Kevin ist das neue Opfer

15. Juni 2016

Kennt ihr diese Leute, die bei fremden Wörtern ärgstens bei der Aussprache übertreiben, um zu zeigen, wie belesen und weltoffen sie sind? Latte Macchiato wird plötzlich zu Latte Matschiato und Stracciatella zu Schratschatella. Die bei jeder Bestellung im Restaurant ihre wahnsinnig tollen Fremdsprachenskills vorführen wollen. Oder Lehrer, die vor lauter exotischen Namen nicht mehr wissen, wie man was ausspricht. Mustafa Gökçin, Carlos Esteban Dos Santos, Panagiotta Papadepoulous, Srbomir Razic und Melan Ibachmair. Blöd nur, dass letztere Melanie Bachmayer heißt. Als in der Schule die Anwesenheitsliste vorgelesen wurde, wusste ich immer, wann ich dran war. Warum? Die plötzliche Stille vom Lehrer, der sich grad Hirn und Zunge an meinem Namen zerbrach.

Wenn wir schon beim Thema Namen sind - hört auf mit der Diskriminierung! Nein, ich rede nicht von Ali oder Milica. Die Rede ist von den Kevins, Jacquelines und Pascals dieser Nation. Diese Kinder leiden, weil ihre Eltern sie "Tschackeline", "Mercedes" oder "Dschastin" rufen. Nein, nix mit Dschihad, so klingt das einfach, wenn jemand, der kein Englisch kann, sein Kind "Justin" nennen möchte. Jetzt mal ganz ehrlich, was sollen diese ganzen Pseudonamen? Auf der einen Seite hast du Kevin, Chanel oder North West. Auf der anderen Seite hast du Magnus-Rüdiger, Cecilia-Leonie oder Anneliese-Waltraud. Ich übertreibe jetzt hier mal ganz dezent, aber mit diesen Namensgebungen legen Eltern die Grundsteine für das komische Pseudo-vegan-öko-Leben ihrer Sprösslinge. Und dann wundern sich die Eltern, wenn die Kinder gemobbt werden. Magnus und Jacqueline sind auch nur Menschen. Sie haben sich ihre Namen nicht aussuchen können. Also spart euch die Hate-Kommentare. #FreeKevin #NeverForget

 

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