches Recht für alle.

Am Ende des Tages zählt, dass was vorangebracht bzw. in diesem Falle weggeschmissen wurde. Ein sauberes Festivalgelände, weniger PET-Flaschen und mehr Bäume. Das freut Greta und uns auch. 

 

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