Katholische Frauenbewegung empfiehlt, Van der Bellen zu wählen.

18. Mai 2016

In einer Presseaussendung rief die Katholische Frauenbewegung dazu auf, wählen zu gehen, da es nicht nur eine demokratiepolitische, sondern auch eine moralische Pflicht sei. Die Organisation gab dabei keine dezidierte Wahlempfehlung. „Unsere gewählten VertreterInnen sollten Menschen sein, die auf den Zusammenhalt in der Gesellschaft zielen“, wurde dabei die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, Veronika Pernsteiner, zitiert. "Populismus oder gar Hetze, das Schüren von Ängsten und das Spiel mit diesen Ängsten seien abzulehnen."Diese Worte scheint die FPÖ-Frauensprecherin Carmen Schimanek falsch verstanden zu haben. Sie bedankte sich nämlich bei der Katholischen Frauenbewegung für die Wahlempfehlung für Norbert Hofer, wie es in einer Presseaussendung der FPÖ hieß.

FPÖ will Aussage nicht widerrufen

Die besagte Wahlempfehlung gab es laut der Katholischen Frauenbewegung nie. Nachdem die FPÖ sich weigerte, die Aussage richtigzustellen, empfiehlt die Katholische Frauenbewegung nun die Wahl Alexander Van der Bellens. „Als praktizierender Christ ist Norbert Hofer für die KFB natürlich die viel logischere Wahl als sein agnostischer Mitbewerber. Dennoch freut es mich, dass sie das auch öffentlich kundtun", so Schimanek in der Aussendung. Laut Katholischer Frauenbewegung habe die FPÖ diese Aussage auch nicht widerrufen, nachdem sie auf die Unrichtigkeit dieser Behauptung hingewiesen haben.

Wahlempfehlung für Van der Bellen

Plot twist: Jetzt  ruft die Katholische Frauenbewegung zur Wahl Van der Bellens auf: „Ein Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, der einen Kommunikationsstil dieser Art goutiert und sich im laufenden Wahlkampf von einem derart agierenden Parlamentsklub unterstützen lässt, ist nicht wählbar“, so Veronika Pernsteiner, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. "Die Katholische Frauenbewegung Österreichs ruft daher dazu auf, Norbert Hofer nicht zu wählen. Sie empfiehlt die Wahl von Alexander Van der Bellen." Man erwarte sich von einem Bundespräsidenten außerdem kein Glaubensbekenntnis. "Was wir von einem Bundespräsidenten und PolitikerInnen im Allgemeinen erwarten, sind Grundhaltungen, die mit einer christlichen Ethik vereinbar sind, mithin die Bereitschaft zum aufrichtigen, wertschätzenden Dialog."

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