Mehr Moslem-Vornamen auf Namensliste der Neugeborenen entdeckt! „Mohammad“ erreicht Platz 5!

13. November 2017

Laut „Krone“ soll auf der offiziellen Liste der beliebtesten Kindernamen der Stadt Wien kein „Mohammad“ gefunden sein. In der internen Version des Magistrats gäbe es ihn jedoch sehr wohl: Der Name „Mohammad“ wäre demnach auf Platz 5 der Top 10. Eine Person, die sich mit Namen und Religionen auskennt, kann jedoch sehr leicht entdecken, dass es noch weitere muslimische Vornamen auf der Liste der Kindernamen gibt. So kam meine Wenigkeit darauf, dass der hebräisch-moslemische Name „David“ bereits auf Platz 3 und der hebräisch-muslimische Mädchenname „Sara“ sogar auf Platz 1 ist.

„Wusstest du, dass ‚Aaron‘ auch ein moslemischer Name ist?“ fragte ich meiner Kollegin mit arabischen Migrationshintergrund auf der Arbeit. Sie blickte verwundert und antwortete: „Hä?! Was redest du?“ Da klärte ich sie auf: „‚Aaron‘ lautet auf arabisch und türkisch ‚Harun‘ und ist der Name eines Propheten, der auch im Koran vorkommt. Er ist der Bruder vom Propheten Moses, der auf arabisch und türkisch „Musa“ genannt wird“

Tatsächlich gibt es sehr viele hebräische Namen, die auch für Muslime seit Jahrtausenden „heilig“ sind. David, Elias, Anna, Maria oder Mia oder Marie, Benjamin und Noah – so hießen die Namen der Personen, die ihre Plätze sowohl in der christlich-jüdischen Geschichte als auch in der Islamischen haben. Ihre Lebensgeschichten kann man in unterschiedlichen Versionen in den heiligen Büchern der drei abrahamitischen Religionen finden. 

David und Sara auch muslimische Namen?

Laut „Krone“ ist David auf Platz 3 der offiziellen Liste der 10 beliebtesten Bubennamen der Stadt Wien. David kommt im heiligen Buch der Moslems als „Dawud“ vor und ist der Name von einem Propheten, wie „Mohammad“ es für Muslime auch gewesen ist.

Sara belegt den Platz 1 der Top 10 Mädchennamen von 2016. Nach moslemischen Quellen ist „Sara“ der Name der Frau vom Prophet Abraham, welcher im Koran „Ibrahim“ genannt wird. Der Großteil der Muslime erkennt „Sara“ als eine Prophetin, da Gott oder „Allah“ zu ihr auch den Botschaftsengel „Dschibril“ oder „Dschebrail“ - auf Deutsch „Gabriel“ genannt - geschickt haben soll. Sara gilt in Judentum, Christentum und Islam als die Mutter von Isaak, welcher für Moslems auch ein Prophet war, der im Koran erwähnt wird. Maria, abgekürzt „Mia“, französisch ausgedrückt „Marie“ und arabisch genannt „Meryem“, war für Muslime ebenfalls eine Prophetin und gilt auch in Islam als die Mutter von Jesus. Und Jesus, arabisch genannt „Isa“, gilt für Moslems als ein wichtiger Prophet wie Mohammad.

Die anderen Vornamen auf den Namenslisten haben auch Kontakte zum Orient

Alexander ist auf Platz 1 der offiziellen Liste der 10 beliebtesten Bubennamen der Stadt Wien. Der männliche Vorname „Alexander“ hat eine altgriechische Herkunft und es gibt von ihr ebenfalls eine arabische und türkische Version: „Iskender“. In der Türkei ist sogar auch eine Kebab-Art nach ihm benannt: „Iskender Kebab“. Bei den Namen Maximilian, Lukas, Sophia oder Sofia und Paul, die auch zu den beliebtesten Namen der Stadt Wien gehören, könnte man auch eine Herkunft aus dem Griechischem annehmen. 

Mehr Moslem-Vornamen auf Namensliste der Neugeborenen entdeckt! „Mohammad“ erreicht Platz 5!
Foto: pixabay.com

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