Mehr Spaß – weniger 'oasch‘

10. Januar 2019

Wie können wir, ohne naiv zu sein, wieder mehr an das Gute glauben? Wie finden wir alltägliche Laternen, die unsere Zukunftsaussichten erhellen?
 


Täglich werden wir von schlechten Nachrichten verfolgt. In den Medien hört man nur noch selten von schönen Vorkommnissen, während die negativen Ereignisse dominieren. Schon beim ersten Aufschlagen der Morgenzeitung in der Straßenbahn: bad news, bad news, bad news.
Dass in unserer heutigen Gesellschaft viel falsch läuft, muss ich nicht extra erwähnen. Und dass es unbedingt notwendig ist, die Öffentlichkeit über diese Mißstände zu informieren, erklärt sich ebenfalls von selbst. Doch wenn wir regelrecht von schlechten Nachrichten überschwemmt werden,  führt das oft dazu, dass wir nicht mehr an Positives glauben. Und wie bei einer Pflanze, die ohne Licht nicht wächst, verkümmert auch unser Drang sich einzusetzen und etwas verändern zu wollen.

Von Upcycling-Einkaufszentren & wiederverwendbaren Weihnachtsbäumen
Doch es wäre überstürzt, die Flinte ins Korn zu werfen. Werfen wir doch lieber erst einmal einen Blick auf https://nur-positive-nachrichten.de/. Diese Website hat sich den good news verschrieben. Mit Berichten aus verschiedensten Kategorien, wird hier nur gepostet was erheitert. Und das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zaubert.
Zum Beispiel wird über die Eröffnung eines Upcycling-Einkaufszentrum in Schweden berichtet. Dort ist es möglich, mitgebrachte Gegenstände einzutauschen und dafür gebrauchte Dinge von anderen zu erhalten. Oder über ein Kraftwerk in Rugeley in Großbritannien. Aus diesem ehemaligen Kohlekraftwerk soll bis 2020 ein Solardorf entstehen. Doch es gibt noch meine persönliche Kirsche auf dem Sahnehäubchen dieses Berichterstattungskuchen  – ergo mein Lieblingsartikel. Dieser heißt: ‚Die 99 besten Nachrichten des Jahres, von denen du sicher noch nichts gehört hast.‘
99 Alltagslaternen. 99 kleine oder große Dinge, die zeigen, dass doch etwas passiert. Wie zum Beispiel die Information, dass die Population des Jaguars (die größte Raubkatze der Welt) in den letzten Jahren um 20% gewachsen ist. Oder die Einführung von Weihnachtsbäumen in Töpfen, die wiederwendbar sind. Gegen die sinnlose jährlich Nadelwaldabholzung – für ein ökologischeres Leben.

Positive Nachrichten für besseres Wohlbefinden
Nachdem ich die Website durchforstet hatte, habe ich mich gefragt, ob man sich als Leser*in dieser ausschließlichen good news Welt selbst betrügt. Denn es wäre viel zu einfach alles was nicht gut läuft, auszublenden. Doch das ist nicht worum es geht. Es geht darum, sich bewusst manchmal die das-Glas-ist-halb-voll Einstellung einzuverleiben. Und nicht einfach das halb leere Glas tatenlos anzustarren. Denn das bringt uns dazu, mit kleinen Schritten anzufangen und wieder etwas bewegen zu wollen.

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